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SG Oberes Pegnitztal und Klemens Merkl trennen sich im Sommer

Kreisliga 2

Nach dem Aufstieg im ersten Jahr nach der Gründung der SG Oberes Pegnitztal (SC Rupprechtstegen, TSV Velden, SV Hartenstein, SV Alfalter) hat die Elf von Klemens Merkl in der Kreisliga noch Schwierigkeiten und muss auf einem Abstiegsplatz überwintern. Für den Top-Torjäger und Abteilungsleiter des TSV Velden, Marco Singer, aber kein Grund, die Hoffnung aufzugeben. Nach der Saison gibt es dann einen Wechsel auf dem Trainerposten, denn sowohl der Vertrag von Merkl als Trainer der ersten Mannschaft als auch der von Uwe Scharrer, verantwortlich für die Zweite, werden nicht verlängert.

Klemens Merkl und die SG Oberes Pegnitztal beenden im Sommer ihre Zusammenarbeit.

 / © Peter Roggenthin

Merkl stand vor der Saison vor der schwierigen Aufgabe, einen Umbruch in der Mannschaft trotz des Aufstiegs durchzuführen. Einige ältere und verdiente Spieler, unter ihnen auch Uwe Gerstacker, langjähriger Führungsspieler des SC Rupprechtstegen, hängten die Schuhe an den Nagel, und so mussten die Jungen die Lücke schließen. Dies sorgte laut Singer vor der Saison für einige Bedenken: „Der Aufstieg direkt nach dem Zusammenschluss war für uns überraschend und war eigentlich auch nicht das Ziel. Viele, die wir eigentlich noch bräuchten, haben dann aber aufgehört, und so haben wir einen kleinen Kader. So haben viele schon vor der Saison gesagt, dass es sehr schwer wird in der Kreisliga. Es gab viele Zweifel, aus der Bezirksliga-Mannschaft aus Rupprechtstegen spielen ja auch nur noch ganz wenige. So haben wir am Anfang auch gemerkt, dass viele verunsichert waren.“

Dies spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider, denn es dauerte bis zum achten Spieltag, ehe der erste Sieg eingefahren wurde. „Wir sind schwierig gestartet, wir hatten viele Verletzte und haben viele Tore bekommen. Aufgrund des Umbruchs mussten viele auf unbekannten Positionen spielen, so dass das Zusammenspiel und die Abstimmung nicht gepasst hat.“ Den ersten Sieg gab es dann gegen den TSV Brand, doch darauf folgten erneut vier Pleiten am Stück. Zum Kellerduell gegen Kirchehrenbach hatte die SG dann aber ihre sieben Sachen zusammen und feierte so einen überlebenswichtigen Dreier. „Das Kirchehrenbach-Spiel war die Wende. Wir hatten davor eine Art Krisensitzung und haben auch das System umgestellt. Seitdem läuft es gut, wir müssten uns nur noch öfter belohnen. Schade, dass wir da stehen, wo wir stehen, aber uns fehlt auch ein bisschen ein Knipser.“

"Sind nicht so weit weg"

Die Hoffnung aufgeben kommt für Singer nicht in Frage, bei nur drei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer sicher auch kein aussichtloses Unterfangen. „Es ist noch alles drin, wir geben nicht auf. In der Kreisliga kann jeder jeden schlagen, außer vielleicht Ottensoos, denn es ist eigentlich insgesamt ein Level. Wir haben gemerkt, dass wir nicht so weit weg sind, und ich bin sehr zuversichtlich.“ Einen weiteren Ansporn für den Klassenerhalt findet Singer in dem Willen, den Jugendspielern eine gute Perspektive zu bieten. Mit der zweiten Mannschaft in der A-Klasse und der Ersten in der Kreisliga sieht er die SG sehr gut aufgestellt und will diesen Zustand unbedingt beibehalten. Entscheidend sind für ihn vor allem die Duelle gegen die direkten Konkurrenten: „Wir müssen die Spiele gegen unsere direkten Gegner gewinnen, die haben wir alle zu hause. Dann reicht auch mal ein Remis gegen eines der oberen Teams.“

Das Verhältnis zwischen den Vereinen hat unter der kleinen Ergebniskrise nicht gelitten, und so sieht Singer in der SG weiter die optimale Lösung: „In den gesamten zwei Jahren gab es noch keinen Streit. Es läuft alles extrem gut. Auch wenn wir mal den Spielort wechseln, läuft das immer reibungslos, und es gibt keinerlei Streitereien.“ Auch in der Mannschaft läuft die Spielgemeinschaft harmonisch, in der Anfangsphase der Saison gab es zwar kleinere Reibereien, die durch die Krisensitzung aber wieder ausgemerzt wurden, so dass der 24-Jährige voller Zuversicht ist, was die Zukunft der SG angeht.

In dieser wird allerdings nicht mehr Klemens Merkl am Ruder sein, der Vertrag des Coaches wird nicht verlängert. „Wir haben für die SG eine sportliche Leitung gegründet, bestehend aus den Abteilungs- und Spielleitern, die auch schon Gespräche mit den Trainern geführt hat. Wir haben beschlossen, dass zur neuen Saison neue Trainer kommen werden. Die Verträge von Klemens Merkl und Uwe Scharrer als Trainer der Zweiten werden nicht verlängert.“

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