Sonntag, 18.11.2018

|

zum Thema

"Höhle der Löwen": Erfolgs-Friseur startete Karriere in Forchheim

Friseurmeister Frank Brormann aus der Gründer-Show - 05.09.2018 17:29 Uhr

Frank Brormann macht in der neuen Staffel der Sendung „Höhle der Löwen“ mit seinem Spezial-Friseurmesser den ersten Millionendeal perfekt. © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer


Frank Brormann hat den "Calligraphy Cut" erfunden, einen besonderen Schnitt mit einem besonderen Messer. Damit soll Spliss der Vergangenheit angehören, die Haare mehr Fülle bekommen und besser frisierbar sein. Mit dem Spezialmesser (eine Schere quetscht das Haar zu sehr), schneidet er das Haar schräg an, ähnlich wie bei einem Blumenstrauß. Die Investoren Judith Williams und Frank Thelen haben ihm dafür eine Million Euro geboten. Im Gegenzug bekommen sie 25 Prozent der Geschäftsanteile.


Was sonst noch in der ersten Folge passiert ist, lesen Sie hier


Bilderstrecke zum Thema

"Die Höhle der Löwen" ist zurück: Die erste Folge in Bildern

Cheerleader-Kleidung und Staubsauger-Aufsatz: Die erste Folge der neuen Staffel "Die Höhle der Löwen" hatte es in sich. Welche Gründer die Investoren von ihrer Idee überzeugen konnten, lesen Sie in unserer Bildergalerie.


Die Idee zum speziellen Schnitt mit dem speziellen Gerät hatte der Westfale vor Jahren — und er hat sie auch immer wieder mit Axel Meininghaus von der gleichnamigen Friseurschule in Forchheim besprochen. Dort hat seine Karriere ihren Anfang genommen. "1980/81 hat er bei uns das halbjährige Lehrlingsseminar durchlaufen, das Bootcamp also, danach haben wir ihn als Volontär übernommen", erinnert sich Meininghaus. "Da war mein Vater noch der Chef." Brormann sei schon damals ein Musterschüler gewesen und der Kontakt nie abgebrochen.


TV-Quoten: "Die Höhle der Löwen" feiert einen Rekordstart


So einen Tausendsassa, aus einer Friseurfamilie stammend, den hält man sich am besten warm als Elite-Friseurschule — und beide Seiten profitieren davon. Laut Axel Meininghaus hat er Brormann bei der Entwicklung des Spezialmessers beratend zur Seite gestanden. Gleichzeitig bietet Meininghaus schon seit geraumer Zeit Kurse im "Calligraphy Cut" an, denn nur zertifizierte Friseure dürfen damit arbeiten. Alle drei bis vier Monate kreuzen sich die Wege von Meininghaus und Brormann. Auch wenn der jetzt fernsehweit bekannte Friseurmeister nicht gerade um die Ecke wohnt: Der elterliche Salon steht in Oelde/Westfalen. Dafür wohnt Brormanns Lebensgefährtin in Nürnberg, er pendelt also regelmäßig nach Franken. Seit Vox die erste Sendung der neuen "Höhle-der-Löwen"-Staffel ausgestrahlt hat, melden sich bei Meininghaus Kundinnen, die unbedingt den "Calligraphy Cut" wollen und Friseure, die den notwendigen Kurs buchen möchten.

Noch heißer läuft das Telefon bei Frank Brormann selbst – eine Folge der neuen medialen Aufmerksamkeit. "Dabei wollte ich als Jugendlicher gar nicht Friseur werden", gesteht er gegenüber den Nordbayerischen Nachrichten, "sondern nur viel reisen und Menschen kennenlernen". Sein Vater habe ihm den Rat gegeben: ,Werd ein guter Friseur, dann kannst du mit den Händen sprechen.‘ Gesagt, getan und ab nach Forchheim: zu Meininghaus, laut Brormann "eine der besten Friseurschulen Deutschlands". Denn: "Axel hat ein so breites Wissensspektrum rund um unser Handwerk, das habe ich bei keinem anderem Friseur erlebt." Auch Brormanns Sohn ging zwei Jahre bei Meininghaus in die Lehre.

Bilderstrecke zum Thema

Po-Dusche und Latzhosen: Die Wöhrl-Deals in der "Höhle der Löwen"

Nach 23 Jahren im Bundestag hat Dagmar Wöhrl ihre neue Aufgabe in der Fernsehshow "Höhle der Löwen" auf Vox gefunden. In ihrer ersten Staffel investierte sie insgesamt in sieben Start-ups - und in der darauffolgenden, der insgesamt bereits fünften Staffel der TV-Show sollten noch ein paar Investitionen hinzukommen: Hier finden Sie alle Wöhrl-Deals!


Was dem 53-Jährigen neben der Ausbildung von Forchheim in Erinnerungen geblieben ist? "Vor allem die wunderschöne Landschaft, wir waren damals fast jedes Wochenende wandern." Nur mit "dieser Sprache" umzugehen, habe er nie gelernt, lacht Frank Brormann. "Als ich an meinem ersten Morgen in Forchheim beim Bäcker ,zwei Brötchen‘ bestellt habe, antwortete die Verkäuferin: ,Ah, a Saupreuß‘." 

Beke Maisch und Philipp Rothenbacher

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Forchheim