Nach Ende der Aufstiegshoffnungen

Urlaubsmodus: FCN verliert mit 0:3 in Kiel

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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8.5.2022, 15:28 Uhr
Ausgebremst: Tom Krauß mussten in seinem letzten Auswärtsspiel für den Club in der Pause raus.

© Sportfoto Zink / Daniel Marr Ausgebremst: Tom Krauß mussten in seinem letzten Auswärtsspiel für den Club in der Pause raus.

Eine veränderte Blickweise auf den 1. FC Nürnberg hat der Trainer Robert Klauß kürzlich wahrgenommen und vielleicht auch deshalb seinen Vertrag verlängert. Positiver würden die Menschen auf den Club blicken, auch wenn der sich mit einem erstaunlichen 2:4 gegen Sandhausen selbst aus dem Aufstiegsrennen der zweiten Liga genommen hatte. Klauß freut sich darüber, wusste aber auch, dass der Optimismus der Franken nicht so weit geht, dass sie vor dem Auftritt in Kiel noch einmal zu rechnen begonnen hätte.

Punktemäßig hätte der Club ja noch Dritter werden können an den letzten beiden Spieltagen, hätte dafür aber gefühlt so viele Tore schießen müssen wie im bisherigen Saisonverlauf. Also war der Ausflug zu Holstein Kiel eher eine nette Abschlussfahrt nach einer gelungenen Saison - immerhin 1000 Nürnberger Anhänger nahmen die Einladung an.

Sie sahen einen Club, der nicht mehr mit letzter Konsequenz Fußball spielen konnte und deshalb am Ende sehr verdien mit 0:3 verloren hatte.

Auf vier Positionen hatte Robert Klauß seine Startelf im Vergleich zum 1:1 beim FC Sankt Pauli verändert. Für Pascal Köpke, Lino Tempelmann, Johannes Geis und den verletzten Asger Sörensen begannen Fabian Nürnberger, Nikola Dovedan, Mats Möller Daehli und Erik Shuranov. Es entwickelte sich eine Partie, die nicht unbedingt Sommerfußball bot, aber der die letzte Intensität verständlicherweise etwas abging.

Der Club begann mutig und engagiert in de Zweikämpfen, entwickelte aber kaum einmal wirklich Gefahr in Richtung des Kieler Tores. Etwas zielstrebiger traten da die Hausherren auf und wurden nach 14 Minuten belohnt. Tom Krauß verlor in seinem letzten Auswärtsspiel für den Club den Ball im Spielaufbau, zwei Stationen später durfte Steven Skrzybski relativ unbedrängt zum 1:0 treffen.

Dann doch ein Sommerkick

Der Club versuchte sich an einer Reaktion, wirklich gefährlich aber wurde er nicht: Nikola Dovedans Kopfball aus sieben Metern geriet zu hoch (20.). Es blieb dennoch eine schwungvolle Partie, in der Kiel kurz vor der Pause das 2:0 gelang. Eine unaufmerksame Club-Abwehr hatte Julian Korb aus den Augen verloren und der Rechtsverteidiger durfte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drücken (41.).

Nach der Unterbrechung durften sich Manuel Schäffler und Tempelmann anstelle von Krauß und Schuranov versuchen. Dumm für die beiden Neuen: Spätestens jetzt hatte sich der Club den Verlockungen des Sommerkicks hingegeben. In Ballbesitz sah das alles ganz nett aus, es entstand nur weiterhin keine Gefahr für das Tor der Kieler. Auf der anderen Seite reichten nach 63 Minuten eine Flanke und eine Ablage, um Lewis Holtby das 3:0 zu ermöglichen.

Dass es auch noch um Geld ging und den Platz in der TV-Tabelle, war dem Club an diesem Nachmittag kein ausreichender Antrieb. Vielleicht verständlich, wenn das große Ziel so kurz vor dem Ende aus den Augen gerät. Nur die positive Sichtweise auf den Club, die dürfte hier und da kurzfristig wieder etwas ins Wackeln gekommen sein.

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