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Werner debütiert: Köllner hat gegen Pauli ein klares Ziel

Wer steht im Kader? Club-Trainer spricht von "schlaflosen Nächten" - 08.09.2017 15:58 Uhr

Hat ein "paar Dinge nachjustiert": FCN-Trainer Michael Köllner. © Sportfoto Zink / ThHa


Die Länderspielpause ist vorbei, an den Zielen des 1.FC Nürnberg hat sich nichts geändert. "Gebetsmühlenartig" wiederhole er es gern, sagte Trainer Köllner anlässlich der Pressekonferenz zum Spiel gegen den FC St. Pauli am Montagabend (20.30 Uhr, Max-Morlock-Stadion, im Live-Ticker auf nordbayern.de): "Unser Ziel ist eine erfolgreiche, stabile Saison." Für den Montag gibt es noch ein Ziel, ein konkretes: "Wir haben gegenüber unseren Zuschauern die Pflicht, Heimspiele zu gewinnen."

Gelingt das gegen den Kiez-Klub, hätte Nürnberg aus fünf Spielen zehn Punkte geholt, das wäre eine mehr als ordentliche Bilanz. Die erste Saison-Niederlage, das verdiente 1:3 beim FC Erzgebirge Aue, hat aber gezeigt, dass es durchaus einen Rahmen für Wünsche und Erwartungen gibt, und mit dem FC St. Pauli ist nun ein Team zu Gast, das 2016/17 die beste Rückrunde seiner Vereinsgeschichte gespielt hat. Vom letzten Rang ging es auf den siebten.

Experimente mit der Dreierkette

"Ein paar Dinge nachjustiert", sagt Köllner, habe man nach dem missglückten Ausflug ins Erzgebirge, "in Systemfragen und im athletischen Bereich." Konkret studierten Team und Trainer ein 3-4-3-System ein, mit gutem Erfolg, wie Köllner sagt. Es soll eine Option bleiben, für Montag ist aber eher mit dem erprobten 4-1-4-1-System zu rechnen, "es ist unser Standardsystem, das passt sicherlich zu St. Pauli".

Dass man es im Frühjahr im verlorenen Punktspiel gegen die Hamburger schon einmal mit einer Dreierkette versuchte, sagte Köllner, habe keine Relevanz, obwohl die Versuchsanordnung klappte - allerdings nur für eine halbe Stunde.

Petrak mit Eifer im Training

Wer das System mit Leben erfüllt, ließ der Trainer offen, viele Veränderungen wird es allerdings nicht geben. Lediglich Neuzugang Tobias Werner wird sein Debüt geben, wahrscheinlich auf dem linken Flügel, einen "aufgeweckten Eindruck" (Köllner) hinterließ der vom VfB Stutgart ausgeliehene Geraer, überhaupt sei es "eine exzellent starke Trainingswoche" gewesen.

Den Eifer von Ondrej Petrak strich Köllner noch einmal besonders heraus, mit dem Startelf-Debüt von Ewerton ist deshalb eher weniger zu rechnen. Die Position im defensiven zentralen Mittelfeld dürfte wieder an Eduard Löwen gehen, auch wenn Patrick Erras nach monatelanger Verletzungspause inzwischen sogar wieder ein Kandidat für die Start-Elf ist, sagt Köllner. Ein Risiko will Köllner aber nicht eingehen.

Vorübergehend ausfallen werden Patrick Kammerbauer (Blinddarm-OP) und die angeschlagen von ihren internationalen Einsätzen zurückgekehrten Rurik Gislason und Enis Alushi. Wer überhaupt im Kader steht? Die Frage hat Michael Köllner schon schlaflose Nächte bereitet, wie er erzählte - mitten in der Nacht habe ihn dieser Gedanke geweckt und umgetrieben: "Wen sollst du streichen?". Die Antwort wird man erst am Montagabend kennen. Sicher ist: Die meisten seiner Vorgänger hatten viel peinigerende schlaflose Nächte als Michael Köllner. 

Hans Böller

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