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Hochkarätiges Gedränge im Feld der Favoriten

In der Königsdisziplin fehlt es nicht an prominenten Gesichtern - 30.08.2018 06:30 Uhr

Das mentale Problem eines einsamen Rennens dürfte Vorjahressieger Endisu Getachew beim Fränkische-Schweiz-Marathon 2018 erspart bleiben. © Berny Meyer


Dass sie sich von den freundlichen Organisatoren erst auf den letzten Drücker noch ein Zimmer im Sporthotel Streitberg reservieren ließ und am Samstag mit dem günstigen Fernbus anreisen wird, sollte nicht über die professionellen Ambitionen von Marija Vrajic hinwegtäuschen. Die ehrgeizige Kroatin vom AK Maksimir aus Zagreb machte im Vorjahr kein Geheimnis aus ihrer Enttäuschung über den dritten Platz in der Königsdisziplin, treibt sie doch nach den Siegen 2015 und 2016 vor allem das Ziel an, den eigenen Streckenrekord von 2:47 Stunden zu unterbieten. Zusätzlichen Ansporn verspricht für die Ultradistanz-Spezialistin das Duell mit der zweimaligen Zweiten Maria-Magdalena Veliscu.

Die Rumänin aus Bukarest, die nach einer prägenden Begegnung mit flotten Rentnern beim Bergwandern vor gar nicht allzu langer Zeit erst mit dem Ausdauersport begann, empfahl sich im Juni mit dem Sieg beim Metropolmarathon in Fürth. Will sich als weitere Kandidatin indes die oberfränkische Lokalmatadorin Eva Scheu (TV Coburg) in die Entscheidung an der Spitze einmischen, braucht sie eine Gala-Zeit.

Weiler fordert Äthiopien

Bei den Männern hingegen besteht wiederum kaum Zweifel daran, dass sich ein spannender Mehrkampf entwickelt. Schließlich sind in einem äthiopischen Trio die Sieger der vergangenen vier Jahre versammelt. Denkwürdig geriet 2015 die Aufholjagd von Firaol Eebissaa, der nach fünfminütiger Verspätung loslegte und es mit seiner bundesweit beachteten Geschichte zu einem Freistart beim Berlin-Marathon brachte. Mittlerweile im belgischen Brüssel gemeldet, bekommt er es mit zwei als Asylsuchende in Deutschland verbliebenen Landsleuten zu tun.

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Addisu Tulu Wodajo vom TV Coburg scheiterte 2016 mit zwickender Wade nur knapp am Streckenrekord (2:26:45 Stunden) und hat noch eine Rechnung mit dem aus gemeinsamen Trainingseinheiten bekannten Vorjahres-Champion offen. Der in Nürnberg wohnhafte Endisu Getachew, der Wodajo auf Rang 3 verwiesen und damit 2017 seinen Coup von 2014 wiederholt hatte, erscheint beim Wiedersehen zumindest schlagbar. Das verrät Theo Kiefner, langjähriger Trainer beim LAC Quelle Fürth. „Endisu ist nicht in der Form der vergangenen zwei Jahre. Bei der Hitze waren die langen Läufe nicht so einfach zu machen. Trotzdem sollte es für eine Zeit von 2:30 Stunden reichen.“

Während das Tempo für Altmeister Marco Diehl aus Hessen wohl zu hoch ist, drängt sich Patrick Weiler vom mittelfränkischen Team Memmert als vierte Kraft auf. Der amtierende Bayerische Halbmarathon Meister stufte seine Meldung in Ebermannstadt nachträglich auf die doppelte Distanz hoch

  

Kevin Gudd Nordbayerische Nachrichten Forchheim und Ebermannstadt E-Mail

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