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Sittenbachtal marschiert, Hersbruck II verliert

Kreisklasse 4 11. Spieltag

An der Spitze setzen die Taler ihre Siegesserie fort und haben nun schon acht Zähler Vorsprung vor der Hersbrucker Reserve, die gegen Diepersdorf II verlor. Der TV Leinburg schnappte sich den Derby-Dreier gegen den FSV Weißenbrunn. Der SK Heuchling fuhr derweil einen nie gefährdeten Auswärtssieg in Röthenbach ein.

Hersbrucks Julian Pawlik (am Ball) wird abgeschirmt von Christian Müller von der SpVgg-Reserve.

 / © Keilholz

Erfolgreich brachte Schönberg den Auswärtstermin beim TSV über die Bühne und gewann das Match mit 5:1. Seine zweite Saisonniederlage musste der TSV Lauf dabei einstecken. Nachdem man bislang nur gegen Überflieger SpVgg Sittenbachtal verloren hatte, zog die Truppe von TSV-Trainer Daniel Volkmann nun ggen den Titelaspiranten FSV Schönberg den Kürzeren – mit einem deutlichen 1:5. Dabei unterstrichen die Gäste bereits früh, dass sie sich für dieses Spiel viel vorgenommen hatten und erzielten in der sechtsen Minute durch Tim Brauner die frühe Führung. Kurz vor der Pause gelang es ihnen dann, durch Patrick Künzel zur 2:0-Halbzeitführung zu erhöhen. Im zweiten Spielabschnitt sorgte dann TSV-Kapitän Mario Bickel kurzzeitig für Hoffnung bei den Platzherren, als er den Anschlusstreffer erzielte. Doch nur fünf Minuten danach folgte bereits die kalte Dusche, als Nick Felsberger den alten Abstand wiederherstellte und weitere zwei Minuten später Kevin Wyciszok das vorentscheidende Tor zum 1:4 nach 60 Minuten machte. Zum Endstand von 1:5 erhöhte dann Tim Landshammer eine Viertelstunde vor Schluss. Der FSV Schönberg hat nach dem souveränen Erfolg über den TSV Lauf weiter die dritte Tabellenposition inne. 

Der SV Neuhaus-Rothenbruck zog dem FC Schnaittach II das Fell über die Ohren: 2:9 lautete das bittere Resultat aus Sicht des Tabellenletzten. Das Tabellenschlusslicht aus Schnaittach startete denkbar ungünstig in die Partie, nachdem sich der Spielertrainer der Hausherren sich auf rechts durchsetzte und in der Mitte Sander fand, der zur frühen Führung einschob. Schnaiitach lauerte auf Konter und belohnte sich mit dem Ausgleich nur kurze Zeit später durch einen Treffer nach einem solchen Konter durch Marc Dotzler. Neuhaus gab weiter den Ton an und ging nach einem Zuspiel von Lindner auf Müller erneut in Führung. Dieser schob den Ball ins lange Eck am Torwart vorbei. Jener Nico Müller vergab weitere Großchancen. Zunächst scheiterte er am Keeper der Gäste, anschließend setzte er einen vielversprechenden Kopfball drüber. Nach einem Pfostenschuss durch Sander hätten dann auch die Gäste den zweiten Treffer erzielen müssen, doch der Stürmer der Gäste scheiterte an Keeper Morner. Das Tor fiel dann auf der anderen Seite wo Sander auf Müller spielte, welcher zum zweiten Mal in dieser Partie traf. Zur Pause war es eine verdiente Führung, die aber aufgrund gefährlicher Konterangriffe der Gäste wankte. Die Spannung wurde nach 60 Minuten endgültig geraubt, nachdem Sander zum zweiten Mal einnetzte, vorrausgegangen war eine schöne Einzelaktion von Müller. Das zweite Tor der Gäste erzielte kurz darauf Julius Kügel, der nach einem Freistoß eiskalt abstaubte. Nico Müller traf nur zwei Minuten später aber zu seinem Hattrick nach einem tollen Sololauf. Der eingewechselte Lukas Ostfalk machte anschließend das Dutzend perfekt, nach einem klasse Steilpass von Jan Morner. Die Gegenwehr der Schnaittacher war zu diesem Zeitpunkt längst gebrochen. Daniel Lindner erzielte per direkten Freistoß ins rechte Eck zehn Minuten später das siebte Tor. Die letzten zwei Treffer waren dann nochmals Ostfalk vorbehalten, der nach Zuspielen von Akkaya und Müller seinen zweiten und dritten Treffer an diesem Nachmittag erzielte. Am Ende war es deswegen eine herbe Klatsche für die Gäste aus Schnaittach. Nach elf Spieltagen und nur zwei Niederlagen stehen für den SV Neuhaus-Rothenbruck 17 Zähler zu Buche. Offensiv konnte dem SVN in der Kreisklasse Erlangen/Pegnitzgrund 4 kaum jemand das Wasser reichen, was die 32 geschossenen Treffer nachhaltig dokumentieren.

Für den FCH II endete das Auswärtsspiel gegen die SpVgg II erfolglos. Die Elf von Frank Fahsl gewann 1:0. In Hälfte eins passierte so gut wie nichts. Erst mit Wiederanpfiff ging die Partie eigentlich richtig los. In der 50. Minute jubelte der Anhang vom FC Hersbruck über den vermeintlichen Führungstreffer, der Schiedsrichter erkannte vorher aber eine Abseitsstellung. Nach einem langen Ball aus der Diepersdorfer Verteidigung in der 75. Minute landete der Ball bei Diepersdorfs Kaller, der nur noch vom letzten Mann der Hersbrucker am 16-Meterraum zu Fall gebracht wurde. Eine klare Rote Karte, aber Schiedsrichter Kaufmann hatte für dieses regelwidrige Foul nicht mal Gelb gezückt. Der darauffolgende Freistoß, getreten von Markus Meier landete in der Mauer. Zwischen der 75. und 83. Minute hatten die Hausherren mehrere hochkarätige Möglichkeiten, die allesamt vergeben wurden. In der 85. Minute dann erneut eine Doppelchance für Diepersdorf. Erst scheiterte Meier aus kurzer Distanz am Gästekeeper Moschik, den Abpraller setzte Spielertrainer Fahsl an den Pfosten. In der 87. Minute war es dann soweit. Ein Schuss von Kaller wurde von einem Hersbrucker abgefälscht, die Bogenlampe landete über Gästekeeper Moschik zur Führung für Diepersdorf im Gehäuse. Mit diesem knappen Sieg fuhr die Reserve der SpVgg aufgrund einer starken zweiten Hälfte verdient die drei Punkte ein. Diepersdorf II schiebt sich in der Tabelle nach vorne und belegt jetzt den neunten Tabellenplatz. Hersbruck II nimmt mit 25 Punkten den Aufstiegsrelegationsplatz ein. 

Die SG Am Lichtenstein ist nicht über ein torloses Unentschieden gegen die SG Oberes Pegnitztal hinausgekommen. In der ersten Halbzeit zeigte sich das Spiel sehr ausgeglichen mit keinen nennenswerten Torchancen auf beiden Seiten. Nach dem Seitenwechsel folgte die erste Chance der Gäste durch Robin Wild in der 48. Minute. Er bekam den Ball am Sechzehner, schoss aber direkt übers Tor. Auch der weitere Verlauf war eher unspektakulär. Die Gastelf der Spielgemeinschaft Am Lichtenstein versuchte sich in Minute 79 erneut vor dem Tor, nachdem Wild allein im Strafraum stand. Philipp Hutzler, Hintermann der Platzherren, klärte den Ball jedoch problemlos. In letzter Minute, so schien es, versuchte die Heimelf noch den Sieg herbeizuführen. Sinan Sahin spielte von links in den Sechzehner, Ricardo Singers Schuss fand seinen Weg aber über das Tor. Zu mehr als Platz zwölf reicht die Bilanz der SGOP derzeit nicht. Ein Punkt reichte der SGAL, um in der Tabelle aufzusteigen. Mit nun 19 Punkten stehen die Gäste auf Platz fünf. 

Der SK Heuchling setzte sich standesgemäß gegen den FC Röthenbach mit 3:0 durch. In der Anfangsviertelstunde tasteten beide Mannschaften sich zunächst ab ohne große Gefahr auf beiden Seiten zu versprühen. Beide Teams taten sich schwer offensive Akszente zu setzten. Das änderte sich durch eine Standardsituation nach knapp zwanzig Minuten. Viktor Schwarzer stieg nach einem Eckball von Max Weiss hoch und köpfte in die Maschen ein. Von nun an waren die Gäste klar spielüberlegen und Röthenbach konnte keine wirklichen Akzente setzten. Ausnahme war die einzige echte Großchance für die Hausherren in der Partie kurz nach der Heuchlinger Führung. Aber Louis Gloner scheiterte freistehend an David Lingansch, dem Torhüter der Laufer. Heuchling bestimmte weiter das Geschehen und vergab mehrere Möglichkeiten auf den zweiten Treffer. Ein Tor von Max Weiss wurde kurz vor der Halbzeit wegen Abseits nicht anerkannt. Auch im zweiten Spielabschnitt spielten die Heuchlinger den besseren und schöneren Fußball. Viktor Callian war es dann der im Strafraum der Platzherren zu Fall gebracht wurde, weswegen der Unparteiische auf Strafst0ß entschied. Max Weiss ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und setzte den Ball halbhoch ins Netz. Die Gäste ließen den Ball weiter in ihren eigenen Reihen laufen und fuhren zwei Gänge zurück, ohne aber dass überhaupt der Gedanke entstand, dass der FC zurück ins Spiel kommen könnte, zu ungefährlich waren die Offensivbewegungen der Heimmannschaft. Heuchlinger erhöhte nochmal in der Schlussphase nach Pass von Callian traf, Lukas Linz zum dritten Treffer der Laufer. Insgesamt war es ein nie gefährdeter und souveräner Auswärtssieg der Gäste. Die deutliche Niederlage verschärft die Situation des FCR immens. Der Negativtrend hält an, mittlerweile kassierte Röthenbach die dritte Pleite am Stück. Mit dem Erfolg in der Tasche rutschte der SKH im Klassement nach vorne und belegt jetzt den vierten Tabellenplatz. 

Die SpVgg Sittenbachtal setzte sich standesgemäß gegen die SG Weigendorf/Hartmannshof mit 3:0 durch. Die ersten 45 Minuten standen die Platzherren ziemlich defensiv und ließen die Gäste aus dem Sittenbachtal das Spiel bestimmen. Daraus ergaben sich auch ein paar Torchancen für die Gastelf. Erst in der zweiten Hälfte nahm die Partie deutlich an Intensität zu. Christian Strobl sah in der 72. Minute Gelb-Rot und die Heimelf war nur noch zu zehnt. Mit dem Elfmeter zum 0:1 von Michael Pörner und dem 0:2 durch einen Konter schien die Begegnung so gut wie entschieden. Nico Kroha erhöhte nach erneuter Kontermöglichkeit auf 0:3. An der Abwehr der SpVgg Sittenbachtal ist so gut wie kein Vorbeikommen. Erst sechs Gegentreffer musste die SpVgg bislang hinnehmen. Die SpVgg setzt den furiosen Saisonstart fort und hat nun schon elf Siege auf dem Konto.

Türkspor Röthenbach blieb gegen die SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf II chancenlos und kassierte eine herbe 0:4-Klatsche. Das Spiel begann mit einem Aufreger,da der Schiedsrichter bereits nach zwei Minuten auf den Punkt zeigte doch Kapitän Fatih Kanber setzte den Foulelfmeter an den Pfosten. Für Hüttenbach war das der Startschuss in diese Partie. Von nun an erspielten sie sich zahlreiche Gelegenheiten. Nach knapp einer halben Stunde war es dann Felix Albert, der nach einer Ecke zur verdienten Führung einnetzte. Doch auch die Gäste konnten sich die ein oder andere aber weniger gefährliche Gelegenheit erspielen, die sie aber nicht nutzen konnten. Kurz vor der Pause war es Stefan Hartmann, der einen klugen Pass auf Sischka spielte, welcher sich durchsetzte und zum zweiten Tor der Platzherren einschob. Auch nach der Halbzeit konnten die Gäste weiter gut mitspielen, ihnen fehlte aber oftmals die letzte Konsequenz vor dem Tor. Hüttenbachs Reserve bestimmte weiter das Spielgeschehen machte aber erst spät den Deckel durch das Tor von Heller zu, welcher nach einem Querpass von der rechten Seite zum Tor einnetzte. Den letzten Treffer des Tages erzielte kurz vor dem Spielende Tim Bayer, der nach schöner Vorlage von Sischka traf. Die letzte Torgelegenheit war den Gästen vorbehalten, doch Hüttenbachs Torhüter Tobias Scherrbacher verhinderte den Ehrentreffer der Türken aus Röthenbach. Mit drei Punkten im Gepäck schob sich die SpVgg II in der Tabelle nach vorne und belegt jetzt den elften Tabellenplatz. Siege waren zuletzt rar gesät bei Türkspor. Der letzte dreifache Punktgewinn liegt nun schon sechs Spiele zurück.

Am Sonntag verbuchte der TV Leinburg einen 3:1-Erfolg gegen den FSV Weißenbrunn. Völlig verdient ging die Pistori-Elf zuhause im Moritzberg-Derby gegen den Kontrahenten aus Leinburg als Verlierer vom Platz. Ein enttäuschter FSV-Spielleiter Karlheinz Kunz bescheinigte seiner Elf „fehlenden Willen und Einsatzbereitschaft“, während die Leinburger „läuferisch und kämpferisch bissiger“ über die gesamte Spielzeit waren. Die erste Hälfte gestaltete sich noch ausgeglichen. In Führung gingen jedoch die Leinburger durch einen Kopfballtreffer von Nico Heinz nach einem Eckball (15.). Eine Viertelstunde später glichen die Hausherren durch Alexander Weiß zum 1:1 aus. Nach einem Eckball auf den zweiten Pfosten brachte Verteidiger Christoph Liebel per Kopf die Kugel zurück in die Mitte, wo Weiß nur noch einnicken brauchte. Im zweiten Durchgang waren dann die Leinburger die spielbestimmende Elf und schafften es in der 75. Minute erneut in Führung zu gehen: Einen weiten Querpass von Nico Heinz nahm Patrick Dummert wunderbar mit, lief auf FSV-Keeper Dominik Reif zu und überwand diesen mit einem schönen Heber zum 1:2. Den Schlusspunkt im Derby setzte Moritz Lanzendörfer, der sich auf Höhe der Mittellinie die Kugel von FSV-Kapitän Weiß eroberte, mutterseelenallein auf Keeper Reif zusteuerte und souverän vollstreckte (85.). Die Weißenbrunner Anhänger wollten in dieser Situation ein Foulspiel gesehen haben, der Unparteiische, der allgemein wenig unterband, ließ in diesem Fall weiterlaufen. Durch diese Niederlage fallen die Gastgeber in der Tabelle auf Platz zehn zurück. Trotz der drei Zähler machte der TV Leinburg im Klassement keinen Boden gut. 

Da war die Weißenbrunner Welt wieder in Ordnung: Alexander Weiß, der Kapitän höchstpersönlich, köpft zum zwischenzeitlichen 1:1 ein. Das Drama begann dann für den FSV im zweiten Durchgang.

 / © Kaufmann
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