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Glücklicher Dreier: Dresden schießt Fürth zum Sieg

Kleeblatt gewinnt Heimspiel dank Dynamo-Eigentor in der 74. Minute - 21.04.2017 20:25 Uhr

Au weia, Aosman! Der Mittelfeldspieler von Dynamo lenkte eine Berisha-Flanke in den eigenen Kasten und bescherte Fürth so den Sieg. © Sportfoto Zink / WoZi


Ohne zwei prominente Spieler ging Kleeblatt-Coach Janos Radoki das Heimspiel gegen den Tabellennachbarn an. Dabei überraschte die Kleeblatt-Startelf auf zwei Positionen: Der 18-jährige Patrick Sontheimer und der 20-jährige Dominik Schad standen für Robert Zulj und Sercan Sararer auf dem Platz. Während Sararer anscheinend in der Trainingswoche nicht nachweisen konnte, dass er sich für seinen folgenschweren Abspielfehler in Bochum rehabilitieren wollte, musste Spielmacher Zulj mit Bauchmuskel- und Rückenproblemen passen.

Vor einer beeindruckend gut gefüllten und lauten Gästekurve mit 3000 Dynamo-Fans aber trumpfte in der ersten Hälfte nur eine Mannschaft auf: die der Spielvereinigung. U20-Nationalspieler Schad gab schon nach 60 Sekunden den ersten Schuss aufs Tor ab.

Dursun scheitert am Fallrückzieher

Die Gäste aus Sachsen hingegen wirkten auf dem Feld überraschend passiv. Kein einziges Mal schafften sie es, dem Fürther Tor gefährlich nahe zu kommen. Stefan Kutschke, Leihspieler aus Nürnberg, stand gegen den in Dresden ausgebildeten Fürther Abwehrchef Marcel Franke auf verlorenem Posten.

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Kleeblatt-Noten nach Dresden: Hinten hui, vorne Pfui

Gegen Dynamo Dresden stand beim Kleeblatt wieder die Null. Anteil daran hat natürlich die Defensive, die völlig zu Recht mit guten Noten bedacht wurde. Im Angriff hingegen blieb Fürth oft blass - sogar zwei Dursun-Fallrückzieher konnten den Schnitt nicht anheben.


Sechs Chancen waren bis zum Pausenpfiff für die Heimmannschaft notiert. Wenngleich Marco Caligiuri (9.), Niko Gießelmann (13.) und Khaled Narey (27.) zu wenig Druck hinter den Ball bekamen. Die größte Gelegenheit bot sich noch Sontheimer (19.), der einen fatalen Querpass in der Dresdner Defensive abfing. Doch obwohl er schnell schaltete, zielte er per Flachschuss aus 25 Metern neben das verwaiste Tor. Immerhin ein Raunen rang Serdar Dursun dem Publikum ab, als er sein Fallrückzieher-Tor vom Hannover-Spiel wiederholen wollte, aber in gleich zwei aufeinanderfolgenden Versuchen scheiterte (32.).

Eigentor bringt Fürth in Front

Für die zweite Hälfte hatte Gästetrainer Uwe Neuhaus seine Elf ein wenig offensiver eingestellt – aber nur ein wenig. Denn die Weiß-Grünen blieben sich treu und verfolgten weiterhin das spät formulierte Saisonziel "Platz sechs", wofür ein Heimsieg nicht schaden würde. Mit einem frechen Fernschuss von der Mittellinie brachte Kapitän Caligiuri Gästekeeper Marvin Schwäbe ins Schwitzen, doch der Ball landete auf dem Tornetz hinter der Querlatte (53.). Und auch Schad zielte mit einem feinen Schlenzer von der linken Strafraumecke drüber (62.). Wenn Dynamo dann doch einmal durch das engmaschige Netz, das die Gastgeber aufzogen, hindurchschlupfte, dann meist mit Sololäufen. Der begehrte Akaki Gogia etwa war nach einer Stunde nicht zu stoppen, verzog jedoch beim Abschluss.

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1:0 im Ronhof: Fürther feiern Heimsieg gegen Dresden

Drei Punkte für das Saisonziel! Mit dem 1:0 gegen Dynamo Dresden am Freitagabend holt das Kleeblatt den nächsten Heimsieg. Gegen den Tabellennachbarn spielte die Mannschaft von Janos Radoki zwar nicht groß auf, machte dennoch viel richtig - und hatte im richtigen Moment das Glück des Tüchtigen.


Eine Viertelstunde vor Schluss wurde es dann kurios: Noch im Fürther Strafraum rutschte der Dresdner Aias Aosman an einem scharfen Flankenball vorbei. Und quasi im Gegenzug flankte Veton Berisha von links in den Dresdner Sechzehnmeterraum – dorthin war gerade Aosman zurückgespurtet und wuchtete das Leder aus vollem Lauf ins zwölf Meter entfernte eigene Tor (74.)

Fürth ist der Favoritenschreck

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Das hinderte die Fürther nicht daran, ihren Flankengeber ausgiebig hochleben zu lassen. Zurecht. Und wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die Fans auf der Nordtribüne skandierten ironisch "Dynamo, Dynamo" für den armen Eigentorschützen. Die Dresdner antworteten mit einem strammen Schuss von Philip Heise, doch Balazs Megyeri im Tor der Fürther war zur Stelle.

Nach den 90 Minuten ist klar: Fürth ist 2017 der Favoritenschreck. Jetzt fehlt nur noch Union Berlin auf der Liste der Topmannschaften, die das Kleeblatt in diesem Jahr bezwungen hat.

SpVgg Greuther Fürth: Megyeri - Caligiuri, Franke, Gießelmann - Pinter, Hofmann (73. Gjasula) - Narey (54. Bolly), Schad - Sontheimer - Dursun, Berisha (83. Sararer)

Dynamo Dresden: Schwäbe - F. Müller, Modica (46. J. Müller), Ballas, Heise - Konrad - Lambertz (62. Hauptmann), Aosman - Gogia, Stefaniak (77. Berko) - Kutschke

Tore: 1:0 Aosman (74., Eigentor) | Gelbe Karten: Hofmann, Schad | Schiedsrichter: Heft (Neuenkirchen) | Zuschauer: 10.775. 

Martin Schano

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