Dienstag, 13.11.2018

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Bernd G. stand während des Amoklaufs unter Drogen

Amokschütze aus Mittelfranken hatte Rauschmittel im Blut - 20.07.2015 16:59 Uhr

Im Blut und Urin von Bernd G. wurden Rückstände von Cannabis gefunden. Zur Tatzeit stand er akut unter Drogeneinfluss. © Stefan Blank


Blut- und Urinproben, die dem Beschuldigten nach seinen Taten entnommen wurden, ergaben, dass Bernd G. "akut unter dem Einfluss von Cannabisprodukten" stand.

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Wie hoch die Konzentration der Drogen war und wie stark der Mann dadurch möglicherweise beeinträchtigt war, wollte ein Sprecher der Behörde nicht sagen. Ein Sachverständiger stellte zudem fest, dass der Schütze in den ein bis zwei Wochen vor den Taten ebenfalls wiederholt Cannabisprodukte zu sich genommen hatte.

Die Ergebnisse sind auch für den psychiatrischen Sachverständigen wichtig, der den Beschuldigten derzeit auf seine Schuldfähigkeit untersucht. Dieses Gutachten soll bis Ende September vorliegen.

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Amokfahrt von Leutershausen: Das Minutenprotokoll

Freitag, 10. Juli 2015: Eine Amokfahrt erschüttert die Menschen im Landkreis Ansbach. Ein 47 Jahre alter Mann erschoss aus seinem Auto heraus willkürlich eine Frau und einen Radfahrer. Ein Landwirt wurde verletzt. Der Tatverdächtige wurde knapp zwei Stunden nach den tödlichen Schüssen in einer Tankstelle in Bad Windsheim festgenommen. Die Geschehnisse im Minutenprotokoll.


In der Wohnung des 47-Jährigen, die seinen Eltern gehört, hatte die Polizei 18 Cannabispflanzen gefunden. Alkohol getrunken hatte der Mann vor seinem Amoklauf dagegen nicht.

Vergangenen Freitag erklärte Benjamin Schmitt, der Pflichtverteidiger von Bernd G., er halte ihn für schuldunfähig. "Er ist gar nicht in der Lage, das tatsächlich Geschehene als solches zu realisieren", sagte Schmitt. Der 47-Jährige soll bereits seit mehr als zehn Jahren psychische Probleme haben. Ein Sachverständiger bescheinigte dem Mann kurz nach der Tat eine "akute Psychose mit einem bizarren Wahnsystem". Der Sportschütze wurde im Bezirkskrankenhaus Ansbach untergebracht.

Dieser Artikel wurde am Montag, 20. Juli um 16.55 Uhr aktualisiert. 

dpa/lby/tok/mst E-Mail

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