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Fürth auf dem Weg zum Sozialticket

Steigende Fahrpreise: Stadt will den Zuschuss verdoppeln - 21.10.2014 06:00 Uhr

Seit Jahren fordern Gegner der Fahrpreiserhöhung ein günstiges Sozialticket, hier vor drei Jahren am Kohlenmarkt. © Mark Johnston


Seit langem fordert das Fürther Sozialforum ein „echtes Sozialticket“, daran haben die 2012 eingeführten Mobilitätstaler nichts geändert. Der Betrag wurde stets als unzureichend kritisiert: Bedürftige Fürther erhielten zunächst einen Zuschuss von fünf Euro monatlich beim Kauf von Fahrtickets, ab Juli 2013 waren es zehn Euro.

Aus Sicht der Stadtspitze wird es – wenn der Stadtrat zustimmt – ab 2015 ein „echtes Sozialticket“ geben. Denn mit dem im Hartz-IV-Regelsatz vorgesehenen Anteil für Mobilität (22,78 Euro) und dem städtischen Zuschuss von dann 20 Euro im Monat lasse sich das Jahresabo für Fahrten in Fürth ab 2015 fast komplett bezahlen. Lediglich 2,42 Euro monatlich müssten Bedürftige dann noch selbst stemmen. Die Differenz sei damit fast ausgeglichen, ein Sozialticket endlich da.

Das Sozialforum sieht das immer noch nicht ganz so, ein „echtes Sozialticket“ müsse etwa für Fürth und Nürnberg gelten. Allerdings sehe er „das Bemühen der Stadt“, so Sprecher Stephan Stadlbauer, der gesteht, dass er mit einer Verdoppelung des Zuschusses nicht gerechnet habe und „angenehm überrascht“ sei.

Nicht hinnehmen will das Sozialforum jedoch die steigenden Fahrpreise: Bei einer Demo am Samstag wurden sie als „umweltfeindlich“ und „unsozial“ kritisiert, der Stadtrat wurde aufgefordert, seine Zustimmung zurückzunehmen.

Das Gremium hat die Erhöhungen – Teil einer umfassenden Tarifänderung – abgesegnet, während der Nürnberger Stadtrat den Preissprung auf 2016 verschob. Ein Beispiel: Die MobiCard für Fürth wird bald 66,50 Euro statt 53,50 Euro kosten.

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"Öffis frei": Das Fürther Sozialforum demonstriert

Am Samstag sammelte das Sozialforum Fürth Gleichgesinnte um sich, um gegen Fahrpreiserhöhungen und für eine gerechte Stadtpolitik zu demonstrieren. Durch Mitorganisatoren kamen auch andere Themen wie TTIP auf die Agenda.


 

Claudia Ziob

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