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Grüne befürworten Umgestaltung der Fürther Straße

Warnung vor einem "Glaubenskrieg" - 06.02.2013 07:00 Uhr

Nürnberg  - Die Grünen brechen eine Lanze für die vom Verkehrsausschuss beschlossene Umgestaltung der Fürther Straße zwischen Mendel- und Feuerleinstraße. "Aus unserer Sicht spricht alles für die Planung: städtebaulich, es wird mehr Grün geben, und der Verkehrsraum wird besser aufgeteilt", meint Christine Seer, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Stadtratsfraktion.

Überzeugt vom Konzept für die Umgestaltung der Fürther Straße: Markus Ganserer, Vorstand der mittelfränkischen Grünen, Christine Seer, verkehrspolitische Sprecherin der Stadtratsfraktion, und Wolfgang Klemm, Sprecher des Verkehrsarbeitskreises (v.li.).
Überzeugt vom Konzept für die Umgestaltung der Fürther Straße: Markus Ganserer, Vorstand der mittelfränkischen Grünen, Christine Seer, verkehrspolitische Sprecherin der Stadtratsfraktion, und Wolfgang Klemm, Sprecher des Verkehrsarbeitskreises (v.li.).
Foto: Michael Matejka
Überzeugt vom Konzept für die Umgestaltung der Fürther Straße: Markus Ganserer, Vorstand der mittelfränkischen Grünen, Christine Seer, verkehrspolitische Sprecherin der Stadtratsfraktion, und Wolfgang Klemm, Sprecher des Verkehrsarbeitskreises (v.li.).
Überzeugt vom Konzept für die Umgestaltung der Fürther Straße: Markus Ganserer, Vorstand der mittelfränkischen Grünen, Christine Seer, verkehrspolitische Sprecherin der Stadtratsfraktion, und Wolfgang Klemm, Sprecher des Verkehrsarbeitskreises (v.li.).
Foto: Michael Matejka

Auf dem etwa 400 Meter langen Abschnitt sind folgende Veränderungen geplant: Der Mittelstreifen wird schmaler – statt zehn Meter soll er künftig nur noch drei Meter breit sein. In Richtung Fürth wird die Fürther Straße von zwei Spuren auf eine verringert. Fußgänger bekommen mehr Platz und sollen sich nicht mehr mit den Radfahrern ins Gehege kommen. Dafür wird der Gehweg auf fünf Meter ausgebaut, und für Radfahrer soll auf der Nord- und Südseite der Fürther Straße jeweils ein eigener, 1,75 Meter breiter Streifen entstehen.

Die Umgestaltung sieht außerdem mehr Grün an diesem Straßenabschnitt vor, mit künftig 39 Bäumen statt wie bisher 20. Durch den Umbau wollen die Stadtplaner auch die Situation für die Besucher des Memoriums Nürnberger Prozesse verbessern: Die Besucherbusse, die jetzt auf dem Gehsteig parken, erhalten eine 60 Meter lange Bus-Parkspur.

Laut Christine Seer macht die CSU seit einigen Wochen Front gegen diese Planungen, die im Verkehrsausschuss gegen die Stimmen der Christsozialen beschlossen wurden. Die CSU erwecke nun den Eindruck, durch die Reduzierung auf eine Fahrspur in Richtung Fürth würden die Autofahrer schikaniert, und sorge dadurch für schlechte Stimmung. Schon jetzt gebe es an dieser Stelle eine deutliche Fahrbahnverengung, die „faktisch nur einer Spur entspricht“.



Die Leistungsfähigkeit der Straße hänge jedoch nicht von einer oder zwei Fahrspuren ab, sondern von der Ampelanlage an der Kreuzung Maximilianstraße. Dort bleibe auch in Zukunft alles beim Alten mit zwei Geradeausspuren nach Fürth, einer Links- und einer Rechtsabbiegerspur. Zusätzlich soll an der Mendelstraße eine Ampel eingerichtet werden: An dieser Stelle will die Datev für ihr neues Entwicklerzentrum, das gegenüber dem Justizgebäude entsteht, ein Parkhaus bauen.

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Die Stadt Nürnberg will die Fürther Straße attraktiver machen. Dazu soll stadtauswärts eine Spur der Fahrbahn weichen und für Grünflächen Platz machen. Wir haben Passanten gefragt, was sie von der Idee halten.

"Konzept passt astrein"

Wolfgang Klemm, Sprecher des Grünen-Verkehrsarbeitskreises, ist überzeugt, dass die Umgestaltung zu einer gerechten Verteilung des Straßenraums führen wird: „Das Konzept der Stadtverwaltung passt astrein.“ Autos seien nicht das Maß aller Dinge, genauso wichtig seien Klimaschutz und Stadtgestaltung.


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Schon immer prägte die Fürther Straße, die mit einer Länge von über vier Kilometern zu den längsten Straßen Nürnbergs zählt, das Stadtbild. Sie ist eine wichtige Verbindung zwischen den rivalisierenden Städten Nürnberg und Fürth. Im Laufe der Jahre hat sich ihr Erscheinungsbild stark verändert. Nun soll die traditionsträchtige Achse zwischen Nürnberg und Fürth auf Höhe des Justizpalastes stadtauswärts einspurig werden.

„Die CSU stilisiert das Ganze zum Glaubenskrieg“, findet Markus Ganserer, Vorstand der mittelfränkischen Grünen. Mit der Ablehnung der Umgestaltung stehe die CSU-Stadtratsfraktion im Widerspruch zur bayerischen Staatsregierung, die den Verkehr der Zukunft mehr auf öffentliche Verkehrsmittel verlagern wolle.

Die Grünen begrüßen die Pläne als ersten Schritt zur Umgestaltung der Fürther Straße, die auch in Richtung Plärrer weitergehen müsse.

Unterdessen sagte Verkehrsplaner Frank Jülich, dass die Kritik an der Umgestaltung unberechtigt sei. 

Ute Wolf


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