Donnerstag, 22.04.2021

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Entscheidende Duelle verloren: FCN hadert mit Bochum-Pleite

Selbstkritische Aufarbeitung des 1:3 in Bochum - 16.01.2021 17:10 Uhr

Die entscheidenden Duelle konnte der FCN gegen Bochum nicht gewinnen.

16.01.2021 © Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr


Vorab hatten sie sich beim 1. FC Nürnberg an vorsichtigem Optimismus versucht. Nach dem Remis gegen den Hamburger SV wollte man mit Selbstbewusstsein auch der nächsten Spitzenmannschaft begegnen. Man sei inzwischen in der Lage, mit solchen Mannschaften mitzuhalten, sagte Trainer Robert Klauß vor der Partie.

Nach dem Spiel beim VfL Bochum hatte sich an dieser Einschätzung nichts ändern müssen - trotz der 1:3-Niederlage. Der Club hatte im Ruhrstadion tatsächlich mitgehalten, war phasenweise sogar die leicht bessere Mannschaft und hatte am Ende doch zurecht verloren. Um ein Spiel gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel zu gewinnen, muss beim 1. FC Nürnberg des Jahres 2021 sehr viel richtig laufen - diesmal ging zu viel schief.

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Tief im Westen, wo der FCN dem VfL Bochum unterliegt

Wie einst Herbert Grönemeyer sang: "Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt" - diesmal für den 1. FC Nürnberg, der dem gastgebenden VfL Bochum unterliegt. Trotz Club-Führung steht am Ende ein 3:1 für den Ruhrpott-Klub auf der Anzeigetafel an der Castroper Straße, vielleicht auch, weil unter anderem Manuel Schäffler äußerst fahrlässig mit den FCN-Chancen umgegangen ist.


Schäffler mit Chancen - die nicht rein gehen

Am deutlichsten zeigte das der Angreifer Manuel Schäffler auf. Dass es beim Club im Vergleich zur Vor-Saison beinahe schon sorgenlos zugeht, liegt auch am Neuzugang. Schäffler, vom SV Wehen Wiesbaden verpflichtet, hat den 1. FC Nürnberg sicherer gemacht. Der Angreifer strahlt Ruhe aus auch in unübersichtlichen Situationen und daran wachsen seine Mitspieler - meistens jedenfalls. In Bochum agierte Schäffler unglücklich. Zwar erzielte er nach Vorarbeit von Robin Hack seinen siebten Saisontreffer, allerdings hätte im zweiten Durchgang zwingend der achte folgen müssen.

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1:3 in Bochum: Vierer-Regen beim FCN - nur Hack hebt sich ab

Zwischenzeitlich sieht es für den Club an der Castroper Straße ganz gut aus. Der FCN führt bei im Zweitliga-Klassement weit oben notierten Bochumern dank Manuel Schäffler. Da Nürnbergs Torjäger keine zweite Glocke glückt und die Druck- und Drohkulisse des VfL zu groß wird, verlassen die Rot-Schwarzen das Revier allerdings ohne Zähler. Und auch an Ihrer Benotung kann sich der auswärts geschlagene Club nicht erfreuen.


Nach feiner Vorarbeit von Sarpreet Singh durfte sich Schäffler aus kürzester Distanz an der neuerlichen Führung versuchen und scheiterte. Es war nicht die einzige Gelegenheit, die Schäffler an diesem Nachmittag vergab, was man mit etwas Wohlwollen schon auch als Kompliment für das Nürnberger Offensivspiel hätte werten können. Auf Komplimente hatten sie aber keine Lust beim Club.

Schäffler: "Ich muss das 2:1 machen"

"Ich muss das 2:1 machen, dann läuft das Spiel anders", sagte der unglückliche Schäffler über diese Szene in der 65. Minute. Seine Kollegen sahen das wahrscheinlich ähnlich, hatten aber ausreichend Größe, um Schäffler nicht zum Schuldigen zu machen. "Wenn wir besser verteidigen, nehmen wir hier heute auch etwas mit", sagte Innenverteidiger Lukas Mühl und hatte natürlich recht.

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Traumtor-Tesche erschüttert den FCN! Nürnbergs Lieblingsverein muss an der Castroper Straße eine bittere 1:3-Niederlage quittieren. Unglücklich oder verdient verloren? Die Fans sind sich da zwar uneinig, aber trotzdem enttäuscht. Wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt...


Sein Trainer sah es ähnlich. "Wir haben die entscheidenden Duelle verloren, das waren die Knackpunkte", sagte Klauß. Und über das Ergebnis sagte er noch: "In der Summe war das verdient." Auch da wollte niemand widersprechen. Mitgehalten hatten sie wieder - bald wird ihnen das nicht mehr genügen.

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Hack als FCN-Lichtblick - sonst eher durchwachsene Zensuren

Bei der 1:3-Niederlage des 1. FC Nürnberg beim VfL Bochum an der Castroper Straße ist Club-Dribbler Robin Hack mit der Note 2,5 der Lichtblick in der Klauß-Truppe - der Rest muss sich mit eher durchwachsenen Zensuren zufrieden geben. Aber Note 2,5? Ja, genau. Der Genauigkeit halber gibt es seit dieser Partie Halbnoten-Schritte - diesmal von NN-Sportredakteur Wolfgang Laaß.



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