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Eckenhaider Login gekapert: Wüste Beleidigungen gegen Schnaittachs Dritte

B-Klasse 5

Am Sonntagvormittag empfing die SG Eckental die dritte Mannschaft des 1. FC Schnaittach. Wie am Nachmittag publik wurde, landeten wüste Beschimpfungen im Liveticker. Jetzt hat sich der SC Eckenhaid, von dessem BFV-Account die bösen Worte offenbar abgesendet wurden, in aller Form entschuldigt und liefert eine Erklärung ab, warum es dazu kam.

© Christin Klose/dpa

Mit großem Erschrecken erfuhr der SC Eckenhaid am Sonntagnachmittag von Kreisspielleiter Max Habermann, dass der BFV-Liveticker zur Partie SG Eckental gegen Schnaittach III unflätige Beschimpfungen enthält. Nach kurzer Recherche kam der SCE zu einem Verdacht, wie es zu diesem unschönen Vorfall gekommen sein könnte. Gleichzeitig gibt es ein versöhnliches Angebot in Richtung Schnaittach, das anders als der Ticker-Text wieder voll und ganz den Sportsgeist und die Partnerschaft des Amateurfußballs atmet.

Die ganze Geschichte:

Die Partie selbst verlief am Sonntag ausgesprochen fair. Auf dem Platz wurde sogar das eine und andere Mal gescherzt. Als im Nachgang publik wurde, welche Sätze im Ticker standen, da waren die Eckenhaider laut Abteilungsleiter Martin Rauh geschockt. Rauh habe es nach eigener Aussage "fast die Schuhe ausgezogen", als er von den Beleidigungen gegen Schnaittach erfahren habe.

In Schnaittach ist man freilich alles andere als erfreut über die ausgestoßenen Beleidigungen. "Sowas macht man als Sportsmann nicht. Selbst wenn das im alkoholisierten Zustand passiert ist, muss man seine sieben Zwetschgen zusammenhaben", sagt Abteilungsleiter Helmuth Eichler, der die Eckenhaider auffordert, so ein Verhalten in den eigenen Reihen zu sanktionieren. Doch Eichler gibt sich gleichzeitig versöhnlich: "Wir wollen mit unseren Nachbarvereinen ein gutes Verhältnis. Mit einer Entschuldigung aus Eckenhaid ist für uns die Sache erledigt."

Schnaittachs Spielleiter der dritten Mannschaft, Niklas Schmitz, stellt die Geschehnisse nochmal chronologisch nach: "Wir - also Trainer Thomas Eymold und ich - haben am Samstag um 17 Uhr davon erfahren, dass diese Sätze online stehen. Nachdem einige andere Leute im Verein davon gelesen haben, habe ich beim BFV per Mail nachgefragt, was man denn in so einer Sache tun kann. Ziel war es, dass diese Sätze so schnell wie möglich aus dem Netz verschwinden, und nicht, Eckenhaid in irgendeiner Form beim Verband anzuzeigen. Und tatsächlich waren Samstagabend die Beleidigungen draußen." Die Mannschaft, so Schmitz, habe am Sonntag noch nichts von den Einträgen im Ticker gewusst, was womöglich zum fairen Verlauf des Spiels beigetragen haben könnte. 

Die Reaktion aus Eckenhaid - genauer der obige Facebook-Post - nötigt Schmitz Respekt ab: "Wir waren positiv überrascht über diese gute Geste." Nichtsdestrotrotz seien die Beleidigungen von einem Vereinsaccount aus geschrieben worden, was für Schmitz zur Folge haben müsse, dass der SCE den Verfasser ausfindig macht, damit solche Dinge nicht wieder vorkommen. Eines stellt Schmitz klar: "Hinter solchen Beleidigungen steht natürlich nie ein ganzer Verein, das kommt sicherlich von einer Einzelperson." Interessieren würde den Schnaittacher Spielleiter das Motiv: "Wir waren geschockt als wir diese Sätze lasen, weil wir nicht wissen, was in der Vergangenheit vorgefallen sein soll, das solche Sätze nach sich ziehen würde." Für die Zukunft wünscht sich Schmitz, dass man wieder mit ruhigem Gewissen in die direkten Duelle mit Eckenhaid beziehungsweise der SG Eckental gehen könne und man den Spaß am Hobby "Fußballspielen" nicht verlieren möge.

+++ Dieser Artikel wurde am 8. Oktober 2019 um 17:06 Uhr mit den Aussagen vom 1. FC Schnaittach aktualisiert +++

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