Bestandsgebäude ist "miserabel"

Grundschule in Fischbach bekommt neue Sporthalle

Rurik Schnackig
Rurik Schnackig

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25.11.2021, 10:52 Uhr
Die alte Halle sieht von außen nicht mehr ganz frisch aus. Der Eindruck setzt sich im inneren des in die Jahre gekommenen Gebäudes fort.

Die alte Halle sieht von außen nicht mehr ganz frisch aus. Der Eindruck setzt sich im inneren des in die Jahre gekommenen Gebäudes fort. © Rurik Schnackig

Im zurückhaltenden Bürokratendeutsch heißt es, die Sporthalle der Grundschule Fischbach entspreche bautechnisch nicht mehr den heutigen Anforderungen. "Der Zustand ist miserabel", sagt der SPD-Vorsitzende Thorsten Brehm in deutlicheren Worten. Und auch der Hausmeister der Schule spricht eine klare Sprache: "Hier und da versuche ich auszubessern und zu flicken. Fliesen, Boden. Aber zum Teil geht das gar nicht mehr und eine langfristige Lösung ist das nicht."

Sanierung? Nicht wirtschaftlich

Genau diese - nämlich eine langfristige Lösung - ist jetzt im Stadtrat für die Fischbacher Hauptstraße 118 auf den Weg gebracht worden. Ähnlich wie bereits beim Schulzentrum Südwest (Peter-Henlein-Realschule, Sigmund-Schuckert-Gymnasium) stellte sich heraus, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich sei. Dagegen spreche schon allein die schlechte Bausubstanz. Aber auch den wachsenden Platzbedarf hätte eine Sanierung nicht decken können: Die Grundschule braucht dringend einen Werk- und Textilraum samt Nebenräumen, außerdem einen Mehrzweckraum. Benötigt werden darüber hinaus Hortplätze - Prognosen zu Folge steigt der Bedarf hier nochmals.

Der Neubau soll nun alle Wünsche in einem einzigen Gebäude erfüllen: Auf dem Gelände der Grundschule findet demnach die neue Sporthalle Platz - und ein dreigruppiger Hort mit 75 Plätzen sowie die erforderlichen Erweiterungsräume für die Schule.

Pendeln bleibt erspart

Damit den Schülern das lästige Pendeln erspart bleibt, soll die bestehende Halle erst abgerissen werden, wenn der Neubau fertig ist. Möglich ist das, weil die 2800 Quadratmeter umfassende neue Halle nicht auf dieselbe Fläche gesetzt wird, sondern auf ein angrenzendes Grundstück im Süden des Areals. Zu einer Seite hin soll das neue Schul-, Sport- und Vereinshaus überdachte Freiflächen bieten. Auf eine Unterkellerung will man wegen des hohen Grundwasserstandes dort verzichten, es werden ausschließlich barrierefreie Zugänge geschaffen. Ein Lift, wie heute üblich, verbindet die beiden Ebenen. Für niedrigen Energieverbrauch nach heutigem Standard sollen etwa Erdwärmepumpe und Solardach sorgen.

Im Zuge des Neubaus und des Abrisses muss dann aber auch die Außenanlage, auf der sich mehrere Spielgeräte befinden, umgestaltet werden. Der Baumbestand, so hieß es in der Stadtratssitzung, soll umfassend erhalten bleiben.

Fertigstellung für Herbst 2024 geplant

Das Gesamtpaket hat schließlich einen Preis, der einige Räte erstmal schlucken ließ: Mit 15,8 Millionen Euro wird die Gesamtinvestition beziffert. Laut Thorsten Brehm, der sich mit dem Parteikollegen Christian Vogel schon länger für eine Lösung vor Ort eingesetzt hat, ist die Maßnahme aber alternativlos und als Paket die beste Lösung für alle Anforderungen.

Als Baubeginn ist der Juli im nächsten Jahr vorgesehen. Wenn alles gut läuft, können im Herbst 2024 die ersten Sportstunden in der modernen Halle stattfinden.

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