Dienstag, 27.10.2020

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Europapokal? 1:0-Sieg gegen Sandhausen lässt Fans träumen

Der Club setzt sich dank Mühls Kopfballtor gegen den SVS durch - 28.09.2020 08:42 Uhr

Lukas Mühl erzielte gegen den SV Sandhausen das Sieg-Tor.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Uwe Koschinat ist ein recht robuster Mann mit einer recht robusten Stimme. Man hat das am Sonntagnachmittag im Max-Morlock-Stadion ganz gut beobachten können. Es waren zwar wieder Zuschauer dabei, als der 1. FC Nürnberg und der SV Sandhausen Zweitliga-Fußball spielten, aber eben nur 6.505 Zuschauer, weshalb man Koschinat gut hören und sehen konnte.

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Richtungspfeile und Desinfektion: Die Fans kommen zurück zum FCN

Am Sonntag steigt im Max-Morlock-Stadion das erste Heimspiel des 1. FC Nürnberg mit Fan-Unterstützung während der Corona-Pandemie. Fast 10.000 Zuschauer können das Spiel von den Rängen aus verfolgen - natürlich nur unter Einhaltung der bekannten Hygiene- und Verhaltensrichtlinien. Desinfektionsspender, Abstandserinnerungen auf dem Boden und Richtungspfeile - so bereitet der Club seine Heimspielstätte auf das Spiel vor.


Der Trainer des SV Sandhausen tat allerdings auch viel dazu, dass man ihn sah und hörte, weil er das Spiel seiner doch sehr robusten Mannschaft an der Seitenlinie sehr engagiert verfolgte. Engagiert und unzufrieden. 0:1 unterlag der mit einem Sieg gegen Darmstadt gestartete SVS sehr verdient dem oberflächlich betrachtet gar nicht so robust daherkommenden Club.


Erster Heimsieg nach acht Monaten: Das sagen die FCN-Profis


Als die Niederlage feststand, wurde aus dem lauten Koschinat ein intelligenter und ruhiger Analyst des Spiels. "Wir müssen nicht lange drumherum reden, dass der Sieg verdient ist", sagte Koschinat, "in einem sehr intensiven Spiel war der Club in einem Teilbereich klar überlegen: den Torabschlüssen."

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Sieg bei Fan-Rückkehr: Die FCN-Profis in der Einzelkritik!

Die Fans sind zurück - und damit auch der Erfolg beim 1. FC Nürnberg: Mit 1:0 gewinnt der Club sein Heimspiel vor Zuschauern gegen den SV Sandhausen. Zuvor hatte man aber auch ordentlich Glück. Hier kommen die Zensuren - so hat der Experte die Profis gesehen:


Das war sehr richtig, in der Statistik standen hinterher 26 Nürnberger Versuchen, ein Tor zu erzielen, sieben der Sandhäuser entgegen. Dass von diesen 26 Versuchen nur einer auch den Weg ins Tor gefunden hatte, lag unter anderem am sehr talentierten Martin Fraisl im Sandhäuser Tor, war den Nürnbergern am Ende aber auch nicht mehr als eine kuriose Randnotiz.


Nach Heimsieg vor Publikum: Das sagen die Club-Fans zum Spiel


"Wir haben es heute über die Quantität gelöst", sagte mit Blick auf die Chancen Nürnbergs Trainer Robert Klauß, der seinen ersten Pflichtspielsieg mit dem neuen Verein feiern durfte. "Ein wunderschönes Gefühl", nannte Klauß diesen Umstand. Ein Gefühl, das noch dadurch verstärkt wurde, dass sich erstmals wieder ein Publikum mitfreuen durfte.

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Gesänge, Choreo, Gänsehaut! Die Club-Fans sind erstmals zurück im Stadion

Darauf haben alle Anhänger des FCN so sehnsüchtig gewartet: Erstmals seit der weltweiten Corona-Pandemie durften wieder Fans ins Stadion nach Nürnberg zurückkehren - und die gaben direkt alles! Hier kommen Bilder, die endlich wieder nach Fußball mit Fans aussehen und Gänsehaut auslösen.


Und das tat es. Seit Februar hatte der 1. FC Nürnberg kein Zweitligaspiel mehr im Max-Morlock-Stadion gewinnen können. Dass es diesmal klappen würde, war zumindest zehn Minuten lang zweifelhaft. Zweimal musste Torwart Christian Mathenia in dieser Phase einen Rückstand verhindern. Erst dann begann die wieder einmal neu formierte Mannschaft das zu zeigen, was Klauß vorab angekündigt hatte: einen verbesserten Plan im Offensivspiel.

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Unter Cluberern: So sahen die Fans das erste Spiel mit Publikum

Zum ersten Heimspiel der Saison gab es im Max-Morlock-Stadion wieder Fangesänge. Die Club-Fans hatten nach dem Spiel gegen die Sandhäuser auch allen Grund zum jubeln. Nach dem ersten Heimsieg sind die Stadionbesucher zufrieden mit der Leistung des Clubs.


Die Nürnberger waren zwar dem Gegner körperlich unterlegen, das spielte aber bald keine Rolle mehr. Schleusener prüfte Fraisl nach sechs Minuten das erste Mal und eröffnete so eine Partie, in der Sandhausen nur noch einmal gefährlich wurde: Nach 62 Minuten spitzelte Mathenia mit dem Fuß einen Versuch von Daniel Keita-Ruel noch an den Außenpfosten. Davor sah man engagierte Nürnberger, danach auch glückliche.

Folge 61: Der 1. FC Nürnberg und die Rückkehr der Fans

Die Stimmung im Stadion wurde immer besser und hätte nach 75 Minuten schon einen weiteren Höhepunkt erreichen können, hätte Innenverteidiger Lukas Mühl nicht im gegnerischen Strafraum zu verdutzt reagiert, als ihm ein Eckball vor die Füße fiel.

Immerhin: Mühl war nun vorbereitet – und als eine weitere Flanke nach 77 Minuten auf seinem Kopf landete, traf er zur Führung. "Einen Befreiungsschlag", nannte Klauß diesen Treffer. Das Publikum sah das ähnlich – und sang das Lied vom "Europapokal". Den zu erreichen ist in dieser Saison tatsächlich nicht mehr möglich, dass aber nach einem fürchterlichen Fußball-Jahr mal wieder ein schöneres folgen könnte für den Club und seine Anhänger, dieser Eindruck verfestigte sich am Sonntag.

Als sich Sandhausen mit Macht, aber ohne große Ideen um den späten Ausgleich bemühte, da blieb die Nürnberger Defensive größtenteils gelassen. Der eingewechselte Sarpreet Singh hätte diese Gelassenheit noch größer werden lassen können, scheiterte aber freistehend vor und an Fraisl (89.). Am Ende war es egal und durften die anderen Nürnberger zur zufriedenen, aber nach wie vor demütigen Analyse ansetzen.

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Mühl, Kopf, Sieg - Die Bilder zum Nürnbergs Heim-Auftakt

Endlich wieder Fans, endlich wieder Heimsieg - so lässt sich die Partie des 1. FC Nürnberg gegen den SV Sandhausen zusammenfassen. Dank deutlicher Leistungssteigerung im Vergleich zum Ligaauftakt in der Vorwoche, fährt der Club einen verdienten Sieg ein. Lukas Mühl entschied das Spiel in der 77. Minute per Kopf. Hier finden Sie die Bilder zum FCN-Heimauftakt.


"Es fehlen schon noch ein paar Details", sagte zum Beispiel Mühl und meinte damit genau so wie sein Trainer die Offensive. Einen "etwas ruhigeren Abschluss", sagte Klauß, hätte er sich in manchen Momenten gewünscht von seinen Spielern, wusste aber auch: "Da braucht man Selbstvertrauen."


Pfosten-Glück, dann Mühl-Wucht: Der FCN-Liveticker zum Nachlesen!


Das ist am Sonntag immerhin wieder ein wenig gewachsen angesichts der Leistung über weite Strecken der Partie. Uwe Koschinat fasste sein Lob für den Club dann noch einmal so zusammen: "Wir waren oft gefangen am eigenen Strafraum." Europapokal.


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Mittelmäßig zum SVS-Sieg: So haben Sie die FCN-Profis bewertet!

Das 1:0 gegen den SV Sandhausen war zwar kein wirkliches Ausrufezeichen, aber immerhin ein Dreier. Bei Sonnenschein und endlich wieder vor den Augen der eigenen Fans konnte der Club jubeln, die meisten Spieler jedoch nicht so ganz überzeugen. Allein Lukas Mühl und Fabian Nürnberger stellten die User zufrieden, der Rest der Mannschaft ist vor allem Mittelmaß - nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. So haben Sie die FCN-Profis gegen Sandhausen bewertet.


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