Montag, 24.09.2018

|

zum Thema

Geerdeter Club-Schütze: Werner warnt vor dem Abheben

FCN-Routinier weiß: "Es wurden schon größere Vorsprünge verspielt" - 09.02.2018 05:37 Uhr

Gegen Aue stach er als Joker: Tobias Werner besorgte Sekunden nach seiner Einwechslung den 4:1-Endstand. © Sportfoto Zink / DaMa


"Wichtig ist es, als Einwechselspieler nicht enttäuscht zu sein. Wir haben so einen starken Kader, es zeugt schon von Qualität, überhaupt dabei zu sein", zeigt er sich gelassen. Dass Werner tatsächlich nicht mit seiner Rolle hadert, bewies er gegen Erzgebirge Aue, als er Sekunden nach seiner Einwechslung den 4:1-Endstand erzielte. "Tore tun immer gut. Spielentscheidung war es leider nicht, aber ich habe mich trotzdem sehr gefreut."

Gesundheit, Familie und ein toller Verein

Von Ungeduld ist beim gebürtigen Geraer keine Spur. Im Herbst seiner Karriere weiß er jede Einsatzminute zu schätzen: "Mit 33 ist es momentan gar nicht mehr so leicht, in einem Verein eine wichtige Rolle zu spielen oder überhaupt einen Vertrag zu haben." Dem Jugendwahn im Profifußball fielen schon viele zum Opfer. "Ich kenne eine Menge 33-Jährige, die gerade keinen Verein haben. Deswegen sollte ich mich glücklich schätzen. Ich bin gesund, habe eine tolle Familie und spiele in einem tollen Verein."

Bilderstrecke zum Thema

Abendschmaus gegen Aue: Pommes satt und Palacios' Lieferdienst

In der ersten Hälfte kommen die Fußball-Gourmets in Nürnberg nicht auf ihre Kosten. Doch kurz vor der Pause haut Kevin Möhwald richtig einen raus. Nach Wiederbeginn scheppert es in einer nun deutlich appetitlicheren Partie noch dreimal im Auer Gehäuse. Verantwortlich dafür sind erneut Pommes und ein Dreifach-Zulieferer, der erst seit kurzer Zeit beim Club ist.


Abgesehen von seinen Qualitäten als Offensivspieler will Werner dem Team auch mit seiner Erfahrung als Bundesliga-Aufsteiger helfen. Was ihm schon mit dem FC Augsburg gelang, wiederholte er vergangene Saison mit dem VfB Stuttgart, von dem er sich bis Sommer zum Club verleihen ließ. "Mit dem VfB waren wir damals auch um diese Jahreszeit Zweiter und haben uns dann noch nach ganz vorne gekämpft", erinnert er sich. Zu vergleichen ist die Konstellation mit dem damaligen Bundesligarückkehrer aber nicht: "Mit Stuttgart waren wir Aufstiegsfavorit. Den Club hatten manche in diesem Jahr gar nicht auf der Rechnung. Wir kommen mehr aus dem Untergrund. Aber das beflügelt uns."

Komfortzone? Gibt es nicht!

Werner erlebt beim Club eine hungrige Mannschaft, "die nach dem Aufstieg lechzt". Weil die Ausgangslage so gut erscheint und der Abstand zur Konkurrenz zunimmt, warnt er davor, es sich auf dem Sieben-Punkte-Polster zu Platz vier bereits gemütlich zu machen: "Die Gefahr besteht absolut. Es ist keine Komfortzone. Es wurden schon größere Vorsprünge verspielt."

Als sich am Donnerstagnachmittag im Training zunächst Federico Palacios eine Knieprellung zuzog und wenig später auch Enrico Valentini vorzeitig wegen eines Tritts auf die Achillesferse in die Kabine musste, nahm Werner das unaufgeregt zur Kenntnis: "Das gehört leider dazu. Aber es waren keine mutwilligen Fouls. So etwas passiert einfach." Der breite Kader könnte Ausfälle kompensieren. Nicht zuletzt dank Werner. "Wenn ich weiter so spiele, werde ich auch wieder in der Startelf stehen."

Nach einem Abstecher in die Kabine gab er ob der Verletzungen seiner Mitspieler Entwarnung: "Nach meinem Stand ist da nicht viel passiert. Ich glaube, die können in den nächsten Tagen schon wieder trainieren."

Bilderstrecke zum Thema

Aue ein Veilchen verpasst: Die Noten für den Fein-gemacht-Club!

Eine richtig gute Vorstellung: Gegen Erzgebirge Aue präsentierte sich der 1. FC Nürnberg in einer glänzenden Verfassung. Schöne Tore, flotter Offensiv-Fußball und ein treffsicherer Kevin Möhwald verhalfen dem Club zum klaren 4:1-Sieg. Hier gibt es die Noten der Club-Profis!


 

Stefan Jablonka

14

14 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport