Demo der "Rechten": Großes Polizeiaufgebot vor der JVA

7.3.2015, 15:41 Uhr
Ein Häuflein Rechter versammelte sich am Samstag vor der Justizvollzugasanstalt Nürnberg und demonstrierte für die Freilassung von Gerhard Ittner. 100 Gegendemonstranten und ein großes Polizeiaufgebot begeleiteten die Demo.

Ein Häuflein Rechter versammelte sich am Samstag vor der Justizvollzugasanstalt Nürnberg und demonstrierte für die Freilassung von Gerhard Ittner. 100 Gegendemonstranten und ein großes Polizeiaufgebot begeleiteten die Demo. © Stefan Hippel

Anmelder der Demonstration war nach Behördenangaben der ebenfalls vorbestrafte Rechtsextremist Philipp Hasselbach, Kreisvorsitzender von "Die Rechte" in München. Die Teilnehmer der Demo wollten die Freilassung Ittners und anderer politischer Gefangener fordern.

Das Antifaschistische Aktionsbündnis rief zu einer Gegendemonstration auf. Ein großes Polizeiaufgebot trennte die Parteien am Samstag in der Nürnberger Bärenschanzstraße. "Schaut mal in die Geschichtsbücher", hielt Birgit Mair vom Bündnis Nazistopp den Rechten entgegen, "oder geht mal auf einen jüdischen Friedhof." Dann würden die Holocaustleugner feststellen, dass zwischen 1940

und 1945 dort niemand beerdigt worden sei . Mair sprach die Rechten direkt an: "Eure geistigen Vorbilder haben diese Menschen umgebracht." Laut Polizei kam es bei der von der rechtsradikalen Partei  "Die Rechte" angemeldeten Demo in Gostenhof zu keinen Zwischenfällen.

Ittner sitzt derzeit in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Volksverhetzung, die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und seiner Symbole in diversen Fällen vor.

0 Kommentare