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Lonnerstadt ohne Druck in die Restsaison: "Die Jungs haben ganz andere Probleme"

Kreisliga 1

In den vergangenen Jahren etablierte sich Lonnerstadt zum gestandenen Kreisligisten, aktuell rangiert das Team auf Platz neun. Für Trainer Günter Kropf ist nach der Spielzeit Schluss – in seiner letzten Halbsaison will er mit seinen Schützlingen aber noch einmal richtig Spaß haben.

„Den Spaß, den ich jetzt mit den Jungs hab, das genieß ich richtig – das was kommt, lassen wir einfach auf uns zukommen." Für Trainer Günter Kropf ist nach der Spielzeit Schluss.

 / © Hollfelder

Eigentlich sind es schöne Aussichten, die auf den scheidenden Lonnerstadt-Coach Günter Kropf zukommen: Nach vier Jahren beendet der Übungsleiter sein Engagement beim TSV, mit Filip Bauer steht schon ein Nachfolger fest. „Für die Zeit nach dem TSV hab ich noch nichts Neues. Ich habe meiner Frau aber auch versprochen, dass wir nach vier Jahren mal wieder schön Urlaub machen können und ich nicht mehr jeden Sonntag unterwegs sein werde. Daher werde ich zunächst mal ein Jahr pausieren und alles Weitere dann auf mich zukommen lassen“, sagt Kropf zu seinen Plänen für die kommende Zeit. 

Bis es aber soweit ist, hat sein Team noch neun Ligaspiele zu absolvieren – und für diese hat der Coach ein festes Ziel: „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, und dafür müssen wir anders auftreten als nach dem Re-Start." Aus den fünf Spielen im Kalenderjahr 2020 sprangen für den TSV nämlich nur drei Zähler heraus, neben zwei Niederlagen gegen die ATSV-Reserve und Möhrendorf stehen Unentschieden gegen Niederndorf, Herzogenaurach und Zeckern zu Buche. „In den Spielen hat uns das Spielglück gefehlt. Gegen den ATSV wäre ein Unentschieden gerecht gewesen, und gegen Niederndorf bekommen wir in der letzten Minute einen umstrittenen Elfmeter gegen uns gepfiffen. Die fünf Spiele vergessen wir aber und versuchen, an unseren sehr guten Lauf von Ende 2019 anzuknüpfen“, gibt Kropf vor. Damals war der TSV sieben Spiele lang ungeschlagen und fügte auch Primus Oesdorf die erste Saisonniederlage zu.

Lonnerstadt ohne Druck und Neuzugang

Druck will der scheidende Trainer allerdings nicht aufbauen, auch für die kommende Vorbereitung setzt sich Kropf ein ganz anderes Ziel: „Wir werden es so machen, wie vor dem letzten Re-Start: In den ersten zwei Wochen steht gemeinsam mit der zweiten Mannschaft nach einem kurzen Aufwärmen ausschließlich Fußballspielen auf dem Programm, damit die Leute den Spaß am Sport beibehalten. Die richtige Vorbereitung startet danach, aber auch hier wollen wir möglichst viel mit Spielformen lösen“, blickt er voraus.

Eigentlich wollte der TSV im Februar ins Fußballjahr starten, „mein Gefühl sagt mir aber, dass es noch lange nicht soweit ist“, sagt Kropf und schiebt nach: „Priorität ist es für mich, Spaß mit den Jungs zu haben. Viele meiner Spieler haben mit ihrem Job und Kurzarbeit ganz andere Probleme, da geht es eher darum, mit dem Sport mal den Kopf freizukriegen.“

Personell tut sich in Lonnerstadt indes nicht viel, weder Ab- noch Zugänge hat der Verein zu vermelden. „Es kommen aber einige Spieler zurück, die zuletzt noch mit Hausbauen oder ähnlichem beschäftigt waren. Außerdem haben wir schon im Sommer viele Jungs aus der A-Jugend bekommen. Das heißt der Konkurrenzkampf wird wieder größer“, so Kropf. Gerade für die Jungspunde hat er noch ein paar lobende Worte parat: „Das sind wirklich super engagierte Spieler. Zwar hatte der ein oder andere am Anfang noch etwas Verletzungspech, wir haben da aber echt Lauf- und Zweikampfwunder und einen richtig guten Torwart zum Kader dazubekommen. Es macht richtig Spaß, wenn man sieht, wie die Jungs Woche um Woche Fortschritte machen, und von daher reden wir nicht viel über die Tabellensituation.“ Nun versucht der TSV, befreit in die letzten neun Kreisligaspiele zu gehen und dem scheidenden Trainer dennoch einen gebührenden Abschied zu bereiten. 

Sehen dürfte man Kropf in Zukunft dann dennoch ein ums andere Mal am Sonnenhügel: „Den Spaß, den ich jetzt mit den Jungs hab, das genieß ich richtig – das was kommt, lassen wir einfach auf uns zukommen. Und auch wenn ich kein Trainer mehr bin, werde ich mich am Sportplatz umschauen und seh dann in zwei Jahren vielleicht die Jungs über den Platz rennen und merke: Das haben wir auch mal gemeinsam trainiert. Das macht mich stolz“, sagt er.

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