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SSC Fürth ist in der zweiten Snooker-Bundesliga

Fürther Snooker-Mannschaft schafft mit Eigengewächsen den Sprung nach oben - 24.08.2016 10:06 Uhr

Die Fürther Aufsteigermannschaft auf dem Snooker-Tisch im Nürnberger Ballroom (von rechts): Fabian Haken, Thomas Cesal, Fabian Meulner, Kilian Baur-Pantoulier und Stefan Joachim. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Das Ende der Spielzeit 2015/16, die keineswegs perfekt verlief und lediglich mit Rang vier der Bayernliga endete, war ebenso kurios wie erfolgreich. Da alle vor den Fürthern platzierten Teams keinen Wert auf den Aufstieg legten, nutzten sie die Gunst der Stunde. Zuerst besiegten sie in der Aufstiegsrunde in Eching den Berliner SF II (4:0) und den 1. PBC Erfurt (3:1). Im „Endspiel“ unterlag ihnen auch der USC Ingolstadt 1:3, den sie als Abstiegskandidaten in der Bayernliga schon zweimal geschlagen hatten.

Mannschaftskapitän Kilian Baur-Pantoulier, ein 20-jähriger Mathematikstudent, rechnet mit durchaus guten Aussichten, trotz der deutlich höheren Anforderungen in Liga zwei den Klassenerhalt als das angepeilte Ziel zu erreichen. Denn die Fürther verfügen mit ihm, Stefan Joachim (23), Fabian Meulner (19) und dem erst 13-jährigen Talent Fabian Haken, der sich nicht nur mit 19 Siegen in 20 Landesliga-Spielen der „Zweiten“ für das Zweitliga-Team empfohlen hat, über die jüngste aller Bundesliga-Mannschaften; eine Menge Steigerungspotenzial inbegriffen.

Zudem sind sie ausnahmslos Fürther Eigengewächse, Beweis für die langjährige gute Grundausbildung von Jugendtrainer Karl-Heinz Strauß. Und irgendwie passt es ins Bild, dass ausgerechnet der SSC-Vereinsvorsitzende Thomas Cesal, als ehemaliger Bundesligaspieler und vor allem als Cheforganisator der traditionellen Paul Hunter Classic maßgeblich am weltweit guten Ruf der Fürther in der Snooker-Szene beteiligt, die Mannschaft komplettiert.

Cesal hebt Altersschnitt

Der 46-Jährige hebt zwar den Altersdurchschnitt, will jedoch als „Vater der Kompagnie“ weniger als Spieler in Erscheinung treten, sondern primär mit seiner Erfahrung in kritischen Situationen helfen und so dazu beitragen, die Entwicklung der jungen Spieler zu fördern.

„Leicht wird es nicht“, sagt er zu der Herausforderung in Liga zwei. Aber er traut dem Aufsteiger durchaus zu, sich in der neuen Umgebung zu etablieren. Einig ist er sich in dieser Einschätzung mit Kapitän Baur-Pantoulier, der ebenso wie Joachim und Haken das Qualifikationsturnier für die Paul Hunter Classic (ab Mittwoch, siehe Artikel vorherige Seite) nutzt, um gegen starke Gegner am Snooker-Tisch weiter Erfahrung zu sammeln.

Zugleich ist das eine gute Vorbereitung, beginnt die Zweitliga-Saison für den SSC Fürth doch mit einem Doppelspieltag im Nürnberger Billardzentrum „Ballroom“ in der Fürther Straße 301-303 am Samstag, 15. Oktober, gegen den BV Pforzheim, der als Mitkonkurrent im Kampf um den Klassenverbleib eingeschätzt wird. Am 16. Oktober geht es gegen den SC 147 Karlsruhe.

WIELAND PETER

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