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Mit Fußballschuhen ins Gesicht gesprungen

Brutales Ende des A-Klassen-Spiels zwischen dem Türkischen SV Erlangen und der SG Büg/Brand II

Ein brutales Nachspiel fand die A-Klassen-Partie zwischen dem Türkischen SV Erlangen und der SG Büg/Brand II am Sonntagnachmittag. Einem Sportler wurde dabei mit Fußballschuhen ins Gesicht getreten. Jetzt ermittelt die Polizei.

© Sportfreunde FC Büg

Am Sonntagnachmittag kam es im Nachgang der Begegnung zwischen dem Tükischen SV Erlangen und der Spielgemeinschaft Büg/Brand II in der A-Klasse 2 zu brutalen Übergriffen unter den Sportlern. Nach dem Schlusspfiff gerieten laut Polizei zunächst mehrere Spieler beider Mannschaften aneinander. Ein 32-jähriger Spieler der Heimmannschaft soll dabei derart in Rage geraten sein, dass er einem 23-jährigen Gästespieler mit den Fußballschuhen "in Kung-Fu-Manier ins Gesicht sprang", wie die Pressestelle der Polizei Erlangen-Stadt mitteilt. Durch die Stollen der Schuhe wurde das Opfer im Gesicht verletzt - mehrere Schürfwunden waren die Folge. 

In der folgenden Auseinandersetzung kam es zu weiteren Körperverletzungen unter den Beteiligten. Der genaue Hergang wird derzeit von der Polizei untersucht. Gegen den 32-jährigen Spieler der Heimmannschaft wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Hinweise von unbeteiligten Zeugen, werden von der Polizei Erlangen unter der Rufnummer 09131/760-114 entgegengenommen.

Auf Facebook gehen im Nachgang der Eskalation die Schilderungen beider Klubs weit auseinander. Die Sportfreunde FC Büg bestätigen in ihrem Statement grundsätzlich die Pressemeldung der Polizei und kündigen an, künftig nicht mehr gegen den Türkischen SV spielen zu wollen: "Nachdem diese Mannschaft nicht das erste Mal auffiel, Schiedsrichter sich nicht trauen, Stellung zu beziehen (...) und vor niemandem halt gemacht wird, sollte der Verband endlich reagieren - WIR werden nicht mehr gegen solch eine Mannschaft antreten, um da ein Zeichen zu setzen. Das hat mit Sport nichts mehr zu tun."

Der Türkische SV Erlangen hingegen stellt die Angelegenheit in einem Kommentar unter dem Büger Posting komplett gegensätzlich dar. So soll ein Büger Zuschauer die Eskalation erst ausgelöst haben, indem er den Schiedsrichter auf dem Weg zur Kabine körperlich attackierte. Und auch der von der Polizei erwähnte "Kung-Fu-Tritt" soll laut türkischer Seite durch einen Büger Spieler erfolgt sein. 

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