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4. November 1965: Der erste Anbau steht

11 Jahre nach der Einweihung ist die Dunantschule schon zu klein - 04.11.2015 07:00 Uhr

Ein überdachter Gang, der noch einen Windschutz erhalten soll, verbindet das Stammhaus mit dem Erweiterungsbau. An der Stirnseite die Eisenplastik eines Teppichknüpfers von Kurt Busch. © Arnold


Bei der kleinen Feierstunde, mit der die Schule an der Dunantstraße ihren Erweiterungsbau der Öffentlichkeit präsentierte, klang denn auch berechtigter Stolz aus allen Reden. Er galt zunächst dem gelungenen Nebenhaus, in dem sechs Klassen ihre Bleibe gefunden haben. Auch der allerkleinste Nachwuchs hat in diesem Haus sein Plätzchen: die 30. Mutterberatungsstelle bezieht einige praktisch eingerichtete Räume im Erdgeschoß. Zusammen mit dem Kindergarten im „Altbau“ und einem Jugendhort, der im erwünschten, aber noch nicht eingeplanten zweiten Anbau untergebracht werden soll, hat dann die Jugend dieses neuen Stadtteils an der Gustav-Adolf-Straße eine ansehnliche Heimstatt.

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So groß die Wirkung dieses Erweiterungsbaues ist – er beseitigt den Schichtunterricht an dieser Volksschule – so verhältnismäßig bescheiden war der Aufwand, mit dem man sie erreichte. Die angeforderte Baukostensumme von 886.400 Mark ist nicht ganz ausgegeben worden. Dennoch wurde nicht am falschen Ort gesperrt: helle, übersichtliche Räume, denen die kindlichen Malereien an den Klassenwänden die persönliche Note geben, werden auch mit der künftigen architektonischen Entwicklung Schritt halten können. „Dieser solide Bau gefällt Eltern, Lehrern und Schülern“, gab Rektor Georg Pfand klar zu verstehen. „Ein Extralob dem Bauleiter, der so klug gewirtschaftet hat.“

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Als einen „sparsamen Schulhaustyp“ stellte Baureferent Heinz Schmeißner das neue Gebäude vor. Er erinnerte an die Zeiten des ersten Baues von 1954, als man das Haus für groß genug gehalten hatte. Schon aber zeichnet sich deutlich ab, daß man auch mit diesem eben errichteten Zusatzhaus nicht auskommen wird. Die Parkwohnanlage West, mit der man Großes vorhat, erfordert gar ihr eigenes Schulgebäude. „Wir übergeben eine Schule nach der andern in einem solchen Tempo, daß man als Festredner gar nicht mehr weiß, was man eigentlich sagen soll“, meinte denn auch Bürgermeister Franz Haas zum Schul- und Kulturreferenten Dr. Hermann Glaser. Angesichts fröhlich singender Buben und Mädchen fielen ihnen beiden aber doch noch die passenden Worte ein. 

B. S.

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