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Nowitzki hat den nächsten NBA-Titel im Visier

Fränkischer Basketball-Gigant ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus - 25.04.2012 13:20 Uhr

Dirk Nowitzki will mit den Dallas Mavericks den NBA-Titel erfolgreich verteidigen.

Dirk Nowitzki will mit den Dallas Mavericks den NBA-Titel erfolgreich verteidigen. © Larry W. Smith (dpa)


Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen? Nein, das ist nichts für Nowitzki. Obwohl sich Deutschlands Basketball-Superstar mit dem Titelgewinn im vergangenen Jahr seinen großen Traum bereits erfüllt hat, ist er vor den an diesem Wochenende beginnenden Playoffs in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA so motiviert wie eh und je. «Wir sind titelhungrig, denn wenn man einmal der Beste war, dann will man dieses schöne Gefühl wieder erleben», sagte Nowitzki in einem Interview.

Alles andere als die Meisterschaft ist für den Würzburger nicht interessant. «Ob du in der ersten, zweiten oder dritten Runde ausscheidest, ist egal, wenn du nicht den Titel holst», machte der 33-Jährige kurz vor dem Ende der Hauptrunde deutlich. Am Donnerstag bestreiten die «Mavs» ihre letzte Partie in der wegen des Lockouts auf 66 Spiele reduzierten Saison. Dann geht es in den Playoffs endlich richtig los.

Mit wem sich der Titelverteidiger zum Auftakt messen muss, steht noch nicht fest. Nowitzki ist der erste Kontrahent aber auch völlig egal. «Im Westen geht es knüppelhart zu. San Antonio, Oklahoma, die Lakers - gegen keinen möchte man so richtig gern spielen», sagte der 2,13-Meter-Riese. Als Gegner infrage kommen noch die Oklahoma City Thunder mit Superstar Kevin Durant und die Los Angeles Lakers um Ausnahmespieler Kobe Bryant. Gegen beide Teams ist die Bilanz der «Mavs» in dieser Spielzeit negativ. Gegen die Thunder gab es in vier Begegnungen nur einen Sieg, gegen die Lakers gingen alle vier Duelle verloren.

Doch Nowitzki verbreitet Optimismus. «Das Wichtigste ist, dass wir verletzungsfrei bleiben und unsere beste Leistung jetzt in den Playoffs abrufen können», sagte der Dallas-Kapitän. Dass die Mavericks in der Woche vor den Playoffs nur noch ein Spiel zu bestreiten haben, ist definitiv ein Vorteil. Am Sonntag und Montag strich Coach Rick Carlisle das Training komplett, damit seine Profis neue Kraft tanken konnten.

Beine hochlegen: Nichts für "Dirkules"

«Das tut uns auf jeden Fall gut, weil wir eben nicht mehr das jüngste Team sind», meinte Nowitzki. Er selbst legte die Beine aber nicht hoch. Vielmehr absolvierte er wie in jedem Jahr vor Beginn der K.o.-Runde wieder Extra-Schichten mit seinem Mentor Holger Geschwindner. Schon gegen Ende der Hauptrunde ging es für Deutschlands Sportler des Jahres wieder bergauf, war er regelmäßig bester Werfer und wie im erfolgreichen Titelendspurt 2011 der unangefochtene Leader seiner Mannschaft.

Das war nicht immer so. Nach der kurzen Vorbereitungszeit durch die Europameisterschaft und den ziemlich abrupt beendeten Lockout tat sich Nowitzki anfangs sehr schwer. Zwischenzeitlich nahm ihn Carlisle sogar eine Woche aus dem Spielbetrieb, damit sich Nowitzki wieder fangen konnte. «Die Woche Spielpause hat mir dann sehr gut getan, da habe ich hart gearbeitet. Jetzt ist alles wieder in Ordnung», sagte Nowitzki.

Wie im Vorjahr hat die Mavericks auch dieses Mal keiner der Experten und Gegner auf der Rechnung. Zu schwankend und wechselhaft präsentierte sich der Champion. Doch Nowitzki und Co. ziehen daraus nur zusätzliche Motivation. «Das ist für uns nichts Neues. In den Playoffs werden die Karten neu gemischt», meinte der Blondschopf.

Geht es nach ihm, wird er seine Karriere in Dallas beenden. Nowitzki setzt darauf, dass ihm Clubboss Mark Cuban im Sommer einen zweiten Superstar à la Deron Williams oder Dwight Howard an die Seite stellt. Dass er dann ein wenig ins zweite Glied rücken würde, würde Nowitzki in Kauf nehmen. «Das haben schon andere gemacht, Shaq O'Neal oder Scottie Pippen zum Beispiel», sagte Nowitzki der «Sport Bild».

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Lars Reinefeld, dpa

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