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Endlich eine ruhige Winterpause für den ASV Pegnitz

Kreisliga 2

Nach zuletzt zwei Krisenjahren können die Kicker des ASV Pegnitz in dieser Saison zum ersten Mal wieder einen entspannten Jahreswechsel verbringen. Unter dem neuen Trainerduo Kevin Kühnlein/Fabian Wedel steht zur Winterpause Tabellenplatz acht zu Buche, mit dem die Verantwortlichen nicht unzufrieden sind. Der Kader hat sich seit den Landesliga-Zeiten stark verändert, und nur noch wenige aus der damaligen Zeit sind noch an Bord. Einer davon ist Nikolai Reichel, der in seiner Truppe einen neuen Geist ausgemacht hat.

Nikolai Reichel (links) im Duell mit Pottensteins Patrick Schmidt. Der 24-jährige Stürmer ist einer der wenigen Spieler, die dem ASV Pegnitz aus Landesliga-Zeiten geblieben sind. 

 / © Trenz

„Die Stimmung ist deutlich besser. Wir sind als Mannschaft wieder enger zusammengerückt. Alle bleiben nach den Spielen wieder länger hocken, und jeder Einzelne hat nicht so viel Druck, weil wir wissen, dass wir in der Kreisliga bestehen können. Vorher war die Angst schon bei jedem da.“ So beschreibt Reichel die neue Zuversicht in der ersten Mannschaft des ehemaligen Landesligisten. Nach zuletzt zwei Abstiegen in Folge, dem freien Fall von der Landesliga in die Kreisliga, haben Kühnlein und Wedel es geschafft, das Team zu stabilisieren und die Talfahrt zu stoppen. Zwar wäre nach einem guten Start noch mehr als Platz acht drin gewesen, doch das will Reichel nicht zu hoch hängen. „Sportlich gesehen können wir noch nicht ganz zufrieden sein, da wäre mehr möglich gewesen.“

Vergleiche mit Landesliga-Zeit

Der 24-Jährige ist einer der wenigen Verbliebenen aus erfolgreicheren Zeiten, und so kann er Vergleiche zu den Landesliga-Zeiten ziehen: „Das kann man nicht mehr miteinander vergleichen. Die Trainingsintensität war eine ganz andere, da hatten wir teilweise schon drei-, viermal die Woche Training, heute sind es nur noch zwei Einheiten. Auch waren die Trainings anders gestaltet, vom Niveau gibt es da schon große Unterschiede. Aber unser Trainer kommt ja selber aus der Regionalliga und ist absolut hinterher, legt aber auch viel Wert auf den mannschaftlichen Zusammenhalt.“ Auch sonst findet Reichel nur lobende Worte für den ehemaligen Amberger Kühnlein, der zusammen mit Wedel den Umschwung geschafft hat. „Die beiden passen perfekt nach Pegnitz. Es könnte nicht besser sein, und jeder Spieler ist sehr zufrieden mit den beiden.“

Nach einem starken Auftakt sah es sogar so aus, als könnte der ASV im Kampf um den Aufstieg ein Wörtchen mitreden, doch eine längere Schwächephase zum Ende hin ließ die Schulstädter ins Tabellenmittelfeld abrutschen. „Es war eigentlich von Anfang an klar, dass nach dem starken Start irgendwann ein kleiner Bruch kommen könnte. Wir haben einen jungen Kader, der meiner Meinung nach auch etwas zu klein ist, so dass wir wenig rotieren konnten.“ Beiden Spielertrainern gelangen bisher jeweils fünf Saisontreffer, ansonsten sind die Pegnitzer für den Gegner schwer ausrechenbar, ein Geheimrezept hinter der neuen Stärke. „Man kann schon unterstreichen, dass die mannschaftliche Geschlossenheit unsere Stärke ist. Zwar hätten unsere Stürmer auch den ein oder anderen Treffer mehr machen können, aber bei uns können viele Tore machen, und gerade nach Standards haben wir häufig getroffen.“ Für die Rückrunde hat sich Reichel persönlich vorgenommen, verletzungsfrei zu bleiben und weiter konstant gute Leistungen abzurufen. Für sein Team wünscht er sich, dass weiter Erfahrung gesammelt wird und der Anschluss nach vorne nicht komplett verloren geht. „Wir wollen eine gute Vorbereitung absolvieren und dann durchstarten.“

Dabei helfen sollen auch Neuzugänge, die den kleinen Kader verstärken: Aus Trockau kommt der bisherige Kapitän der SG, Nico Thiem, der die Abwehr weiter verstärken soll. Der 23-Jährige spielte schon in der Jugend in Pegnitz und will nun nochmals in der Kreisliga angreifen. Auch der zweite Neue lässt aufhorchen und verspricht einiges an Qualität: Von der SG Weigendorf/Hartmannshof schließt sich Peter Gunawardhana dem ASV an. In Hersbruck schnupperte der ebenfalls 23-Jährige schon Bezirksliga-Luft und war in den letzten beiden Jahren unumstrittener Leistungsträger beim Kreisklassisten. 

Gespräche führte die Sportliche Leitung um Steffen Weihrich auch schon mit dem Trainerduo, ob die beiden auch in der kommenden Saison am Ruder bleiben, doch noch gibt es nichts zu verkünden. Mitte bis Ende Januar rechnet Weihrich hier mit einer Entscheidung.

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