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Ab 1. Juli: E-Ticket für VGN zunächst nur für Abonnenten

Langfristig soll es das Papierticket nach und nach ersetzen - 07.06.2018 14:23 Uhr

Das neue E-Ticket ist handlicher und robuster als die Papierversion. © VGN


Die auf dem Postweg zugeschickte Wertmarke vorsichtig vom Papier lösen, den Verbundpass aus der oft ziemlich widerspenstigen Klarsichthülle nesteln und die neue Wertmarke aufkleben – es gibt benutzerfreundlichere Wege, seinen Fahrausweis zu verlängern. Tim Dahlmann-Resing ist deshalb zuversichtlich, dass sich die meisten Kunden des Verkehrsverbundes schnell von den Vorteilen des elektronischen Tickets überzeugen lassen.

Das nicht mit dem im Jahr 2007 eingeführten Handy-Ticket zu verwechselnde eTicket (die Anbieter haben sich für eine Schreibweise à la Apples iPhone entschieden) bietet nach Ansicht des für Technik und Marketing verantwortlichen Vorstandes der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) viele Vorteile: "Die Chipkarte passt in jede Geldbörse, sie ist handlicher und robuster als die frühere Papierversion, kann bei Verlust oder Diebstahl einfach gesperrt werden und ist fälschungssicher", erklärt Dahlmann-Resing.

Verschlüsselt abgespeichert

Alle relevanten Daten, die bislang auf dem Papierticket aufgedruckt sind, werden nun auf der Chipkarte in verschlüsselter Form abgespeichert. Und wenn die Kunden mit dem Abdruck ihres Fotos auf der Chipkarte einverstanden sind, müssen sie bei Fahrkartenkontrollen auch nur ihr E-Ticket und kein weiteres Ausweisdokument vorzeigen. Darüber hinaus orientiere man sich streng an den geltenden Datenschutzbestimmungen, versichert Jürgen Haasler, Marketing-Geschäftsführer des VGN. Es sei zum Beispiel nicht möglich, Bewegungsprofile von Kunden zu erstellen.

In einer sechsmonatigen Testphase von Oktober bis März prüften 100 VGN-Kunden das neue System im Realbetrieb, wobei in Zusammenarbeit mit den Software-Entwicklern noch einige Kinderkrankheiten ausgemerzt wurden. Manchmal seien die E-Tickets laut Dahlmann-Resing zu langsam oder überhaupt nicht von einigen mobilen Lesegeräten erkannt worden, inzwischen seien diese Probleme aber beseitigt.

Für die 90.000 Abonnenten

Die VAG sowie die Erlanger Stadtverkehr GmbH und die infra fürth verkehr GmbH, allesamt Mitglieder des VGN, richten sich mit ihrem neuen Angebot zunächst an die rund 90.000 Abonnenten des Verkehrsverbundes, sukzessive sollen dann weitere Kundengruppen wie Schüler und Studenten das neue E-Ticket nutzen können.

"Wir werden das Papierticket mit Sicherheit nicht in einer Hauruck-Aktion abschaffen", beteuert Tim Dahlmann-Resing. Vielmehr wolle man die Menschen von den erheblichen Vorteilen der neuen Technik überzeugen. Benötige man zum Beispiel wegen eines Jobwechsels oder eines Umzugs eine andere Tarifstufe, könne man das künftig bequem vom heimischen PC aus ändern. 

André Ammer

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