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Plötzlich wieder wichtig: Margreitters Club-Rückkehr

Das bemerkenswerte Comeback des Mentalitätspielers - 03.03.2021 05:49 Uhr

Unnachgiebig im Zweikampf: Georg Margreitter war nicht nur in dieser Szene vor dem Braunschweiger Nick Proschwitz am Ball.

28.02.2021 © Sportfoto Zink / Daniel Marr


Es ist in letzter Zeit ziemlich ruhig geworden um Georg Margreitter, allerdings nur neben dem Fußball-Platz. Auf dem Fußball-Platz präsentiert er sich gerade lauter denn je, wahrscheinlich hört man ihn in einem ziemlich leeren Stadion aber auch einfach nur viel besser als früher.

Der Spieler-Trainer stabilisiert die Abwehr - und Mühl

Am Sonntag, beim 0:0 gegen Eintracht Braunschweig, organisierte er seine Defensive erneut aufmerksam bis streng. Wenn dem Österreicher etwas missfällt, sagt er das auch und ist seinen Kollegen da hinten deshalb eine Art Spieler-Trainer. Auch Robert Klauß gefällt das impulsive Coaching des Innenverteidigers, der in seiner sechsten und wahrscheinlich letzten Saison beim 1. FC Nürnberg plötzlich wieder ausgesprochen wichtig ist.

Mit ihm in der Startelf hat der Club 2020/21 erst vier Gegentore kassiert, in fünf Spielen, nach den letzten beiden stand sogar jeweils die Null. Ohne Margreitter: 30 in 18 Spielen. Das mag Zufall sein, könnte aber auch daran liegen, dass der 32-Jährige mit seiner Mentalität einfach mitreißen kann. Lukas Mühl zum Beispiel, der sich nach einem äußerst wackligen Auftritt gegen St. Pauli schnell wieder gefangen hat. Auch dank Margreitter.

Folge 85: Alles Kopfsache

Sörensen ist einsatzbereit

"Georg hat viel Erfahrung, da weiß man als Nebenmann, was man bekommt“, das sagte Mühl bereits nach dem 1:0 in Karlsruhe, "grundsätzlich müssen aber alle elf zusammenarbeiten."

So ähnlich sieht das auch ihr Chef, der äußerst ungern Einzelne hervorhebt, auch Margreitter nicht.

Eigentlich hatte sich Klauß ja auf das Pärchen Mühl/Sörensen festgelegt, musste gegen St. Pauli nach dem Zehenbruch des Dänen aber zur Pause umdisponieren.

Jetzt ist Sörensen wieder fit - muss sich aber, wie es aussieht, erst mal hinten anstellen. So wie sich Margreitter über Monate hinten anstellen musste, wenngleich er wegen der einen oder anderen Verletzung zehn Mal nicht im Aufgebot stand. Wenn er gebraucht wird, ist Margreitter, sofern dienstfähig, aber einfach da.

"Georg hat gut gespielt, hatte viele Kopfballduelle, hat auch in der Box gut verteidigt", so Klauß noch am Sonntag über seinen Routinier, dessen Stärken und Schwächen hinlänglich bekannt sind, mittlerweile auch dem lediglich vier Jahre älteren Trainer. Muss Margreitter kurz hinter der Mittellinie in ein Sprintduell, sieht er meist nicht so gut aus, dafür umso besser im Strafraum und ein paar Meter davor.

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In der Luft? Eine Bank

Eine kompakte Aufstellung bei Ballbesitz des Gegners kommt aber nicht nur Margreitter entgegen, sondern der ganzen Abwehrkette. Sind die Abstände zwischen den einzelnen Linien eng, bleibt wenig Raum für Kombinationen und wussten sich die Braunschweiger am Sonntag häufig bloß mit hohen und weiten Schlägen nach vorn zu helfen. Wo Margreitter nur darauf wartete, wieder hochsteigen zu können.

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