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Mathenia + FCN = Heimsieg: "Darum steht er ja im Tor"

Keeper sichert dem Club den Jahresabschluss-Dreier und blickt nach vorn - 22.12.2020 05:45 Uhr

Den musst du erst einmal halten: Christian Mathenia sorgte beim rot-schwarzen Weihnachtsspiel gegen Aue dafür, dass der gastgebende Club nicht schon früh in Rückstand geriet.

21.12.2020 © Sportfoto Zink/DaMa


Ein schönes Bild war es, das der 1. FC Nürnberg am letzten richtigen Arbeitstag des Jahres 2020 lieferte. Christian Mathenia, der zweitälteste der Startelf-Spieler gegen Erzgebirge Aue, ging da mit Noel Knothe, dem zweitjüngsten der Startelf-Spieler gegen Aue, vom Platz. Beide lächeln, eine harmonische Momentaufnahme, die ein wenig versöhnen konnte mit diesem Jahr.

Probleme und Rettungskräfte

Es war 2020 ein Jahr der Probleme für den Club. Eher kein Problem war dabei, dass sich junge und ältere Spieler oder zweitjüngste und zweitälteste Spieler nicht ausstehen konnten. Trotzdem war es nett, dieses generationenübergreifende Glück noch einmal zu sehen am Sonntag.

Folge 75: Ein versöhnliches Ende

1:0 hatten sie den FC Erzgebirge bezwungen, ein knappes Ergebnis und vor allem eines, das tatsächlich die Defensive zu retten half – auch Knothe, der derzeit den Aushilfsrechtsverteidiger gibt, und der Torwart Mathenia also. Vor allem der Torwart Mathenia.

Von dem waren sie nach der Beinahe-Havarie im Sommer und dem gerade noch abgewendeten Abstieg in die 3. Liga am Valznerweiher offenbar nicht mehr komplett überzeugt. Deshalb haben sie Mathenia noch den Torwart Christian Früchtl an die Seite gestellt - obwohl sie mit Andreas Lukse und Patric Klandt ja eigentlich ausreichend Konkurrenz im Team hatten. Und weil Früchtl erstens als großes Talent gilt und zweitens vom FC Bayern München ausgeliehen ist, rechnete die Mehrheit der Beobachter damit, dass nach einem sehr guten Erstliga-Jahr und einem bescheidenen Zweitliga-Jahr Mathenia sein drittes Jahr in Nürnberg auf der Ersatzbank beginnen würde.

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Er tat es nicht: Mathenia setzte sich in der Vorbereitung gegen Früchtl durch. Ein Ansporn, sagte Mathenia kurz danach, sei die Verpflichtung des jungen Kollegen gewesen. Eine Verpflichtung, die er mit Souveränität hingenommen hat, wenn man seinem Trainer glaubt. "Unsere Torhüter sind eine gute Gemeinschaft", sagte Robert Klauß jetzt nach dem Spiel gegen Aue.

Er hatte im Satz zuvor zumindest versucht, einen aus der Gemeinschaft zu loben. "Eine solide Leistung" attestierte er Mathenia da in den ersten 13 Zweitliga-Spielen der neuen Saison. Torhüter-Gemeinschaften sind fragile Gebilde, vielleicht darf man da einen nicht zu sehr loben als Trainer, selbst wenn derjenige gerade sehr maßgeblich zu einem Sieg beigetragen hat.

Jetzt reicht's

"Man sieht ja, dass wir in jedem Spiel unsere Tore machen, nur reichen die im Moment nicht." Das hat Christian Mathenia vor ein paar Wochen gesagt. Nach einem Spiel, in dem sie sogar zwei Tore gemacht hatten, es aber nicht gereicht hatte, weil die Spielvereinigung aus Fürth im Derby eben drei gemacht hatte.

Jetzt, gegen Aue, hat ihnen das eine von Robin Hack gereicht - weil Mathenia keines zugelassen hat. In der ersten Minute rettete er großartig gegen Florian Krüger, nach 21 Minuten gegen den alleine auf ihn zustürmenden Calogero Rizzuto.

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"Ein starker Rückhalt", sagte Klauß diesmal über Mathenia, wollte das aber wieder nicht so alleine da stehen lassen und ergänzte: "Da freuen wir uns darüber, aber darum steht er im Tor." Mathenia sieht das vielleicht ähnlich, der Sonntag war ihm aber dennoch wichtig, um das Jahr gut ausklingen lassen zu können: "Ich bin froh, dass ich der Mannschaft heute auch helfen konnte."

Ein flüsternder Antreiber

Er selbst sieht diese Mannschaft auf einem guten Weg, orientiert sich dann jedoch in Sachen Lob an seinem Trainer: "Diese Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen und wollen wir weiter vorantreiben." Vielleicht waren das auch die Worte, die er am Sonntagnachmittag lächelnd seinem jungen Kollegen Noel Knothe zugeflüstert hat auf dem Weg in eine ganz okaye Winterpause.

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