Tor-Debüt für Neu-Fürther

1:1 in Ingolstadt: Kleeblatt wartet weiter auf ersten Testspiel-Erfolg

18.7.2021, 07:34 Uhr
Erstes Tor im Kleeblatt-Trikot: Max Christiansen traf in Ingolstadt zum Ausgleich.

Erstes Tor im Kleeblatt-Trikot: Max Christiansen traf in Ingolstadt zum Ausgleich. © Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Melanie Zink

Beim letzten Besuch aus Mittelfranken fuhr der FC Ingolstadt 96 Minuten lang mit der Gefühlsachterbahn. Vor fast genau einem Jahr sah der FCI im Relegationsspiel gegen den 1. FC Nürnberg wie ein baldiger Zweitligist aus - doch dann kam die 96. Minute und Fabian Schleusener grätschte den Ball ins Ingolstädter Tor. Der Club blieb in der zweiten, Ingolstadt in der dritten Liga.

Mit einem Jahr Verspätung hat Ingolstadt es geschafft, das Testspiel gegen die Spielvereinigung am Samstagnachmittag stilisierten sie deshalb zum "Duell der Aufsteiger" hoch. Eine Woche vor dem Zweitliga-Auftakt trat der FCI mit seiner besten Elf an, nach 90 Minuten endete die Generalprobe gegen den künftigen Bundesligisten 1:1.

Beim Kleeblatt feierte Neuzugang Gideon Jung neben Maximilian Bauer sein Debüt in der Innenverteidigung - und tat sich dabei noch schwer. Bereits nach drei Minuten sah er die gelbe Karte, kurz darauf brachte er Marius Funk im Fürther Tor mit einem unsauberen Rückpass in Bedrängnis, wurde vom Schiedsrichter ermahnt - und verursachte mit einem Foul einen Strafstoß für Ingolstadt. Den verwandelte Stefan Kutschke nach 34. Minuten zum 1:0.

Fein gibt sein Debüt

Es war eine verdiente Führung, auch zuvor hatten es die Gastgeber immer wieder gefährlich in den Fürther Strafraum geschafft. Doch am starken Marius Funk, der das Spiel immer wieder von hinten aufbaute, kamen sie nicht vorbei. Nach zwei eher durchwachsenen Tests, in denen er viel probierte, setzte Stefan Leitl diesmal auf eine Mannschaft, die so auch in der Bundesliga auf dem Platz stehen könnte.

Neuzugang Adrian Fein feierte auf der Sechserposition ein vielversprechendes Debüt und dirigierte die offensiven Bemühungen, auch das Spiel über die hochstehenden Außenverteidiger Meyerhöfer und Itter funktionierte besser als zuletzt. Der Ausgleich aber resultierte aus einer Einzelaktion: Max Christiansen zog nach einem Pass von Hrgota aus 18 Metern ab und traf mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:1 (37.).

Zur Pause tauschte das Kleeblatt wieder munter durch, der kürzlich verpflichtete Justin Hoogma streifte sich in der Halbzeit erstmals das weiß-grüne Trikot über. Der neue Innenverteidiger redete im zweiten Durchgang sehr viel, dirigierte seine Neben- und Vorderleute - und deutete mit seiner Zweikampfstärke an, dass er dem Kleeblatt ein neuer Abwehrchef sein will.

Mit den weiteren Wechseln nach gut einer Stunde stellte die Spielvereinigung um, unter anderem bildeten Nils Seufert und Christiansen eine Doppel-Sechs, Abdourahmane Barry gab zum zweiten Mal den Rechtsverteidiger. Die Offensivfreude litt unter den vielen Wechseln, wirklich gefährlich wurde das Kleeblatt nicht mehr. Nachdem die Fürther auch defensiv nichts mehr zuließen, endete das Spiel nach 90 Minuten mit einem 1:1.

Damit wartet das Kleeblatt weiter auf den ersten Sieg der Vorbereitung - die Mannschaft, Trainer und Betreuer nun weiter nach Österreich führt. In Neukirchen am Großvenediger hat sich das Kleeblatt für eine Woche zum Trainingslager einquartiert. Angreifer Emil Berggreen wird die Reise als einziger Spieler nicht mit antreten. Er ist laut Stefan Leitl Corona-Kontaktperson 1 und deshalb vorerst isoliert.


Fürth (1. Halbzeit): Funk; Meyerhöfer; Jung, Bauer, Itter - Fein, Seguin, Christiansen, Green - Nielsen, Hrgota.

Fürth (2. Halbzeit): Schaffran; Asta, Bauer (63. Sarpei), Hoogma, Itter (63. Barry) - Christiansen (82. Torlak), Seguin (63. Leweling), Seufert, Green (63. Tillmann) - Abiama, Hrgota (63. Kehr).

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