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Freitag, 14.12.2018

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Auch in Nürnberg: Streik geht Donnerstag in nächste Runde

Auch am Donnerstag legen einige städtische Mitarbeiter die Arbeit nieder - 12.04.2018 06:48 Uhr

Der Streikhöhepunkt war mit zahlreichen Aufmärschen am Mittwoch (hier am Prinzregentenufer). Doch auch am Donnerstag kommt es zu Einschränkungen. © Horst Linke


Betroffen sind in erster Linie städtische Krippen, Kindergärten und Horte. Der Grund: Am Mittwoch organisierten die Gewerkschaften Verdi und Komba den Streik gemeinsam, am Donnerstag fordert Komba ihre Mitglieder nochmals dazu auf, die Arbeit ganztägig ruhen zu lassen. Da Komba, eine Mitgliedsgewerkschaft des dbb Beamtenbundes und tarifunion, jedoch kleiner ist, werden voraussichtlich nur elf der insgesamt 140 Kindertageseinrichtungen bestreikt. Am Mittwoch machten rund 130 Kitas zu.

Für Eltern, die für ihr Kind keine andere Lösung organisieren können, gibt es in der bestreikten Kita oder in einer Nachbareinrichtung eine Notbetreuung. Eine Liste der bestreikten Einrichtungen findet sich unter jugendamt.nuernberg.de. Alle anderen kommunalen Kitas haben geöffnet. Für Freitag, 13. April, hat die Stadt einen normalen Betrieb in allen 140 städtischen Krippen, Kindergärten und Horten angekündigt.

Bürgerämter und städtische Bäder nur teilweise geöffnet

Doch nicht nur manche Kita ist heute noch geschlossen, auch bei den Bürgerämtern ist der Dienstbetrieb voraussichtlich eingeschränkt. Ebenso sind die Öffnungszeiten der städtischen Bäder wahrscheinlich verkürzt: Katzwangbad, Langwasserbad und Südstadtbad. Ob diese Einrichtungen tatsächlich betroffen sind, konnte die Stadt noch nicht genau sagen.

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Warnstreiks im öffentlichen Dienst halten Nürnberg in Atem

Die Verdi-Streiks haben am Mittwoch ihren Höhepunkt in Mittelfranken erreicht. Etwa 9000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes legten ihre Arbeit nieder. Die Kundgebungen sorgten für erhebliche Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr und auf den Straßen.


Da sowohl Verdi als auch Komba ihre Mitgliederzahlen geheim halten, kann die Verwaltung nur abschätzen, wie viele Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst dem Streikaufruf folgen werden.

Verkehrsbehinderungen rund um den Hauptbahnhof

"Wir sind im Zuge des Streiks überrannt worden und haben viele neue Mitglieder gewonnen", sagt Gerhard Sixt, Vorsitzender des Komba-Kreisverbandes Nürnberg-Fürth. Am Donnerstag findet ein bayernweiter Aktionstag statt, die Abschlusskundgebung ist um zwölf Uhr vor der Lorenzkirche geplant. Laut Polizei ist deshalb am Vormittag rund um den Hauptbahnhof bis zur Lorenzkirche mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Sixt bekräftigt: "Am Freitag ist nichts mehr!" 

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