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"Keine Erklärung": Mathenia ärgert sich über den Club

Nach dem nächsten schwachen Auftritt geht der Torwart auf Ursachenforschung - 15.04.2021 04:55 Uhr

Ärgerlich: Christian Mathenia hatte in Würzburg Puls.

11.04.2021 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Am frühen Montagnachmittag war der Puls von Christian Mathenia schon wieder auf Ruheniveau angekommen. Betont gelassen schilderte der Torwart des 1. FC Nürnberg da seine Sicht der Dinge. Die Dinge das hieß da noch: Seine Vermutungen, ob das Spiel gegen Holstein Kiel würde stattfinden können und was für ein Gegner das im Fall der Fälle aus der Corona-Quarantäne heraus im Max-Morlock-Stadion auftauchen würde.

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"Was mit Kiel passiert, darf uns nicht beschäftigen", sagte also Mathenia und musste sich am Abend dann doch noch damit beschäftigen, was mit Kiel passiert. Die dürfen nämlich erst einmal nicht raus aus der Quarantäne und fallen damit als Gegner aus für den 1. FC Nürnberg am Samstag. Ein spielfreies Wochenende also für Mathenia und den Club. Eines, das er so verbringen wird wie so viele Tage seit der Pandemie – in der selbstgewählten Isolation. "Ich halte mich extrem an die Regeln, so wie die meisten anderen Menschen es auch tun", sagt Mathenia, "wir wollen diese Saison zu Ende bringen."

Zweikämpfe entscheiden's

Das müssen sie jetzt dann erst wieder ab Dienstag, wenn sie bei Erzgebirge Aue spielen wollen – und sie müssen es unter weiterhin auch sportlich erschwerten Bedingungen tun. Das mit der Ruhe wie am Montag war bei Mathenia ja einen Tag zuvor noch ganz anders. Da haben sie – nach zwei ordentlichen Auftritten – in der Partie bei den Würzburger Kickers mal wieder nicht ganz so überzeugend ausgesehen. "Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben dann den Zugriff verloren"“, sagt Mathenia. So hat er von ganz hinten so einige Situationen erlebt, die der Gelassenheit nicht zuträglich waren. "Mein Puls war das ganze Spiel über hoch", sagt Mathenia. Das lag unter anderem an der Szene, in der Lukas Mühl eine Kopfballrückgabe misslungen war – es gab aber auch andere Dinge, die sich Mathenia hätte besser gelöst vorstellen können.

Woran der seltsame Auftritt lag? Mathenia weiß es nicht gänzlich zu beantworten. "In den letzten Spielen haben wir die Zweikämpfe sehr gut angenommen und deshalb auch richtig gut gespielt. In Würzburg haben wir dann nur knapp über 30 Prozent unserer Zweikämpfe gewonnen", sagt er, "darüber macht man sich natürlich Gedanken, aber eine richtige Erklärung habe ich nicht."

Selbst ein Vorbild gegen Aue

Immerhin hat er die Hoffnung, dass es schon in Aue wieder besser läuft für die gesamte Mannschaft. Er selbst hat ja bewiesen, dass er sich auf ordentlichem Niveau stabilisieren kann in seinen Leistungen. Die letzte ausführliche Torwart-Diskussion beim FCN ist jedenfalls schon zweieinhalb Monate her. Damals unterlag der Club krachend Hannover und sorgte Mathenia mit seinen Fehlern dafür, dass der Puls der Fans in die Höhe ging. Jetzt beschäftigt er das Publikum gerade nicht – ein gutes Zeichen für Torhüter.

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