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Margreitter ist fit: Der österreichische Patient soll helfen

Nach fast zwei Monaten Pause ist der Innenverteidiger bereit für sein Comeback - 14.11.2017 09:50 Uhr

Georg ist (gerade) gesund: Der etatmäßige Abwehrchef des FCN will mit seinem Team wieder angreifen. © Sportfoto Zink / DaMa


Vor genau einem Monat hat Georg Margreitter schon einmal seine Rückkehr in den Alltag vorbereitet. Er war da gerade von einer Entzündung der Nasennebenhöhlen kuriert, dachte er zumindest. Drei Zweitligaspiele hatte der Innenverteidiger verpasst, hatte im Testspiel gegen Schweinfurt dankbar wieder 45 Minuten auf dem Rasen gestanden und im Punktspiel gegen Arminia Bielefeld nach 89 Minuten als Mittelstürmer versuchen dürfen, die 1:2-Niederlage zu verhindern. Das gelang nicht, das Comeback auch nicht.

Margreitter, der in den ersten fünf Saisonspielen immer die kompletten 90 Minuten über auf dem Platz gestanden hatte, verpasste weitere Partien. Nach dem Kurzeinsatz gegen die Arminia fehlte er in Darmstadt, gegen Dresden, in Heidenheim und gegen Ingolstadt. Am Samstag war dann wieder Testspiel, wieder war das Wetter schlecht wie damals gegen Schweinfurt, wieder war Margreitter, der diesmal sogar 90 Minuten durchspielte, dankbar. Jetzt ist er wirklich bereit für seine Rückkehr auf den Zweitliga-Rasen - wenn er nicht wieder krank wird. Seit Jahren schon hat Margreitter eine chronische Sinusitis. Die Nasennebenhöhlen sind bei ihm dauerhaft entzündet, im Sommer leidet er weniger darunter, im Herbst mehr. "Die Schleimhäute", sagt Margreitter, der sich jetzt ein wenig wie sein eigener Arzt anhört, "sind immer auf Alarm und Brutstätten für alle möglichen Infekte." Die Folge: Margreitter wird schneller krank als andere.

Nasenduschen und Attacke

"Ich wusste, dass es nicht an meinem Lebenswandel liegen kann", sagt Margreitter, der bei verschiedenen Ärzten vorstellig geworden war, "es gab viele Expertenmeinungen, aber jetzt habe ich eine, die plausibel klingt." Ein Arzt aus Erlangen hat ihm jetzt eine Therapie verordnet gegen die Dauerbeschwerden: Zweimal am Tag eine Nasendusche, danach ans mit einer speziellen Mischung gefüllte Inhalationsgerät. 40 Tage wollen sie das jetzt testen und schauen, ob es besser wird. "Wenn nicht, dann gibt es andere Methoden", sagt Margreitter, der natürlich hofft, dass das gleich funktioniert.

So wie bei der Methode, die er sich für das zuletzt etwas schwächelnde Spiel des 1. FC Nürnberg ausgedacht hat. Auch da, hofft er, geht es trotz zuletzt zweier Niederlagen schnell. "Wir müssen einfach wieder gemeinsam attackieren und nicht nur mit Mannschaftsteilen", sagt der 29-Jährige, "das klingt einfach, muss man aber trotzdem trainieren, wenn es verloren gegangen ist."

Dass sie diese Gemeinsamkeit wiederfinden, davon ist er überzeugt. Er vertraut inzwischen dieser Mannschaft, die ihn im Sommer selbst noch hat zweifeln lassen. Als die Vorbereitung begann, sah Margreitter die vielen jungen Kollegen um sich herum und dachte: "Wow, das dauert, bis wir zusammenfinden."

Kiel kommt

Es hat dann aber gar nicht so lange gedauert. Dass der FCN nach 13 Spielen mit 22 Punkten auf Rang vier notiert ist? "Da hätte ich vor der Saison sofort eingeschlagen, von uns hat doch keiner gedacht, dass wir um den Aufstieg mitspielen", sagt Margreitter. Momentan machen sie genau das. Ab Samstag, wenn Holstein Kiel im Max-Morlock-Stadion vorbeischaut, will auch Margreitter wieder dabei sein: "Ich fühle mich bereit." Diesmal aber richtig.

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Es war ein Spiel, das der 1. FC Nürnberg unbedingt gewinnen wollte, um an der Spitzengruppe dran zu bleiben. Nach dem ärgerlichen 1:2 gegen den FC Ingolstadt am Montagabend muss sich das Team von Michael Köllner fragen, warum die wichtigen Punkte diesmal an die Donau gehen. Ein Verantwortlicher dafür wurde natürlich auch in Notenform abgestraft.


 

Fadi Keblawi

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