Pressekonferenz nach dem Spiel

"Sehr bitter zu akzeptieren" - die Stimmen nach der Niederlage gegen Hertha BSC

Johannes Lenz

Nordbayern-Redaktion

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11.2.2024, 18:52 Uhr
Alles versucht, dennoch verloren: Branimir Hrgota ärgerte sich nach dem Spiel über die Niederlage.

© Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Melanie Zink Alles versucht, dennoch verloren: Branimir Hrgota ärgerte sich nach dem Spiel über die Niederlage.

Das Kleeblatt unterliegt der Hertha im Ronhof mit 1:2. Nach einem umkämpften Spiel steht die Mannschaft von Alexander Zorniger zum zweiten Mal in Folge ohne Punkte da. Auffällig: Beide Gegentore fielen nach Standardsituationen - sehr zum Ärger des Fürther Trainers. Am Ende hatte das Kleeblatt mehr als genügend Chancen, um das Spiel noch auszugleichen und zumindest einen Zähler mitzunehmen.

Alexander Zorniger...

...über den Spielverlauf: "In zwei Spielen gegen Hertha null Punkte zu holen, ist sehr, sehr bitter zu akzeptieren. Wir waren heute in den ersten zehn bis 15 Minuten gut im Spiel, haben Druck aufgebaut. Danach wollte jeder zu früh den entscheidenden Ball spielen, die Problematik haben wir auch in der Vergangenheit immer wieder gehabt. Da waren wir eigentlich schon weiter. Ich war überhaupt nicht einverstanden mit dem Aufbauspiel unserer Innenverteidiger, das war viel zu langer Ballbesitz ohne jeglichen Blick in die Tiefe.

Was uns das Genick gebrochen hat, waren sicherlich die Standardsituationen. Die Mannschaft verteidigt das normalerweise extrem konzentriert, heute haben wir in zwei Situationen maximal gepennt. Wir waren nach dem 1:2 richtig gut im Spiel, hatten dann auch genügend Möglichkeiten, um das Ding auf unsere Seite zu ziehen, da war die Energie dann auch da. Solche Torchancen, die musst du dann halt einfach reinmachen, ganz egal wer sie hat."

...über die beiden Gegentreffer: "Der Raum ist von uns bei den beiden Standardsituationen nicht attackiert worden, unabhängig davon, wer geblockt war. Das 1:2 war sicherlich auch mein Fehler – alte Trainerregel: Wechsel nicht vor einem Standard. Ausgerechnet der Spieler, den ich eingewechselt habe (Lukas Petkov, d. Red.) hat den Ball entscheidend abgefälscht. Vielmehr ärgert mich, dass der Raum, in den der Gegenspieler köpft, nicht so bearbeitet wird, wie du ihn normalerweise bearbeiten musst. Mit solchen Fehlern muss man bei einer jungen Mannschaft rechnen, aber die Spieler müssen sich weiterentwickeln. Es waren zwei Treffer in einem Spiel, wo der Raum besser verteidigt werden muss, das ist mehr als ärgerlich. Da muss man auch dazulernen wollen.

Insgesamt waren die letzten zwei Spiele mit null Punkten – individuell krasser Fehler gegen St. Pauli und heute einfach schlecht verteidigt – sehr ärgerlich. Das muss man in der kurzen Woche vor dem Spiel am Freitag in Hannover deutlich ansprechen. Und dann gehe ich davon aus, dass die Notwendigkeit wieder klar wird. Eigentlich hat die Mannschaft es über lange Zeit sehr gut gemacht, wir haben halt nicht sechs Spieler über 1,93 Meter, aber du kannst auch mit etwas über 1,80 Meter mit Überzeugung und einem Verständnis für die Aufgabe verteidigen, damit zwei solche Tore nicht passieren."

Pál Dárdai

...über den Sieg: „Wir sind sehr froh. Die Situation, die sich in den letzten 5-6 Wochen entwickelt hat, ist sehr schwierig. Wir haben gewusst, wohin wir reisen. Alex (Zorniger, d. Red.) ist ein guter Trainer, Fürth ist sehr fleißig, hat sehr viele Punkte in dieser Saison verdient geholt. Wir sind in der ersten Halbzeit verdient mit 1:0 in Führung gegangen, weil wir clever waren, auch gegen den Ball. Nach dem 1:0 hätten wir nachlegen können, haben aber das 1:1 kassiert. Dann gehen wir 2:1 in Führung, machen das 3:1 nicht. Zum Schluss hat Fürth sehr viel investiert, eigentlich lag der Ausgleich in der Luft, aber wir hätten das Spiel über Konter auch zu Ende bringen können. Wir haben heute gewonnen, ein Unentschieden wäre vielleicht das realistische Ergebnis gewesen."

Branimir Hrgota

...über den Spielverlauf: "Wir machen das 1:1 und sind eigentlich gut drin, haben das Gefühl das Tor zu machen, dann bekommen wir den unglücklich abgefälschten Freistoß rein. Wir haben alles nach vorne geworfen und versucht, das 2:2 zu machen, das ist uns leider nicht geglückt."

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