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Diepersdorf nutzt den "Ermreuth-Ausrutscher" der Laufer Reserve

Kreisliga 2 12. Spieltag

Der TSV Brand und die Unbespielbarkeit der Plätze: Auch am Sonntag ging es nicht, so dass die "Weiher Buben" nun schon drei Partien weniger absolviert haben, als der Rest der Liga. Diepersdorf heißt der neue Tabellenführer, nachdem Ermreuth die Laufer Reserve empfindlich erwischte. Reichenschwand schöpft wieder Hoffnung, Neunkirchen holt einen Punkt.

Wieder oben: Diepersdorf (in Grün, hier in einer anderen Partie) holte sich einen Dreier in Schnaittach.

 / © Martin Roser

Am Sonntag konnte man in Ermreuth bestaunen, wie ein Plan eines Trainers perfekt aufgeht. Jörg Kemmitzer hatte seiner Mannschaft den Auftrag gegeben, gegen den Tabellenführer aus Lauf tief zu stehen und mit Kontern nach vorne gefährlich zu werden. Diese schnellen Angriffe brauchte es in Abschnitt eins aber gar nicht, denn Nikolai Meier und Matthias Escherich waren jeweils nach Standards zur Stelle und besorgten die 2:0-Pausenführung. Dann nach dem Seitenwechsel hielt Keeper Michael Hauenstein einen Elfmeter und sein Team somit in der Pole Position. Diese nutzte sie dann auch und legte durch Bastian Klenner nach, der den Ball schön vom Strafraumeck ins Gehäuse schlenzte. Das 4:0 fiel dann nach einer Ecke, doch es wäre sogar noch mehr möglich gewesen, wenn der SVE konsequenter agiert hätte. Schon in Durchgang eins gab es noch zwei, drei gute Gelegenheiten.

In einem Spiel auf überschaubarem Niveau setzte sich der abstiegsbedrohte FC Reichenschwand am Ende nicht unverdient durch. Die ersten 20 Minuten plätscherte die Partie im Mittelfeld vor sich hin, wirkliche Torgelegenheiten gab es auf keiner Seite. Ein Abwehrfehler der Heimelf ermöglichte dann Nico Maxa das 1:0 für die Gäste. Noch vor der Pause fand der TSV aber zurück ins Spiel, aus sechs Metern schob Marco Holzmann zum 1:1 ein. Direkt im Anschluss setzte es aber noch das 1:2 durch Lukas Schünemann. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine zerfahrene Angelegenheit, in der die vielen kleinen Fehler einen Spielfluss verhinderten. Damit kam der FCR aber besser zurecht, und erneut war es der Unsortiertheit der Abwehr zu verdanken, dass die Gäste zu einem Treffer kamen. Luca Tondo war zur Stelle und machte somit den Deckel auf den Auswärtssieg, der dem FCR drei ganz wichtige Punkte ermöglicht.

Zwar bleibt der TSV Neunkirchen weiter ungeschlagen in den letzten Spielen, doch es wäre mehr drin gewesen gegen die SG Wolfsberg/Geschwand. Die ersten 30 Minute verpennte die Heimelf komplett und die Gäste schlugen daraus Profit: Einen abgefälschten Abpraller nutzte Sven Eheim zur Führung. Dadurch wurde der TSV wacher und kam zu vielen guten Chancen. Zunächst wurde ein Treffer von Manuel Menges noch aberkannt, doch wieder einmal war es Jens Michler, der zur Stelle war: Eingesetzt von Avian Kain schob er den Ball ins rechte untere Eck zum Ausgleich ein. Nach dem Seitenwechsel blieben die Brandbachkicker zwar das bessere Team, doch die SG machte mit aufopferungsvoller Abwehrarbeit vieles richtig und erkämpfte sich einen Punkt, der unter dem Strich auch in Ordnung geht. Neunkirchen musste die Schläfrigkeit in der Anfangsphase mit zwei vergebenen Punkten bezahlen.

"Jetzt stehen wir wieder mit leeren Händen da. Dabei haben wir eine Partie fast auf Augenhöhe abgeliefert und waren nah dran an einer Überraschung." So bilanzierte Schnaittach-Coach Uwe Zettner nach dem Spiel gegen den neuen Tabellenführer Diepersdorf. Das Spiel ging gut los für die Heimelf, doch gute Chancen wurden nicht genutzt und ein Ball rutschte durch, den die SpVgg zur Führung nutzte. Ein strittiger Elfmeter ermöglichte dann noch vor der Pause das 2:0. Nach dem Seitenwechsel kamen die Kicker von der Sandplatte wieder gut raus, und per schönem Heber brachte Marc Dotzler seine Farben zurück ins Spiel. Die Partie war nun offen, doch ein weiterer strittiger Strafstoß sorgte für das 1:3. Nun war der Frust der Heimelf zu spüren und es gab noch zwei Ampelkarten. Einen dritten Elfmeter hielt Keeper Sven Birkel dann noch, sodass es beim 3:1 für Diepersdorf blieb.

Mit einem klaren 5:0-Heimerfolg gegen den SV Gößweinstein konnte der ASV Pegnitz nach zuvor drei Niederlagen am Stück wieder einen Sieg bejubeln. Spielertrainer Kevin Kühnlein verlängerte in der sechsten Minute einen Standard von Fabian Wedel zum Führungstreffer. Kurz vor der Halbzeit erkämpfte sich Kühnlein im Mittelfeld den Ball und seine Vorlage verwertete Julian Steger zum 2:0. Auch nach dem Wechsel bestimmten die Hausherren das Geschehen: Der beste Mann auf dem Platz, Kühnlein, war per Kopfball nach Ecke von Wedel für das 3:0 zuständig. Wedel und Lucas Steger erhöhten im weiteren Spielverlauf auf 5:0. Am Ende ein souveräner Sieg für Pegnitz gegen allerdings schwache Gäste aus Gößweinstein, denen das Fehlen ihres Spielertrainers anzumerken war. In der Tabelle macht Pegnitz dadurch einen Sprung, während die "Gössis" wieder tiefer in den Tabellenkeller rutschen.

Der Aufsteiger trotzt dem Favoriten und behielt, obwohl der SVH lange in Unterzahl agieren musste, die Punkte daheim. Schon die erste Szene hatte es in sich: Nach einer Ecke klärte Kevin Kurtz mit Kopf und Hand auf der Linie. Den fälligen Elfmeter hielt Denny Meierhöfer, es waren aber noch 80 Minuten zu gehen. In Unterzahl setzte die Loch-Elf dann Nadelstiche nach vorne und war zweimal erfolgreich. Der "Mythos" dagegen vergab beste Chancen, sodass die Führung glücklich war. Im zweiten Abschnitt dasselbe Bild: Der SVH stand tief, doch durch schnelle Angriffe wurde es immer wieder gefährlich. Beide trafen noch jeweils zweimal, so dass es am Ende 4:2 für die Heimelf stand. Timm Loch-Bisch bilanzierte danach zufrieden: "Die Pausenführung war schmeichelhaft, Im Großen und Ganzen geht der Sieg aber in Ordnung. Die kämpferische Leistung meiner Mannschaft war wirklich top."

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