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Kvesic sei Dank: Kammerbauer fehlt FCN nur einmal

Notbremse zum Sieg: Nürnbergs Rotsünder erhält die Mindeststrafe - 18.04.2017 15:42 Uhr

Rot für Raitenbuch: Nach diesem Foul musste Patrick Kammerbauer gegen Aue vom Feld. © Sportfoto Zink / DaMa


Das Sportgericht hat gesprochen. Patrick Kammerbauer muss einmal zuschauen - nur einmal wohlgemerkt. Für "unsportliches Verhalten", unter das man auch Notbremsen subsumiert, kann es bei einem gleichen Vergehen unterschiedlich lange Sperre geben, sagt der Strafenkatalog. Abhängig ist das von den Folgen, welche solch Notbremse hat. Im Fall von Patrick Kammerbauer waren die Folgen für den FCN ziemlich unmittelbar und ziemlich unschön.

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Ein Sieg gegen jede Wahrscheinlichkeit für den 1. FC Nürnberg: Beim 2:1 gegen den formstarken FC Erzgebirge Aue spielte der Club lange zu zehnt, ehe ein Joker für die Entscheidung zugunsten Nürnbergs sorgte. Für den Torjäger gibt es deshalb die Bestnote - ein Winterneuzugang ist ihm aber dicht auf den Fersen.


Bei einem Steilpass auf Pascal Köpke, den Sohn von Bundestrainer und Nürnbergs Traumtorhüter Andy, hatte sich der eingerückte Bahnspieler nicht anders zu helfen gewusst, als Aues Angreifer mit einer ziemlich satten Grätsche zu Fall zu bringen. Köpke junior wäre ansonsten frei auf Nürnbergs Kasten zumarschiert. Und hätte - so ist anzunehmen - wohl den Ausgleich markiert. 1:1 hieß es dann auch so. Allerdings erst, nachdem der 20-Jährige aus Raitenbuch, einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Weißenburg, gesenkten Blickes vom Platz geschlichen war. Mario Kvesic schnappte sich das Spielgerät und zirkelte es aus 18 Meter in den Winkel. Doppelt bitter - aber auch der Grund, warum Kammerbauer nun nur einmal zusehen muss.

Am meisten über seinen Platzverweis halfen dem Club-Youngster am Samstag natürlich die Kollegen hinweg. "Wir waren heute mit zehn Mann fast besser als mit elf", konstatierte nach der Partie Tobias Kempe, der im ersten Durchgang per Drehschuss auf 1:0 gestellt hatte. In der Tat! In den mehr als 40 Minuten, die der Club in Unterzahl bestreiten musste, schwang sich ein zuvor oftmals fahriger FCN zu einem echten Kraftakt auf. Der Lohn für die Anstrengungen: der Siegtreffer des eingewechselten Cedric Teuchert.

Über das Tor des Coburgers dürfte sich besonders Patrick Kammerbauer gefreut haben. Der Club-Youngster wird seinen Farben nur im kleinen Frankenderby in Würzburg fehlen (Sonntag, 13.30 Uhr). Dort wird er rechts in der Viererkette wohl von Routinier Miso Brecko vertreten werden.

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apö

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