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Drei Jahre und neun Monate Haft für Breno

Gericht spricht Fußballprofi der schweren Brandstiftung schuldig - 04.07.2012 16:55 Uhr

München  - Drei Jahre und neun Monate Haft: So lautet das Urteil, das das Münchner Landgericht am Mittwoch gegen Fußballprofi Breno gesprochen hat.

Breno muss ins Gefängnis.
Breno muss ins Gefängnis.
Foto: Sven Hoppe (dpa)
Breno muss ins Gefängnis.
Breno muss ins Gefängnis.
Foto: Sven Hoppe (dpa)

Fußballprofi Breno ist am Mittwoch zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Münchner Landgericht sprach den 22 Jahre alten Brasilianer der schweren Brandstiftung schuldig. Die Vorsitzende Richterin Rosi Datzmann ordnete noch im Gericht seine Festnahme an. Breno war bislang auf freiem Fuß. 

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Vom Fußballplatz ins Gefängnis: Fußballprofi Breno ist nach dem Brand in seiner Villa zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Anfang 2010 bestritt der Brasilianer als Leihgabe des FC Bayern zwar nur wenige Spiele für den Club, machte sich mit starken Leistungen jedoch viele Freunde in der Noris. Wir blicken zurück auf glücklichere Tage.

Staatsanwalt Nikolaus Lanz hatte in seinem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren für Breno gefordert. Er sei überzeugt, dass der frühere FC-Bayern-Spieler „das von ihm und seiner Familie bewohnte Haus vorsätzlich angezündet“ habe. Damit habe der Angeklagte „den Tatbestand der schweren Brandstiftung verwirklicht“. 

Nach Ansicht von Lanz legte der 22 Jahre alte Brasilianer in der Nacht vom 19. auf den 20. September vergangenen Jahres aus Frust über eine langwierige Knieverletzung Feuer in einer von ihm gemieteten Villa im Münchner Nobelvorort Grünwald. Verletzt wurde nur deshalb niemand, weil Brenos Frau mit den Kindern das Anwesen kurz vor der mutmaßlichen Tat verlassen hatte. 

Nach Angaben des Aachener Psychiaters Henning Saß hatte Breno in der Zeit vor dem Brand bis zu eine Flasche Whiskey am Tag getrunken und soll auch zum Tatzeitpunkt unter Alkoholeinfluss gestanden haben.

Der Verteidiger des Fußballprofis hatte einen Freispruch für seinen Mandanten gefordert. Sollte die Kammer einen Freispruch jedoch nicht für begründet halten, forderte der Anwalt in einem „alternativen Strafantrag“, eine Strafe von nicht mehr als zwei Jahren zu verhängen. Diese könne zur Bewährung ausgesetzt werden. „Strafvollzug in Deutschland bedeutet für Breno Borges das sportliche Aus“, hatte der Anwalt argumentiert.

Rekordmeister sagt Unterstützung zu


Der FC Bayern München hat sein Bedauern über die Gefängnisstrafe seines ehemaligen Fußball-Profis Breno ausgedrückt. In einer Presseerklärung sagte der deutsche Rekordmeister dem 22 Jahre alten Brasilianer am Mittwoch auch weiterhin Unterstützung zu. In welcher Form wurde nicht mitgeteilt. Der Vertrag des Abwehrspielers beim FC Bayern war zum 30. Juni ausgelaufen.

Der FC Bayern habe „mit Bedauern das Gerichtsurteil gegen seinen ehemaligen Spieler Breno zur Kenntnis genommen“, hieß es in der kurz nach dem Urteil verbreiteten Erklärung. „Unsere Hoffnung war, dass Breno seine Karriere als Fußballer und damit sein Leben zusammen mit seiner Familie hätte fortsetzen können. Der FC Bayern München wird Breno weiterhin unterstützen.“ Der Verein hatte in der Vergangenheit unter anderem auch bei der Kaution geholfen. 

dpa


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