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Sven Rauh: Zusammenhalt ist noch einmal stärker geworden

Kreisliga 1

Captain’s Corner: Unter Achim Beierlorzers Fittichen startete er in Kleinsendelbach in den Herrenbereich, zehn Jahre später könnte er mit Langensendelbach für ein persönliches Karriere-Highlight sorgen: Noch nie spielte Sven Rauh in der Bezirksliga.

Sven Rauh, hier noch in der Kreisklasse am Ball, könnte mit dem SV Langensendelbach den Aufstieg in die Bezirksliga packen.

 / © Sportfoto Zink

Sven, wie läuft denn das Home-Workout beim SV ab?

Bis bekannt geworden ist, dass mindestens bis zum ersten September Fußballstopp ist, haben uns unsere Trainer jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Vorgaben geschickt. Und wir mussten an diesen Tagen eben nachweisen, dass wir das auch erledigt haben. Da waren Lauf- und Krafteinheiten dabei, außerdem war das gut für die Kommunikation innerhalb der Mannschaft. Das haben die Jungs auch alle voll durchgezogen. Jetzt, nach der Entscheidung, haben die Trainer gesagt, dass erst einmal jeder selbst verantwortlich ist. Ich muss aber sagen, dass trotzdem jeder weiterhin Bilder oder Videos seiner Laufrunden und Krafteinheiten in die Whatsapp-Gruppe schickt. Momentan geht da einfach nicht mehr.

Erzähl doch mal von deiner bisherigen Karriere.

Also in der Jugend habe ich eigentlich durchgehend in Kleinsendelbach gespielt - bis zur B-Jugend, um genau zu sein. Dann hat sich die Mannschaft wegen Spielermangels aufgelöst und ich bin nach Brand gewechselt, weil ich dort viele Bekannte hatte. Im Herrenbereich ging’s zurück nach Kleinsendelbach und ich durfte noch ein Jahr unter Achim Beierlorzer spielen. 2013/14 bin ich nach Langensendelbach gekommen, weil mein ehemaliger Trainer, der Dave Wägner, dort Coach war und ich immer ein gutes Verhältnis zu ihm hatte. Außerdem wollte ich mal was anderes sehen. Seitdem spiele ich in LA – mit Ausnahme der Saison 2015/16: Da hab' ich es noch einmal in Kleinsendelbach probiert. Zum damaligen Zeitpunkt war der Zusammenhalt nicht ganz so gut, wie in Langensendelbach, deshalb bin ich wieder nach LA zurückgekehrt. Ein Jahr später wurde ich dann auch gleich zum Kapitän gewählt.

In deiner Karriere bist du schon zweimal mit LA abgestiegen, diese Spielzeit könntest du den zweiten Aufstieg schaffen. Ist deine Bilanz am Ende der Saison ausgeglichen?

Zumindest aktuell spricht ja zumindest der Tabellenplatz dafür. Wie es mit dem Fußball weitergeht, weiß aber niemand. Ich persönlich bin mir sehr unsicher, ob wir dieses Jahr noch mal spielen. Wenn es aber soweit ist, werden wir alles probieren – und wenn es nicht klappen sollte, dann haben wir trotzdem eine überragende Saison gespielt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es letztes Jahr gegen den Abstieg ging, dann ist es jetzt schon ein Riesenerfolg.

Wegen eurer zwei neuen Spielertrainer hatten euch vor der Saison schon einige auf dem Schirm. Was macht euch aber zusätzlich in dieser Saison noch mal stärker als letzte?

Unsere Spielertrainer sind schon ausschlaggebend, zusätzlich waren wir meiner Meinung nach aber auch zu Unrecht so weit unten in der Tabelle. Wir hatten letztes Jahr viele Turbulenzen und einen Trainerwechsel zu verkraften, seit der Rückrunde passt aber der Zusammenhalt und vor allem in dieser Saison ist dieser noch einmal stärker geworden. Das hat die Mannschaft schon immer ausgezeichnet. Ansonsten ist gar nicht so viel anders. Vor der Saison hätte ich uns im gesicherten Mittelfeld gesehen – dass es dann aber so einschlägt, wusste wahrscheinlich keiner.

Wäre die Bezirksliga etwas für Langensendelbach und auch dich persönlich?

Der Achim Beierlorzer, und das werde ich nie vergessen, hat mal zu uns gesagt, dass man jeden Aufstieg mitnehmen soll, den man erreichen kann. Ob die Mannschaft dann tauglich ist, zeigt sich sowieso erst im darauffolgenden Jahr. Wenn es aber möglich ist, soll man es versuchen – das verlangt ja schon allein der Sportsgeist. Und auch persönlich wollte ich schon immer mal gerne in der Bezirksliga spielen, darum hätte ich da nichts dagegen.

Was war dein bisheriges, persönliches Karrierehighlight?

Da muss ich auf alle Fälle natürlich die Saison unter Achim Beierlorzer nennen. Ansonsten fällt mir das Spiel gegen Baiersdorf in unserer Aufstiegssaison vor zwei Jahren ein, als wir uns in der ganzen Saison nichts geschenkt haben. Am vorletzten Spieltag gings dann zum direkten Vergleich und wir haben kurz vor Schluss das 2:1 gemacht. Den Siegtreffer damals habe ich erzielt.

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