17 Tore in zwei Spielen

Erfolgreiche Tests und ein Abgang im Trainerteam - das tut sich im Schatten der EM beim Club

6.7.2024, 19:07 Uhr
Miroslav Klose gibt im Test gegen die SpVgg Ansbach Anweisungen.

© IMAGO/Sportfoto Zink Miroslav Klose gibt im Test gegen die SpVgg Ansbach Anweisungen.

Er ist nach Can Uzun der wohl prominenteste Abgang des Sommers beim 1. FC Nürnberg - zumindest für die Fans: Nach vier Jahren als Co-Trainer des 1. FC Nürnberg zieht es Frank Steinmetz zurück in die Heimat. Der 54-Jährige, der im Juli 2020 unmittelbar vor den Relegationsspielen gegen Ingolstadt zum Club gekommen war, wechselt mit sofortiger Wirkung zum SV Wehen Wiesbaden. Das hat der Verein auf seiner Homepage bekannt gegeben. Damit geht ein langjähriger Baustein im Trainerteam heimlich, still und leise. Bei den Hessen startete Steinmetz einst seine Trainerkarriere im Profibereich. Beim SVWW wird er sich erneut in der zweiten Reihe als Co-Trainer einreihen.

Sportvorstand Joti Chatzialexiou kommentiert: "Auch wenn wir seine Qualitäten sehr schätzen, haben wir uns dazu entschieden, seinem Wunsch nachzukommen und ihm die Freigabe zu erteilen." Frank Steinmetz bedankt sich brav bei den Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg. "Es waren vier sehr intensive und abwechslungsreiche Jahre und es erfüllt mich mit großem Stolz, Teil eines so traditionsreichen Vereins gewesen zu sein", so Steinmetz. Er drücke dem Club auch in Zukunft die Daumen, beendete der scheidende Co sein Statement.

Zwei Siege in zwei Testspielen

Währenddessen stecken Cheftrainer Miro Klose und seine Mannschaft mitten in der Saisonvorbereitung - und verbreiten dabei vorsichtigen Optimismus unter den leidgeplagten Clubfans. Zwei Testspiele standen bisher auf dem Sommerfahrplan. Zur Klose-Premiere gegen Bezirksligist Hersbruck gab es ein 13:0-Schützenfest. Im zweiten Vorbereitungsspiel bekam es der FCN dann mit Regionalligist Ansbach zu tun. Am Donnerstagabend stand ein solides 4:1 in den Büchern. Die SpVgg zeigte gerade in den ersten 45 Minuten eine sehr ansprechende Leistung. Die Gastgeber standen kompakt und ließen dem Club wenig Räume. Zur Pause wechselte Klose dann komplett durch und wurde Zeuge, wie seine Wechselgarnitur besser zurechtkam. Speziell Benjamin Goller hinterließ vor 3500 Zuschauern seine Spuren: So erzielte der Außenstürmer erst das 2:1, ehe er mit seinem Freistoß das 3:1 einleitete.

"Ich will sehen, was das Naturell der Mannschaft ist, um dann ins Detail zu gehen", hatte Klose vor den Tests gesagt. Mit der Ausbeute von insgesamt 17 Toren in zwei Partien sollte der WM-Rekordtorschütze gute Ansätze dafür haben. Knapp einen Monat hat er noch Zeit, seine Mannschaft auf den Zweitliga-Start vorzubereiten. Für den Club, der Anfang August in Karlsruhe in die neue Pflichtspiel-Saison startet, geht es am 13. Juli in Roth mit dem Testspiel gegen Drittligist 1860 München weiter.

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