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Sonntag, 20.01.2019

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Filmdreh bei Kersbach verlangte Team viel ab

Forchheimer Videoproduzent Kari Hennig drehte Film „Die Grube“ - 23.02.2016 06:00 Uhr

Gespannt schaut Regisseur Kari Hennig auf den kleinen Bildschirm, der direkt mit der Kamera von Kamerafrau Anja Funk verbunden ist und die gerade gedrehte Szene zeigt. © Foto: Ralf Rödel


Ein trister Sonntag im Februar. Der Sturm pfeift durch die Bäume, die die Lichtung zwischen Kersbach und Effeltrich begrenzen. Am Waldrand liegt ein Junge auf dem Bauch, das Gesicht auf dem Boden. Braune Hose, eine graue Jacke, die viel zu dünn ist für die Wetterverhältnisse. Im Futter ein Loch, Blut sickert heraus. Ein junger Mann kommt näher. In der einen Hand die Leine seines Schäferhundes, in der anderen eine Schrotflinte. Mit dem Gewehrlauf drückt er gegen die Beine des Jungen. Der Hund schnüffelt an ihm. Kein Lebenszeichen.

Der Film „Die Grube“ erzählt die Geschichte zweier Brüder, die im Zweiten Weltkrieg auf „Judenjagd“ gehen (wir berichteten). Nachdem der Ältere einen jüdischen Jungen erschossen hat, schickt er seinen jüngeren Bruder in eine Grube. Dorthin hat sich aber auch ein zweiter jüdischer Junge geflüchtet.

„Danke, das war’s. Wir machen eine viertel Stunde Pause“, ruft Kari Hennig seinem Team z