Pressekonferenz

Trotz Sprung auf Rang zwei: Zorniger hat das Tabellenende im Blick

Johannes Lenz

Nordbayern-Redaktion

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28.1.2024, 19:54 Uhr
Alexander Zorniger hat gut lachen, zumindest gibt ihm seine Mannschaft reichlich Grund zur Freude.

© Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Melanie Zink Alexander Zorniger hat gut lachen, zumindest gibt ihm seine Mannschaft reichlich Grund zur Freude.

Alexander Zorniger schien sich nach dem Spiel fürs Erste nach innen zu freuen. Mit stoischer Gelassenheit sprach er über den Heimsieg gegen Holstein Kiel, immerhin als Tabellenzweiter ins Frankenland gereist. "Ich fand, dass es ein hochinteressantes, hochintensives Spiel war", fasste Zorniger die 90 Minuten zusammen. In der ein oder anderen Phase hätte seine Mannschaft besser mit dem Ball umgehen können, etwa in der Phase nach dem 1:1 Ausgleich, die Zorniger an das Spiel in Paderborn am vergangenen Spieltag erinnerte. Auch in der Anfangsphase der Partie habe sich der Fürther Trainer "ein bisschen mehr Intensität, auch gegen den Ball" gewünscht.

Für Zorniger waren die Probleme seiner Mannschaft aber auch ein Produkt der Spielweise des Gegners: über das komplette Spiel hinweg hätten die Kieler gezeigt, warum sie als Tabellenführer in die Winterpause gegangen sind. "Wir haben sie ständig bearbeiten müssen", stellte Zorniger fest, und lobte vor allem die körperliche Wucht der Gastmannschaft. Doch seine Mannschaft habe den Kampf angenommen: "Wie sie sich dann in alles reingeschmissen haben, das nötigt schon Respekt ab", fand Zorniger.

Besonders freute sich der Chefcoach über die Unterstützung von den Rängen: "Es ist nicht oft so, dass das Stadion so mitgeht wie heute", lobte der Coach die Fans. "Sie waren total da, total präsent und haben uns auch durch die letzten Minuten hindurchgezogen." Auch deshalb war Zorniger froh, dass seine Mannschaft den Support der Anhänger mit einer guten Leistung honorieren konnte. "Es war ein tolles Spitzenspiel, das die Zuschauer heute gesehen haben."

Fernab von Abstiegssorgen: Nächstes Top-Spiel steht in den Startlöchern

Angesprochen auf die sportlichen Erfolge und die Tabellensituation zeigte sich Alexander Zorniger zurückhaltend. Für ihn sei es in erster Linie beruhigend, dass seine Mannschaft fünfzehn Punkte vor dem Abstiegsrelegationsplatz steht. Den Abstiegskampf, der durch die jüngste Siegesserie der Braunschweiger zusätzlich an Dynamik gewonnen hat, beobachtet Zorniger mit Respekt: "Ich bin höllenfroh, dass wir mit hinten nix zu tun haben."

Dennoch wusste der Fürther Coach um die Stärke der jüngsten Leistungen seiner Mannschaft: "Dass Fürth gegen Kiel ein Spitzenspiel am 19. Spieltag ist, ist schon etwas Besonderes. Die Leistung kann man, glaube ich, nicht hoch genug einschätzen." Auch deshalb freue sich der Coach "riesig darauf", am kommenden Wochenende erneut ein echtes Gipfeltreffen zu bestreiten: Als neuer Tabellenzweiter gastiert das Kleeblatt am Samstag beim Ligaprimus FC St. Pauli.

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