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Stuttgarter Schmeicheleien: "Fürth hat sich sehr stabilisiert"

Spitzenreiter lobt vor seinem Auftritt auf Kleeblatt-Wiese den Gegner - 17.03.2017 23:23 Uhr

Hannes Wolf, Stuttgarts Coach, nimmt die Auswärtsaufgabe in der Kleeblattstadt richtig ernst. © dpa


Rückschlüsse auf das Spiel in Stuttgart lassen sich nicht mehr ziehen, meint Stuttgarts Trainer Hannes Wolf: "Das Ergebnis von damals hilft uns gar nichts. Wir hatten nach vier Minuten 2:0 geführt. Jetzt spielt Fürth in einer ganz anderen Struktur. Was zählt, ist der unmittelbare Eindruck der letzten Wochen."

"Nach vorne haben sie individuelle Qualität"

Und der zeichnet das Kleeblatt nicht unbedingt als Leichtgewicht aus. Obwohl die Leistungen nicht immer berauschend waren, sind die Franken seit sechs Ligaspielen ungeschlagen. Lediglich bei 1860 München setzte es eine knappe Niederlage (1:2). "Fürth hat sich in der Rückrunde sehr stabilisiert. Es ist eine Mannschaft, die nicht so ist wie viele andere, weil sie kicken wollen und einen spielerischen Ansatz suchen. Nach vorne haben sie individuelle Qualität“, sagt Wolf. "Wenn du nicht bereit bist, sie richtig anzulaufen und zu bearbeiten, dann läufst du viel hinterher."

Zu viele Gedanken über den Gegner wird sich Wolf dennoch nicht machen müssen. Sein eigenes Team liefert selbst beeindruckende Werte ab. In keinem der sieben Spielen der Rückrunde gingen die Schwaben als Verlierer vom Platz. Sie fuhren fünf Siege und zwei Unentschieden ein. Zuletzt gab es gegen Bochum und in Braunschweig die beiden Remis (jeweils 1:1). "Wir haben 17 Punkte geholt, aber die beiden Unentschieden, das nervt uns, auch das Heimspiel gegen Bochum", sagt Wolf und ordnet den Anspruch des VfB in dieser Saison klar ein.

Gegen den VfL verschliefen die Stuttgarter die Anfangsphase, lagen schnell zurück und konnten erst spät ausgleichen. "Das ist uns jetzt einmal passiert und soll auch nicht mehr vorkommen", sagt Wolf. Normal versucht der VfB von Beginn an mit viel Druck eine Partie schnell unter Kontrolle zu bringen.

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Gut begonnen, stark nachgelassen und am Ende doch noch einen Punkt geholt. So oder so ähnlich kann man den Kleeblatt-Auftritt in Sandhausen zusammenfassen. 1:1 hieß es aus Fürther Sicht dank eines eingewechselten Angreifers am Hardtwald. Und die Noten? Die sind zum Teil okay, zum Teil aber auch nicht.


Zudem unterstreicht Wolf die Wichtigkeit der Begegnung. Im Anschluss ist Länderspielpause und der VfB will die 15 Tage als Tabellenführer verbringen. Union Berlin hat sich bis auf zwei Punkte herangepirscht, spielt erst am Montagabend zum Abschluss des Spieltags gegen den 1. FC Nürnberg. "Es ist ein ganz wichtiges Spiel. Das Aufstiegsrennen wird zwar nicht entschieden, aber es ist der Abschluss der halben Rückrunde", sagt Wolf zur Standortbestimmung vor dem Schlussspurt.

Ginczek ist eine Option

Personell kann der Stuttgarter Coach aus dem Vollen schöpfen. Auch Daniel Ginczek ist wieder eine Option. Nach einer langen Verletzungsphase erzielte der Ex-Nürnberger als Joker bei seinem ersten Einsatz gegen Bochum den Ausgleichstreffer. Lediglich Sturmtank Simon Terodde wird nach seinem Nasenbeinbruch weiter mit einer Gesichtsmaske spielen müssen. "Ich habe mich schnell daran gewöhnt. Sie behindert mich nicht und ich kann in die Zweikämpfe gehen und Vollgas geben", sagt der 29-Jährige, der sich auf ein Duell mit Innenverteidiger Marcel Franke freuen darf. Fürths Abwehrchef hat seine Knieprobleme auskuriert und ist rechtzeitig zum Topduell wieder einsatzbereit.

Auswärtsfeeling beim Heimspiel?

Mächtig ins Zeug legen müssen sich auch die Fürther Fans. Obwohl der VfB von der SpVgg nur das reguläre Gästekontingent von 2100 Karten erhalten hat, werden über 5000 Fans mit Tickets anreisen. Da kann ein Heimspiel stimmungstechnisch schnell zum Auswärtsspiel werden. Rund 13.000 Zuschauer werden erwartet. Wer aufgrund der Sicherheitskontrollen lange Einlasszeiten vermeiden möchte, sollte am Samstag also rechtzeitig am Laubenweg eintreffen.

Außerdem wurden die Spieltage 29 bis 34 terminiert: Sonntag, 16. April, 13.30 Uhr: Bochum – Fürth; Freitag, 21. April, 18.30 Uhr: Fürth – Dresden; Samstag, 29. April, 13 Uhr: Bielefeld – Fürth; Sonntag, 7. Mai, 13.30 Uhr: Fürth – Karlsruhe; Sonntag, 14. Mai, 15.30 Uhr: St. Pauli – Fürth; Sonntag, 21. Mai, 15.30 Uhr: Fürth – Union Berlin. 

Martin Ferschmann

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