Wöhrder See: Bald kommt der Strand

25.6.2013, 06:58 Uhr
Jede Menge Schotter und Wasserbausteine werden derzeit am Nordufer des Wöhrder Sees verteilt, um den Untergrund für den neuen Sandstrand zu schaffen. Bis Anfang August soll auch das geplante Holzdeck für Sonnenhungrige fertig sein.

© Stefan Hippel Jede Menge Schotter und Wasserbausteine werden derzeit am Nordufer des Wöhrder Sees verteilt, um den Untergrund für den neuen Sandstrand zu schaffen. Bis Anfang August soll auch das geplante Holzdeck für Sonnenhungrige fertig sein.

Insgesamt 6600 Tonnen große Wasserbausteine und Schotter müssen mit einer Baufähre vom Südufer aus angeliefert und danach aufgeschichtet werden. Durch den Unterbau für den Sandstrand wird die Uferfläche in den See hinein vergrößert. Dadurch gibt es keine steile Kante mehr, vielmehr wird man künftig langsam ins flache Wasser hineinwaten können, so Ulrich Fitzthum, Leiter des staatlichen Wasserwirtschaftsamtes. 

200 Meter lang ist der neue Uferbereich, wo am Ende auf 140 Metern Länge rund 600 Tonnen Sand aufgeschüttet sein werden. Anfang August soll die neue Sommer-Attraktion eingeweiht werden. Durch die Bauarbeiten ist der nördliche Uferweg unterbrochen. Da derzeit die Wasserhöhe im Umfeld keine 50 Zentimeter beträgt, ist laut Fitzthum klar, dass hier nicht geschwommen werden kann, sondern nur Planschen und Sonnenbaden angesagt sei. Durch Bojen wird im See der Wasserbereich des Sandstrands abgegrenzt werden.

 

Zum Hinlegen entsteht zudem ein „Holzdeck“, neue Pflanzen sollen für eine naturnahe Gestaltung sorgen. Sonnenschirme sind nicht vorgesehen. Das Wasserwirtschaftsamt verspricht sich aber welche, wenn die geplante neue Gaststätte errichtet wird. Laut Wirtschaftsreferat gibt es dafür mehrere Bewerber, offen ist aber noch, wer den Zuschlag bekommt und wann die Arbeiten beginnen.

Höhere Fließgeschwindigkeit

Rund 500.000 Euro kostet der Sandstrand. Bauherr ist der Freistaat Bayern, während der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) den Uferbereich pflegen wird. Mit dem auf Kinderspielplätzen bewährten „Sandmaster“-Gerät soll der Bereich regelmäßig gereinigt werden.

Vom Sandstrand wird laut Fitzthum auch der Wöhrder See selbst profitieren. Denn der vergrößerte Uferbereich soll dazu beitragen, dass sich die Fließgeschwindigkeit im See erhöht, was als maßgeblich gilt, um das Verlanden des kränkelnden Gewässers dauerhaft zu verhindern.

Im Frühjahr 2013 hat das Ausbaggern des Wöhrder Sees begonnen. Die ersten 50000 Kubikmeter will das Wasserwirtschaftsamt bis Ende Juli beseitigt haben. Die gleiche Menge muss danach noch im unteren Teil des Wöhrder Sees umgemodelt werden. Insgesamt sind inzwischen 16 Millionen Euro für die neue Wasserwelt veranschlagt.

 

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