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Club: Start mit neuer Brust und anderem Gesicht

Club präsentierte fränkisches Textilunternehmen NKD als Hauptsponsor - 23.08.2012 20:05 Uhr

Stolz präsentierten Finanzvorstand Ralf Woy, NKD-Geschäftsführer Michael Krause und Sportvorstand Martin Bader (von links) das Club-Trikot mit dem Schriftzug des neuen Hauptsponsors. © Jens Ballon


In den vergangenen Tagen war aus Reihen des 1.FC Nürnberg ja oft zu hören, dass man beim Bundesliga-Auftakt in Hamburg natürlich ganz anders aufzutreten gedenke als zuletzt beim blamablen Pokal.-K.o. in Havelse. Ob den hehren Worten auch sportliche Taten folgen, bleibt abzuwarten. Zumindest was das optische Erscheinungsbild betrifft, wird sich der Club am Samstag (15.30 Uhr) aber definitiv verändert präsentieren: Ab sofort zieren die drei Buchstaben NKD das Trikot des fränkischen Traditionsvereins.

Zwei Tage vor dem Saisonstart konnte Vermarkter Sportfive sein Versprechen doch noch halten und den sehnsüchtig erwarteten neuen Hauptsponsor präsentieren. Auf den umstrittenen Atomenergie-Konzern Areva, der sich künftig nur noch im Pool der so genannten Club-Partner engagiert, folgt das Textilunternehmen NKD. Der im oberfränkischen Bindlach (nahe Bayreuth) ansässige und international agierende „Fashion und Lifestyle Filialist“ zählt laut Firmenbroschüre mit fast 2000 Niederlassungen zu den größten Unternehmen im deutschen Textileinzelhandel.

Langfristige Kooperation über mindestens vier Jahre

Die Kooperation mit dem Club ist langfristig angelegt und zunächst bis 2016 datiert, Verlängerung nicht ausgeschlossen. Über die Höhe der jährlichen Finanzspritze wurde Stillschweigen vereinbart, NKD-Geschäftsführer Michael Krause ließ aber durchblicken, dass die vorab kolportierten drei Millionen Euro zu niedrig angesetzt seien. Demnach dürfte die Summe wohl zwischen 3,5 und vier Millionen Euro liegen.

Nürnbergs Sportvorstand Martin Bader freute sich über die „Punktlandung“ bei der schwierigen Sponsorensuche, die sich über Monate hingezogen hatte. Dass letztlich sogar ein fränkisches Unternehmen für die Club-Brust gewonnen werden konnte, komme dem Bemühen des Vereins entgegen, „unsere Wurzeln in der Region zu dokumentieren“.

Nachdem nun also geklärt ist, mit welchem Schriftzug der Club in Hamburg aufläuft, bleibt die nächste spannende Frage, welche Spieler am Samstag in den neuen Trikots stecken werden. „Es wird personelle Änderungen geben“, orakelte Trainer Dieter Hecking, der bis auf die Langzeitpatienten Adam Hlousek und Markus Mendler zur Premiere alle Mann an Bord und somit „reichlich Alternativen“ hat. Der desolate Auftritt im DFB-Pokal dürfte also nicht ohne Konsequenzen bleiben, auch wenn die schmerzhafte Pleite laut Hecking intern „aufgearbeitet und abgehakt“ ist. In der Nachbetrachtung seien die Gründe für das überraschende Scheitern offensichtlich geworden. Gegen den HSV, mahnte Hecking, müsse man „die Mängelliste kleiner halten“. Und zum Beispiel taktisch disziplinierter auftreten.

Dass auch der kriselnde Bundesliga-Dino gegen den Drittligisten Karlsruhe aus dem Pokal flog und nun entsprechend unter Druck steht, macht die Aufgabe in Heckings Augen kaum leichter. „Alle prügeln jetzt auf den HSV ein, so etwas kann auch Energie erzeugen. Das ist eine gefährliche Mixtur“, warnt der Coach, zumal die Hanseaten auch „nicht so schlecht sind, wie sie gemacht werden“. Hecking erwartet vielmehr einen „kampfstarken, angriffslustigen Gegner. Da kommt was auf uns zu“.

Trotz der gründlich verpatzten Ouvertüre in Havelse, die eine insgesamt positive Vorbereitung konterkariert und bei den enttäuschten Fans zum Teil bereits für einen spürbaren Stimmungsumschwung gesorgt hat, mag sich der Trainer die Vorfreude auf die 50. Bundesliga-Saison nicht nehmen lassen. „Wir sind gut vorbereitet“, findet Hecking, der fest davon ausgeht, dass seine Mannschaft in Hamburg „ein anderes Gesicht zeigt“. Und nicht nur ein neu beflocktes Leibchen.

Einen Kommentar zur Diskussion um den neuen Sponsor des FCN finden Sie hier. 

Uli Digmayer

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