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Kulinarik und Kultur beim "Tag der Franken" in Ansbach

Veranstaltung als Bühne für die vielfältige Kultur Frankens - 14.06.2018 08:28 Uhr

Am "Tag der Franken" feiern sich die Franken selbst. Erinnert wird dabei an die Gründung des Fränkischen Reichskreises im Jahr 1500. © Daniel Karmann/dpa


Immer Anfang Juli macht die Veranstaltung in einem der drei fränkischen Regierungsbezirke Station. Dieses Mal fiel die Wahl auf die Bezirkshauptstadt von Mittelfranken. Das Motto lautet: "Essen in Franken". Passend dazu das lilafarbene Programmheft, auf dem unter anderem ein Krug Bier, Lebkuchen, Spargel, eine Wurst und Karotte zu sehen sind. "Leider ist das Thema des regionalen Gedankens politisch nicht mehr ganz so knisternd wie vor fünf oder zehn Jahren", meint Bartsch. "In Umfragen sagen viele Menschen, dass sie regional einkaufen möchten. Trotzdem fahren sie dann kilometerweit, um sich beim Joghurt ein paar Cent zu sparen."

Ansbach feiert 50 Jahre Partnerschaft mit Anglet

Die Stände mit regionalen Anbietern ziehen sich quer durch die Stadt. Und auch die Bühnen mit Musikern. Ein Teil der Verkaufsstände ist schon ab Samstag in Ansbach aufgebaut als Ergänzung zum Wochenmarkt, erklärte Ute Schlieker. Seit 50 Jahren hat Ansbach eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Anglet. Ein Grund zum Feiern – auch beim "Tag der Franken".

Deswegen gebe es auch Stände mit Rotwein, Schinken und Käse aus der Partnerregion, erklärt die Kulturreferentin. "Franken guckt über den Tellerrand hinaus. Auch in die Partnerregion." Eigens zu der Veranstaltung öffneten Schlieker und Bartsch beim Pressegespräch auch ein Tütchen mit Logo zum "Tag der Franken" darauf. Der Inhalt: bunte Gummibärchen. Die Veranstaltung möchte eine Bühne bieten für die vielfältige und abwechslungsreiche Kultur Frankens. Vereine, Initiativen und Institutionen zeigen ihre Vielfalt. "Die Veranstaltung ist eine schöne Mischung aus Information, Kulinarik und Kultur", findet Ute Schlieker.

Am 20. Juni startet im Markgrafenmuseum in Ansbach eine Ausstellung zum Thema "Festtagsschmaus und Einheitsbrei. Ernährung von der Antike bis zur Gegenwart." Die dazugehörige Publikation erscheint vor Weihnachten.

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Fränkisch und fleischlos: Vegetarischer Kochkurs für Profis

Die Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim hat einen ganz besonderen Kochkurs veranstaltet. Jung-Gastronom Marcus Müller gab eine Auswahl seiner besten vegetarischen Rezepte an Berufskollegen weiter: Saubohnengemüse, Grünkernrisotto, gefüllte Tomaten, Bohnenbratlinge und Rote-Bete-Quiche. Die Stimmung in der Küche des Forchheimer Berufsschulzentrums war heiter und geschmeckt hat es am Ende allen. Im April soll es dann eine Neuauflage für Hobbyköche geben.


"Tag der Franken" fällt mit Rokokofestspielen zusammen

Der "Tag der Franken" findet während der Rokokofestspiele im Hofgarten in Ansbach statt. Ein besonderes Bonbon für die Besucher: Der Eintritt zur "Fürstlichen Gartenlust" am Sonntagnachmittag ist frei. Die Quadrille der markgräflichen Reiterei, Gaukler, Kindertheater, Mitmachaktionen und Flugvorführungen der markgräflichen Greifvögel warten ab 14 Uhr auf die Interessierten. "Wir rechnen mit sehr, sehr vielen Besuchern", so Schlieker. Zum Abschluss gibt es die Möglichkeit zu sehen, wie der Hofstaat ein Picknick veranstaltet. Große Taschen und Rucksäcke sind aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

Bis 14 Uhr ist der Einlass nur über den Haupteingang am Schlossplatz möglich. Danach sind die Eingänge von allen Seiten geöffnet. Der "Tag der Franken" beginnt am 1. Juli um 9.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Innenstadtkirche St. Gumbertus. Ab elf Uhr steigt im Hofgarten ein Festakt mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Das komplette Programm ist online unter www.tagderfranken.de zu finden. "Am Sonntag fährt ja auch die Eisenbahn", ergänzt Bezirkstagspräsident Bartsch – für alle diejenigen, die nicht aus Ansbach kommen. 

 

Diane Mayer

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