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Messer-Attacken in Nürnberg: Eine Chronologie der Ereignisse

Polizei konnte mutmaßlichen Täter am Freitagvormittag festnehmen - 16.12.2018 15:39 Uhr

Die Polizei zeigte nach den Taten im Stadtteil St. Johannis verstärkt Präsenz. © dpa/Daniel Karmann


Donnerstagabend: Der mutmaßliche Täter versucht wenige Stunden vor der Tat, ein Käsemesser in einem Geschäft am Plärrer zu stehlen. Dabei fliegt er allerdings auf. Die Polizei stellt das Messer sicher und überprüft die Berliner Wohnadresse des 38-Jährigen. Im Anschluss lassen die Beamten ihn wieder auf freien Fuß. Mit diesem Messer hätte er nach Angaben der Polizei die Taten nicht ausführen können.

Donnerstag, 19:20 Uhr: Ein zum Tatzeitpunkt Unbekannter sticht einer Fußgängerin im Kirchenweg unvermittelt in den Oberkörper. Die 56-Jährige erleidet schwere Verletzungen und kommt in eine Klinik.

Donnerstag, 22:30 Uhr: Nur einige Straßen weiter wird in der Arndtstraße eine 26-Jährige niedergestochen. Die Frau wird lebensgefährlich verletzt. Die Attacke ähnelt dem ersten Vorfall.

Donnerstag, 22:40 Uhr: Nur zehn Minuten später schlägt der Täter erneut zu. Diesmal trifft es eine 34-Jährige in der Campestraße. Auch sie wird angegriffen und schwebt nach der Messerattacke in Lebensgefahr. Der Täter kann nach allen drei Angriffen unerkannt flüchten.

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Messerstiche in Nürnberg: Von den Attacken bis zur Festnahme

Nach den lebensgefährlichen Messerstichen gegen drei Frauen im Stadtteil St. Johannis konnte die Polizei einen 38-jährigen Thüringer festnehmen. Er steht unter dringendem Tatverdacht. Die Nürnberger können nach aufregenden Tagen wieder aufatmen. Ein Rückblick in Bildern.


Unmittelbar nach dem Vorfall löst die Polizei eine umfangreiche Fahndung aus. Dabei sind sowohl Diensthundeführer als auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Im Zuge der Fahndung werden mehrere Personen überprüft. Ein unbekannter Mann, auf den die Personenbeschreibung passt, flüchtet beim Anblick einer Polizeistreife in ein Anwesen nahe des Palmplatzes. Die Beamten verfolgen ihn und sperren das Gebäude großräumig ab. Nachdem in einer Wohnung Licht brennt und der Bewohner auf mehrfache Aufforderung der Polizei nicht öffnet, entschließen sich die Beamten, die Tür zu öffnen. Die Räume sind leer. Zuvor wurden Kellerräume und Dachböden sowie angrenzende Garagen des Hauses durchsucht. Nach derzeitigen Erkenntnissen hat der Einsatz nichts mit dem später festgenommenen 38-Jährigen zu tun.

Freitag, 2:06 Uhr: In einer Pressemitteilung informiert die Polizei die Medien über die Angriffe. Mit einer vorläufigen Täterbeschreibung bitten die Beamten die Bevölkerung um Hinweise zu dem flüchtigen Mann. Es liegen zu diesem Zeitpunkt allerdings unterschiedliche Beschreibungen des Täters vor. Es heißt, er soll eine orangefarbene Jogginghose und ein blaues Jackett getragen haben. Später wird diese Beschreibung widerrufen. 

Freitag, 09:49 Uhr: Eine Streife nimmt den 38-jährigen mutmaßlichen Täter in der Schnieglinger Straße nahe der Kreuzung Nordwest-Ring fest. Die Beamten werden auf den Mann aufmerksam, weil die Personenbeschreibung zu ihm passt. Außerdem hat er Blutspuren auf seiner Jacke. Bei einer Durchsuchung kommt auch das Tatmesser zum Vorschein, das er bei sich trägt. Der Mann wird in Gewahrsam genommen. Die Polizei veröffentlicht die Festnahme allerdings nicht.

Freitag, 10:22 Uhr: Die Polizei gibt in einer Mitteilung bekannt, dass die drei Frauen nach der Behandlung im Krankenhaus außer Lebensgefahr seien. Im Stadtviertel erhöht die Polizei die Präsenz enorm.

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Stich-Attacken mitten in Nürnberg: Drei Frauen lebensgefährlich verletzt

Drei Frauen sind am Donnerstagabend Opfer eines Stich-Angriffs geworden. Die offenbar zufälligen Opfer eines noch unbekannten Täters mussten nach den Attacken im Klinikum notoperiert werden. Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot nach dem Täter.


Freitag, 13 Uhr: Die Polizei Mittelfranken präsentiert auf einer Pressekonferenz den bisherigen Ermittlungsstand. Die Festnahme des Tatverdächtigen am Morgen wird nicht erwähnt.

Die Polizei muss sich kritischen Fragen über den Zeitpunkt der ersten Pressemitteilung (veröffentlicht um 2.09 Uhr) stellen. Die Frage taucht auf: Hätten die Taten Nummer zwei und drei verhindert werden können? 

Im Laufe des Freitags bildet die Nürnberger Polizei die Sonderkommission "Johannis" mit 40 Beamten. Beamte führen den ganzen Freitag Anwohnerbefragungen durch und kontrollieren neben öffentlichen Gebäuden auch Spielhallen und Gaststätten. Ebenso wird der Johannisfriedhof von den Ermittlern durchkämmt.

Samstagvormittag: St. Johannis befindet sich nach wie vor in Schockstarre. In der Friedenskirche wird eine Andacht für die drei weiblichen Opfer abgehalten.

Samstag, 13:10 Uhr: Die Polizei gibt bekannt, dass alle drei Frauen vernommen werden konnten. Dadurch wird die These der Ermittler bekräfigt, dass es sich um ein und denselben Täter bei allen drei Vorfällen handelt. Die Beamten veröffentlichen eine neue Täterbeschreibung. 

Samstag, 18:55 Uhr: Die Ermittler geben in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie einen dringend tatverdächtigen Mann festnehmen konnten. Er ist 38 Jahre alt und kommt aus Thüringen. 

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Nach Angriff auf drei Frauen: Polizei durchkämmte St. Johannis

Nach dem Angriff auf drei Frauen in der Nürnberger Nordstadt lief die Suche nach dem Täter auf Hochtouren. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hatte das Stadtgebiet am Freitag abgesucht und Anwohner befragt.


Sonntag, 12:30 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gibt zusammen mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth weitere Details zur Tat und zum mutmaßlichen Täter bekannt.

Die Polizei rechtfertigt die späte Bekanntgabe der Festnahme am Freitag damit, dass zuerst die Beweislage gegen den Mann gefestigt werden musste. Die Polizei wollte sicher gehen, dass es sich bei dem 38-Jährigen um "den Richtigen" handelt. "Eine Falschmeldung hätte nicht zum Sicherheitsgefühl beigetragen", heißt es seitens der Beamten am Sonntag. Die Überprüfung der DNA-Spuren der Opfer am sichergestellten Messer und an der Kleidung des 38-Jährigen habe einige Zeit beansprucht, so die Ermittler.


Die Karte zeigt, wo sich die Attacken in der Nacht auf Freitag ereigneten. Falls Ihnen die Karte nicht angezeigt wird, klicken Sie bitte hier. 

Eva Orttenburger Online-Redaktion E-Mail

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