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Aus für die Pinselfabrik: Maxpalais ist genehmigt

Trauerflor am Zaun - Bürgerinitiative wirft das Handtuch - 28.05.2015 08:00 Uhr

Mit Trauerflor hat die Bürgerinitiative den gusseisernen Zaun am Eingang der Maxfelder Pinselfabrik versehen. © privat/PR


"Es ist eine Schande, wie still und leise die historischen Gebäude Nürnbergs verschachert werden“, sagt Heike Hein, Sprecherin der Ende März gegründeten Initiative, die zusammen mit Stadtbild Initiative Nürnberg für den Verbleib des um 1860 entstandenen Gebäudes kämpfte.

Weil Bau- und Abrissgenehmigung jetzt erteilt sind, steht für Hein fest: "Die Pinselfabrik ist nicht zu retten." Laut Baureferent Daniel Ulrich kann auch die Stadt nicht mehr eingreifen. Das Grundstück, auf dem noch das Büro- und Wohngebäude der Pinselfabrik steht, ist an die Firma Bauhaus Liebe und Partner verkauft worden, die ab Sommer den „Maxpalais“-Komplex mit 25 Eigentumswohnungen errichten will.

Die Denkmalschutzbehörde hatte 2014 das Pinselfabrik-Gebäude wegen Kriegsschäden und diversen Veränderungen beim Wiederaufbau nicht unter Denkmalschutz gestellt. "Die Bürger sind viel zu spät informiert worden", kritisiert Hein. Erst durch einen Bericht im Nürnberger Stadtanzeiger sei die Tragweite klargeworden, das Verfahren war aber schon zu weit fortgeschritten.

Verärgert sind die Anwohner darüber, dass nun sogar auch der letzte Ahorn auf dem Areal gefällt werden darf. Hein: "So wird die Aktion ,Mehr Bäume für Nürnberg‘ von Bürgermeister Christian Vogel ad absurdum geführt".

Jo Seuß E-Mail

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