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EM täglich (4): Sheva, Ibra, Wark und Poschi

Eberles EM-Einfälle - 12.06.2012 11:50 Uhr

Nichts verlernt: Zlatan Ibrahimovic und Andrij Schewtschenko.

Nichts verlernt: Zlatan Ibrahimovic und Andrij Schewtschenko. © dpa


Zlatan Ibrahimovic und Andrij Schewtschenko, zwei Stürmer von Weltklasseformat: Ihretwegen wurden Generationen von Playstation-Spielen verkauft. Thomas Wark und Wolf-Dieter Poschmann, zwei Kommentatoren von, sagen wir mal, ZDF-Format: Reporter ihrer Kragenweite sind der Grund dafür, warum viele Konsolenspieler in deutschen Wohnzimmern lieber mit englischem Kommentar zocken. Zu bestaunen waren am Montagabend alle vier - in Donezk und Kiew beim Auftakt der Gruppe D.

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In der Tat, er war grausam, der Kick zwischen England und Frankreich. Ohne Tempo, ohne Ideen, ohne Witz. Immer noch zu schnell aber für den unfreiwillig witzigen ZDF-Mann Thomas Wark, der nicht nur Frankreichs Keeper Hugo Lloris ins englische Tor stellte, sondern zur Pause auch zwei Treffer verpasst zu haben schien. Zumindest verabschiedete er die Zuschauer mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Angesichts der mauen Darbietung auf dem Rasen wollte der 55-Jährige in der Schlussphase den faden Fußball-Brei wenigstens mit etwas Historie würzen. "Ein Hauch von Cordoba weht durch Donezk", hanskranklte Wark, um sich eilig zu korrigieren und Cordoba durch Gijon zu ersetzen. Das war freilich etwas hochgegriffen. Eine Schande war es nämlich nicht, was England und Frankreich boten. Nur langweilig und schlecht. Ein Hauch von Angsthasenfußball vielleicht. Oder angesichts der britischen 8-2-0-Taktik ein Hauch vom Finale dahoam. Auf jeden Fall aber ein Hauch von Heribert Faßbender.

Zum Glück traten später am Abend noch die beiden eingangs erwähnten Superstars auf den Plan. Ibrahimovic stark, Schewtschenko noch stärker. Leider war aber eben auch Wolf-Dieter Poschmann mit von der Partie, was zur Folge hatte, dass Ton und Bild auch während der Begegnung in Kiew nicht immer übereinstimmten. 2:1 führten die Gastgeber kurz vor dem Ende, als Poschmann Ukraine-Coach Oleh Blochin unterstellte, er wolle das Remis über die Zeit retten. Flutlicht und internationale Kollegen auf der Pressetribüne hatten beim Ex-Leichtathleten offenbar eine derart intensive Europapokalatmosphäre erzeugt, dass er sich mit der Auswärtstorregel zum Hürdenlauf traf. Zugegeben etwas unwahrscheinlich, aber vielleicht hat er sich auch einfach nur versprochen. 

Bastian Eberle

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