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Warnstreik: Auch in Fürth bleiben viele Kitas zu

Am Mittwoch sind in Stadt und Landkreis mehrere Einrichtungen betroffen - 09.04.2018 13:44 Uhr

Auch in Fürth kämpfen kommunale Angestellte, darunter Erzieherinnen und Erzieher, wieder für mehr Lohn. © Eduard Weigert


Am 11. April wird es wieder überall in der Region verzweifelte Eltern geben, die nicht wissen, wohin mit ihren Kindern. Eltern, die Kinder mit ins Büro nehmen, Verwandte einspannen, Urlaub nehmen oder den Arbeitstag in Früh- und Spätschicht für Mama und Papa aufteilen.

Nach Angaben der Stadt Fürth schließen wegen des Streiks fünf kommunale Betreuungseinrichtungen komplett: die „Stadtparkknirpse“ in der Otto-Seeling-Promenade, „Die Flohkiste“ am Kirchenplatz sowie die Horte „Alea“ in der Geißäckerstraße, „Die Insel“ in der Friedrich-Ebert-Straße und „Pfisterkiste“ in der Pisterstraße.

Folgende städtische Kindergärten und Horte werden zumindest Notgruppen anbieten: „Am Regnitzgrund“ (25 Plätze), „Sacker Dorfstrolche“ (50 Plätze), „Regenbogen“ (Zahl der Plätze noch offen) „Altstadtzwerge“ (24 Plätze), „Pfiffikus (25 Plätze), „Alea“ (18 Kindergarten- und 12 Krippenplätze), „Balu“ (40 Plätze), „Stadtparkhort“ (18 Plätze) und der Kinderhort „Kalbssiedlung“ (50 Plätze).

Normalbetrieb läuft hingegen in den Fürther Kitas „Waldringstrolche“, „Sonnenblumenkinder“, „Villa Kunterbunt“, „Schulkindergarten“, „Am Klinikum“, „Die wilde 13“, „Freche Früchtchen“, „Flughafenbande“ und „Pusteblume“ sowie in den Horten „Sacker Dorfstrolche“ und „Tintenklecks“.

Die Stadt bittet betroffene Eltern, in ihrer Kindertagesstätte zu erfragen, ob noch Notplätze frei sind. Informationen gibt es auch vom Jugendamt unter der Telefonnummer (0911) 974-1512.

Im Landkreis Fürth schließen der Gewerkschaft ver.di zufolge die städtischen Kindertagesstätten in Stein sowie die "Plapperkiste" Langenzenn (hier mit Notgruppe) und das "Schwalbennest" im Cadolzburger Ortsteil Wachendorf. Wie bereits berichtet, sperrt auch das Zirndorfer Bibertbad samt Sauna den ganzen Tag zu.

In Nürnberg bleiben am Mittwoch 130 von 140 Kitas geschlossen. Die Eltern werden gebeten, sich eine andere Betreuungsmöglichkeit zu suchen. Das Jugendamt bittet inständig, die Kinder nur zum Kita-Notdienst zu bringen, falls sich absolut keine andere Lösung finden lässt. Nicht nur in Nürnberg und Fürth, sondern in der gesamten Region bleiben am Mittwoch viele Kitas dicht. Bei der Verdi-Kundgebung in Nürnberg werden 7000 Menschen erwartet.

Am Donnerstag sollen alle Kitas wieder normal geöffnet haben. Allerdings könnten die Tarif-Auseinandersetzungen noch weiter eskalieren. Im Tarif-Streik im Frühjahr 2015 hatten viele Kitas wochenlang geschlossen, die Notdienste arbeiteten am Limit. 

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