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Max-Morlock-Stadion: CSU fühlt sich schlecht informiert

Fraktionschef Brehm fürchtet nun erschwerte Suche nach neuem Betreiber - 22.02.2017 16:39 Uhr

Das Max-Morlock-Stadion - ein langer Traum der Clubfans geht nun offenbar in Erfüllung. © Zink


Die Stadt betreibt das Stadion seit dem Jahr 2015 selbst. Bürgermeister Christian Vogel (SPD) kündigte damals an, dass die Stadt die Arena für 18 bis 24 Monate in Eigenregie führen will. Dann soll ein neuer Betreiber gefunden sein.

Dass das bis heute nicht der Fall ist, stößt der CSU sauer auf. "Die 2015 vom ersten Werkleiter angekündigte 'kurze Übergangszeit' bis es einen neuen Vertrag gebe, dauert mittlerweile schon fast zwei Jahre", so Vize-Fraktionschef Kilian Sendner. "Bei der Stadt schlägt der unfreiwillige Eigenbetrieb mit circa zwei Millionen Euro negativ im Haushalt auf."

Die CSU kritisiert außerdem, dass sie aus den Medien davon erfahren hat, dass mit der Consorsbank ein neuer Sponsor gefunden wurde, der den Namen "Max Morlock Stadion" verwirklichen will. "Auch der Stadtrat hat nur die Informationen aus der Zeitung, nicht einmal die Mitglieder des Werkausschusses wurden im Vorfeld informiert – und das, obwohl es hier um Millionenbeträge und die Stadionvermarktung über Jahre hinweg geht."

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Als das Nürnberger Stadion einmal Victory-Stadium hieß

Das "Max-Morlock-Stadion", der oft geäußerte Wunsch vieler Club-Fans, rückt näher. Die Arena des Altmeisters könnte bald schon nach der Vereinsikone, die Deutschland 1954 in Bern zum Weltmeister machte und für den FCN über 22 Jahre lang Treffer an Treffer reihte, benannt sein. Einen Sponsor gibt's bereits. Doch wie hieß die Spielstätte der Rot-Schwarzen eigentlich früher? Auf jeden Fall vielversprechend: Ausgerechnet Victory-Stadium tauften sie die Amis nach dem Zweiten Weltkrieg.


"Das sind haushaltsrelevante Themen, die hier zuerst öffentlich gemacht werden, bevor der Stadtrat sie überhaupt zu Gesicht bekommt", zürnt CSU-Fraktionschef Sebastian Brehm.

Er befürchtet, dass es jetzt noch schwieriger wird, einen neuen Betreiber zu finden, da dieser das Namensrecht nicht mehr selbst vermarkten kann. Außerdem dürfte es laut Brehm nun schwerer werden, nach der Consorsbank einen neuen Namenssponsor zu finden, weil niemand derjenige sein wolle, der das Schild "Max Morlock Stadion" wieder abschraubt.

Die CSU-Fraktion stellt vor diesem Hintergrund den Antrag, dass die Verwaltung den Stadträten über die Namensrechtevergabe, den Stand der Verhandlungen in Sachen Betreiber und über den Plan zur Bewerbung Nürnbergs als Austragungsort für die Fußball-EM 2024 berichten soll.

Bürgermeister Vogel sagt auf Anfrage, dass Gespräche mit möglichen Betreibern stattfänden. Mehr könne er aber nicht dazu sagen, weil die Verhandlungen sonst platzen würden.

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Fußball-Ikone Max Morlock: Ein Nürnberger Helden-Epos

Max Morlock steht nicht grundlos als Denkmal in der Nordkurve des Frankenstadions. Der gebürtige Nürnberger, der mehr als 22 Jahre für seinen FCN das Trikot überstreifte und Tore am Fließband erzielte, ist als Aushängeschild des Vereins auch nach seinem Tod im kollektiven Bewusstsein der Stadt präsent. Am 11. Mai 2017 wäre Nürnbergs Größter 92 Jahre alt geworden - klicken Sie sich durch "Maxls" strahlendes Fußballer-Leben!


 

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