Kandidatin

Verena Osgyan

Verena Osgyan
Steckbrief

Name:Verena Osgyan

Alter:50

Beruf:Landtagsabgeordnete

Wohnort:Nürnberg

Partei:Die Grünen

Liste:Die Grünen

Mit mir an der Spitze werden sich in den nächsten sechs Jahren diese drei Dinge als erstes ändern:

Mein Motto heißt „Für gutes Klima in der Stadt“. Das bedeutet zum einen, Klimaschutz konsequent nach vorne zu stellen. Denn die Folgen der Erdüberhitzung sind in Nürnberg heute schon spürbar. Gerade Kinder, Ältere und Menschen in dicht bebauten Stadtteilen leiden unter Hitzesommern. Das Gute ist: Wir können eine Menge tun, wenn wir jetzt die Chance ergreifen und mit wirksamen Maßnahmen handeln. Mit mir als OB werden wir mehr Bäume pflanzen und Grünflächen schaffen, Solarenergie ausbauen, ein 365-Euro-Jahresticket für alle einführen und Platz für Fuß- und Fahrradwege schaffen. Dafür legen wir einen Klimaschutzfonds von 150 Millionen auf. Die Untertunnelung des Frankenschnellwegs würde dagegen Steuergelder blockieren, die sinnvoller für ein lebenswerteres Nürnberg verwendet werden können. Zweitens geht es darum, den Zusammenhalt zu stärken. Die Nürnberger Stadtgesellschaft ist bunt, vielfältig und von einem guten Miteinander geprägt. Fränkische Kirchweih und Christkindlesmarkt gehören zu Nürnberg wie Christopher-Street-Day und der syrische Imbiss ums Eck. Ich stelle mich entschieden gegen Versuche der Spaltung und will stattdessen eine Politik des Gesehen- und Gehörtwerdens. Ich setze auf gleiche Chancen für alle Kinder und Jugendlichen und werde Inklusion fördern. Jede und jeder hat das Recht auf gutes Wohnen zum bezahlbaren Preis. Bei wichtigen Infrastrukturprojekten setze ich auf bessere und frühzeitigere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Nürnberg soll ein Ort sein, an dem kreative Ideen umgesetzt werden. Wir brauchen Freiräume für Kulturschaffende sowie Platz für Hochkultur, Popkultur und Ausgehkultur. Ich stehe für vielfältige Kulturangebote und Platz für Nachbarschaftsinitiativen und soziale Projekte in den Stadtteilen. Nürnberg soll attraktiver Standort für alle sein, die nachhaltige Zukunftsideen entwickeln: für Wissenschaft und Forschung, für Start-Ups und innovative Unternehmen, die die Arbeitsplätze von morgen schaffen.

Das größte Ärgernis in meiner Stadt ist...

Nürnberg ist eine wunderschöne Stadt, aber in vielen Bereichen herrschte durch die Große Koalition im Stadtrat von SPD und CSU in den letzten Jahren Stillstand. Die Themen Ökologie und Grün in der Stadt, aber auch der Umgang mit dem öffentlichen Raum wurden von beiden Parteien gleichermaßen jahrelang beiseitegeschoben. Das zeigt sich an vielen Facetten, sei es die unzureichende Pflege von Straßenbäumen oder die mangelnde Qualität von Aufenthaltsplätzen sowie der vernachlässigte Ausbau von Radwegen, die häufig im Nichts enden. Anstatt der Ideologie der autogerechten Stadt aus dem letzten Jahrtausend zu folgen, muss es künftig Spaß machen, umweltfreundlich mobil zu sein. Dazu braucht es gute Alternativen zum Auto und eine gerechtere Aufteilung des Straßenraums, damit Fußgängerinnen und Fußgänger mehr Platz bekommen und sich alle sicher und schnell mit dem Rad durch die Stadt bewegen können. Wir brauchen ein attraktives Angebot der Öffentlichen Verkehrsmittel mit verkürzten Taktzeiten und günstigen Preisen. Um das zu verwirklichen braucht es gerade in den wichtigen Bereichen Klimaschutz und Verkehr einen neuen Aufbruch. Auch der Aspekt der Teilhabegerechtigkeit und der kulturellen Vielfalt wurde nicht mehr ausreichend in den Fokus gerückt. Die Bewerbung Nürnbergs als Europäische Kulturhauptstadt 2025 bietet jetzt die einmalige Gelegenheit, das Thema Stadtentwicklung nachhaltig und ganzheitlich anzugehen. Der öffentliche Raum muss so umgestaltet werden, dass Vielfalt und Begegnung gefördert werden. Ich denke da beispielsweise an die Schaffung von Gemeinschaftsgärten, autofreien Zonen oder offenen Kulturangeboten für Jugendliche in den Vierteln sowie der Entwicklung der Kongresshalle als Ort für Künstlerinnen und Künstler. Davon würde Nürnberg auch wirtschaftlich profitieren. Denn je lebenswerter ein Umfeld ist, desto lieber siedeln sich Unternehmen an. Nürnberg hat hier ganz viele Chancen. Es braucht einen Wechsel, um diese auch zu nutzen.

Dafür würde ich auf der Straße demonstrieren:

Als waschechte Fränkin bin ich zunächst nicht gleich dafür, immer sofort die große Trommel zu schlagen. In der Politik braucht es Durchsetzungsstärke, aber auch die Fähigkeit zuzuhören, denn Veränderungen werden am besten nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern im Dialog und auf demokratischem Weg erreicht. Mit dieser Maxime habe ich mich bereits viele Jahre im bayerischen Landtag für unser Land und unsere Stadt eingesetzt. Ich bin auf allen politischen Ebenen gut vernetzt und bereit, Verantwortung für unser Nürnberg zu übernehmen und dieses auch aktiv zu gestalten. Denn wir bekommen die Welt nicht besser gemeckert, sondern nur besser gemacht. Aber manchmal braucht es auch klare Zeichen der Solidarität, sei es mit jungen Menschen, die sich für unsere Zukunft einsetzen, oder auch wenn Menschen Ziel von Hass und Hetze werden. Als Mutter eines kleinen Sohns liegen mir Klimaschutz und gesellschaftlicher Zusammenhalt besonders am Herzen. Dafür lohnt es sich, auf die Straße zu gehen und Gesicht zu zeigen – weil wir hier leben. Denn Weltoffenheit, Demokratie und Bürgerrechte und der Erhalt unserer Lebensgrundlagen sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie müssen tagtäglich gelebt und gegebenenfalls auch neu erkämpft werden.