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Zeitumstellung: Ein Plädoyer für laue Sommerabende

Zeigerdreh hat viele Gegner - doch es gibt auch einige wenige Vorteile - 23.03.2018 17:53 Uhr

Vorteil Sommerzeit: Menschen genießen am großen Alpsee bei Immenstadt die späte Abendsonne. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa


Es ist ein undankbares Geschäft, gegen die Mehrheit anzuschreiben. Und zugegeben, die Mehrheit ist in diesem Fall ziemlich groß: 73 Prozent der Deutschen sind gegen die Zeitumstellung, hat vor wenigen Tagen die Krankenkasse DAK herausgefunden. Ich versuche es trotzdem mal, selbst wenn das wohl Ärger gibt mit dieser Mehrheit.

"Der Frühling gehört nicht zu Deutschland" habe ich gerade erst auf Facebook gelesen; und meine Kollegin Katharina Wasmeier nennt in ihrer Kolumne im Nürnberger Stadtanzeiger den heutigen Freitag treffend den 82. Januar. In Deutschland ist es also ziemlich lange ziemlich kalt. Sommer ist fast nie. Wenn er aber mal da ist, will ich so viel von ihm haben, wie es geht.

Die Zeitumstellung - in der Nacht zum Sonntag wird der Zeiger wieder um eine Stunde nach vorne gedreht - trägt dazu bei. Sie sorgt dafür, dass wir in den Genuss heller und langer Sommerabende kommen. Gerade für Menschen, die tagsüber in der Arbeit sind, ist es ein Gewinn, den Feierabend noch lange mit Freunden auf dem Balkon oder im Biergarten ausklingen lassen zu können.

Natürlich: Ich weiß, dass vielen Menschen die Zeitumstellung zu schaffen macht. So wie meiner Kollegin, die erzählt hat, dass sie seit der Umstellung ziemlich müde ist. Ich habe ihr dann gesagt, dass die Umstellung erst dieses Wochenende ist.

Falls Sie selbst entschiedener Gegner der Zeitumstellung sind, sehen Sie mir diese Zeilen nach. Wir haben sie ja vorsorglich als Kommentar gekennzeichnet, und der muss subjektiv sein. Nächstes Mal kommt hier auch ein Gegner der Zeitumstellung zu Wort. Versprochen.

Und falls Sie im Sommer doch mal länger draußen sitzen - denken Sie an mich.

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Manuel Kugler Politikredakteur E-Mail

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