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Geht der TSV Kirchehrenbach in eine SG?

Am Walberla könnte sich die nächste Fußball-Fusion anbahnen

Wohin steuert der TSV Germania Kirchehrenbach? Diese Frage wabert um das Walberla spätestens, seit den Fußballern als Aushängeschild des Vereins in der Kreisliga der Saisonstart gehörig missriet. Dass unter den sportlichen noch ernstere strukturelle Probleme schlummern, beweist eine kurzfristig anberaumte außerordentliche Mitgliederversammlung.

Bildet sich am Walberla eine neue Herren-Spielgemeinschaft?

 / © Ralf Rödel

Stephan Schleiwies, der die 1. Mannschaft seines Heimatvereins im Sommer vor einem Jahr als Trainer übernahm, hatte eine dunkle Vorahnung. Nicht nur, dass er bei aller Euphorie nach dem überraschenden Aufstieg in die Bezirksliga kommen sah, wie schwer es die unerfahrene Mannschaft ohne externe Verstärkungen in der ambitionierten Spielklasse haben würde. Schleiwies warnte noch vor Rundenschluss, der schließlich in den Abstieg mündete, vor der nächsten vielleicht noch komplizierteren Herausforderung. „Wir müssen die Misere aus den Köpfen kriegen und in der Kreisliga schnellstens in die Gänge kommen. Es sind schon ganz andere Kaliber durchgereicht worden.“

Dünne Personaldecke

Tatsächlich warten seine Schützlinge nach sieben Partien noch auf den ersten Dreier. Schwerer als die sportlichen Anpassungsschwierigkeiten in der alten Umgebung wiegt hingegen die personelle Ressourcenknappheit. Im Funktionsstab werden aktuell ein Betreuer und Spielleiter für die erste Garde vermisst, derweil müssen in gleich beiden Herrenmannschaften Kaderlücken durch die Alten Herren geschlossen werden. 

Dahinter steht ein in diesem Saisonübergang besonders schmerzlicher Aderlass. Mit den Brüdern Simon und Dominik Postler (beide vorläufiges Karriereende) sowie Philipp Eismann, Christian Städtler oder Torwart Timo Bail, die neue Herausforderungen suchten, verlor die Gruppe wichtige Stützpfeiler. Der in vorigen Jahren prächtig gediehene Nachwuchsnachschub scheint derzeit versiegt. Freilich buhlt der TSV in diesem Sektor auch mit den drei Nachbarn aus Schlaifhausen, Pretzfeld und Leutenbach um die frischen Kräfte aus der gemeinsamen SG Walberla.

In logischer Konsequenz wird nun hinter den Kulissen auch für den Herrenbereich ein Zusammenschluss diskutiert. Dies lässt sich aus der Einladung zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 20. September, zum einzigen Tagesordnungspunkt „Abteilung Herrenfußball“ ableiten. Während sich die Vorstands- Etage bedeckt hält und sich wohl erst gegenüber den zu überzeugenden Mitgliedern erklären will, bestätigt Fußball-Abteilungsleiter Michael Meier die Vermutungen. Er verrät, dass es „eine lose Anfrage an einen Verein aus der Umgebung“ gegeben habe.

Interessante Partner-Liste

Von der interessanten Liste der Kandidaten können nach NN-Recherchen der SV Pretzfeld und die DJK Schlaifhausen, die laut Aussage von Repräsentanten nicht kontaktiert wurde, gestrichen werden. Neben der schwer vorstellbaren Konstellation, die gerade frisch gestartete Kooperation zwischen dem FC Leutenbach und dem SV Mittelehrenbach zu erweitern, drängt sich ein Bündnis mit dem SV Weilersbach auf.

Obwohl beide Seiten eine gewisse Rivalität über die B 470 pflegen, beschäftigten sie sich vor etwa zwei Jahren doch zumindest kurzfristig mit einer Bündelung der Kräfte im Bereich der Reserve und der AH. Die Gloria indes, so heißt es aus informierten Kreisen, fühlt sich trotz wechselhafter Leistungen in der Kreisklasse dank der intensiven Jugendarbeit für die Zukunft gerüstet. Der für eine Prognose prädestinierte Stephan Schleiwies wiederum hält sich in diesem brisanten Fall zurück.

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