Stromautobahn durch Franken und die Oberpfalz
Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion plant eine Starkstromtrasse, die sich quer durch Franken ziehen könnte.

Mehrere Leitungsvorhaben durch die Region Nürnberg erhitzen die Gemüter: Zum einen der Korridor D, auch Süd-Ost-Passage genannt. Diese Gleichstromleitung soll von Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt) bis Isar bei Landshut verlaufen. Ursprünglich sollte der Übertragungsnetzbetreiber Amprion die Trasse bauen, er bevorzugte einen Korridor, der quer durch Ober- und Mittelfranken sowie durch die Oberpfalz führen sollte. Nach gesetzlichen Änderungen hat nun der Übertragungsnetzbetreiber Tennet die Planungen übernommen, bisher ist der Verlauf noch unklar. Allerdings soll die Leitung primär als Erdkabel verlegt werden. Nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber soll mit dieser Leitung der Energietransport nach Süddeutschland gesichert werden, da der Ausbau erneuerbarer Energien vor allem im Norden und Osten Deutschlands voranschreitet. Viele Bürgerinitiativen glauben aber nicht an die Notwendigkeit der Trasse. Auch für große Diskussionen sorgt die so genannte P53: Diese Wechselstromleitung verläuft von Raitersaich (Landkreis Fürth) über Ludersheim (Landkreis Nürnberger Land) nach Altheim (Niederbayern). Sie wird, das hat der Gesetzgeber schon beschlossen, von 220kV auf 380kV aufger üstet. Noch nicht beschlossen, aber von den Übertragungsnetzbetreibern anvisiert, ist die Aufrüstung der so genannten P44 mod im Wechselstromnetz ebenfalls von 220kV auf 380 kV. Sie führt von Schalkau (Thüringen) nach Ludersheim. Allerdings überspannen die bisherigen Verläufe sowohl der P53 als auch der P44mod diverse Ortschaften, auch deswegen rührt sich Widerstand.